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Archive für 6.11.2006
Diclofenac steigert Herzinfarkt-Risiko um 40 Prozent
6.11.2006 von zaro.
Pharmaunternehmen Novartis kann Kritik nicht nachvollziehen. Newcastle/Wien - Ein Wissenschaftsteam der Universität Newcastle http://www.newcastle.edu.au sowie des Newcastle Mater Hospital http://www.hunter.health.nsw.gov.au/servs_facil/nmmh.htm in New South Wales, Australien, hat in einer groß angelegten Meta-Analyse von Studien zu Schmerzmitteln entdeckt, dass ein oft vorgeschriebenes Medikament, Diclofenac, in üblichen Dosierungen das Risiko an Herzproblemen zu erkranken stark steigert. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, analysierten die Forscher die Ergebnisse von 23 klinischen Studien mit insgesamt 1,6 Mio. Teilnehmern. Die Ergebnisse der Studie wurden in der aktuellen Ausgabe der Online-Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association http://jama.ama-assn.org veröffentlicht.
Die analysierten Studien beziehen sich auf schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente. Bei Auswertung dieser Studien stellte sich heraus, dass Diclofenac - eines der ältesten, vor allem in Europa sehr gängigen Medikamente - von allen Medikamenten aus seiner Klasse die schwersten Nebenwirkungen mit sich bringt. Das Schmerzmittel, das auch unter den Markennamen Voltaren, Cataflam, Solaraze und Arthrotec bekannt ist, steigert die Gefahr für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod bei normaler Anwendung um 40 Prozent. In einem Kommentar der Studie empfiehlt David Graham, ein amerikanischer Experte auf dem Gebiet der Medikamentsicherheit der US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (FDA) den europäischen Benutzern, auf Naproxen umzusteigen. Laut der Studie sei dieses Schmerzmittel nicht schädlich für das Herz.
Der Hersteller, das Pharmaunternehmen Novartis Austria GmbH bezweifelt die Richtigkeit der Resultate der Meta-Analyse. Das Produkt bleibt, trotz einem Wert von 40 Prozent Herzattackenrisiko, auf dem Markt. Tatsächlich sollte ein Schmerzmittel einem Menschen vom Schmerz befreien, ob dies jedoch durch Herztod geschehen soll kommt uns doch etwas merkwürdig vor. Es braucht dringend eine Gesundheitsreform in Form von Gesundheits-Revolution. ZARO
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