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Archive für 14.11.2006
Pro und Contra: ASPARTAM!
14.11.2006 von zaro.
Extra-Blatt der Technischen Universität Berlin
Bereits seit einigen Jahren kursieren im Internet Kettenbriefartige Gerüchte, die von Gesundheitsrisiken durch den Süßstoff Aspartam warnen. Angeblich soll dieser im Körper zu giftigen Substanzen abgebaut werden. Ferner wird behauptet, Aspartam könne Multiple Sklerose auslösen.
Aspartam (NutraSweet®, Canderel®,..) ist anstelle von Zucker in vielen Lebensmitteln enthalten, die als so genannte Light-Produkte angeboten werden. Das reicht von Limonadengetränken über zuckerfreien Kaugummi bis Diät-Schokolade usw. Es ist seit den frühen 1980er Jahren weltweit als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen (E951) und wurde sowohl davor als auch danach in vielen Studien sorgfältig untersucht.
Fakt ist, dass Aspartam aus Eiweissbausteinen aufgebaut ist und im Körper (und z.B. auch beim Backen) wieder in diese zerfällt. Die drei wesentlichen Bestandteile, in die Aspartam durch Enzyme und Peptide abgebaut wird, sind die Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure sowie Methanol. Phenylalanin ist nur für Menschen ein Problem, die an der seltenen, erblichen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie leiden, daher ist auf den Lebensmittelverpackungen oft ein Warnhinweis aufgedruckt (’enthält eine Phenylalaninquelle’). Beide Aminosäuren sind in diversen Lebensmitteln wie Fleisch, Obst und Gemüse enthalten - in größeren Mengen, als ein Mensch sie durch den Verzehr von Light-Produkten aufnimmt.
Die beim Abbau entstehenden geringen Mengen von Methanol sind unbedenklich, damit kommt der Körper problemlos klar. Auch beim Verzehr von z.B. Frucht- oder Gemüsesäften entstehen geringe Mengen Methanol - oft deutlich mehr als bei vergleichbaren Mengen mit Aspartam gesüßter Getränke. Das soll nicht heißen, dass Methanol völlig harmlos ist, es gilt vielmehr der Satz von Paracelsus: “Die Dosis macht das Gift”.
Es gibt keinerlei ernstzunehmende medizinische Studien, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Aspartam-haltigen Lebensmitteln und Krankheiten wie Multipler Sklerose nachweisen konnten.
Gemessen daran ist es geradezu erschreckend, wieviel Unsinn darüber im Internet verbreitet wird.
Es gibt allerdings Hinweise, dass bei auf Aspartam (bzw. Phenylalanin) empfindlichen Personen z.B. Migräne-Anfälle ausgelöst werden können.
Weitere Infos:
Krebsinformationsdienst im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg
EUFIC (Europäisches Informationszentrum für Lebensmittel)
Anmerkung: Bei ‘Alzheimer’ spielt die Anhäufung von Eiweisbausteinen ein erheblich Rolle, ob diese Fakten im Zusammenhang stehen wurde bis jetzt noch nicht untersucht, wir sind der Auffassung das es dringend nötig wäre. Kommentar von ZARO, Robert Zach
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