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Archive für 5.2.2007
Motivation von Innen oder Außen?
5.2.2007 von zaro.
Der Duden beschreibt: Motivation 1. Summe der Beweggründe, die jemandes Entscheidung, Handlung beeinflussen; vgl. extrinsische, intrinsische Motivation. 2. Durchschaubarkeit einer Wortbildung in bezug auf die Teile, aus denen sie zusammengesetzt ist (Sprachw.). 3. das Motiviertsein; ggs. Demotivation. Extrinsisch bezieht sich auf die Motivation von Außen, intrinsisch bezeichnet die Motivation aus dem inneren Antrieb. Der Beweggrund von Außen begründet seine Handlungen aufgrund illusionärer, materieller, persönlicher und psychischer Fakten. Im positiven Sinne basiert er auf Karriere, Kreativität, Leistung, Besitz, Ausdehnung, Individualität, Stabilität, Ansehen, Ehre und bildet damit ein wünschenswertes Kraftpotential.
Im negativen Sinne schafft er zerstörerische Handlungen aus Pflichtgefühl, Verlustangst, Akzeptanzsorge, Hörigkeit, Sucht, Problembewältigung, Machtlosigkeit und ist damit der Nährboden so mancher persönlichen Tragödie. Fälschlicherweise wird ein handeln aus “niedrigen Beweggründen” oftmals als Demotivation gegenüber den positven Aspekten gewertet. Das bedeutet nicht, dass der demotivierte Mensch keine Beweggründe hätte für sein Nicht-Handeln, oftmals findet er aufgrund seiner Meinungsbildung (Glaubensvorstellung) einfach nicht die richtige Einstellung oder Plattform, um Motivation zu entwickeln. Die Motivation von Außen ist in vielen Fällen von sehr unterschiedlichen Faktoren abhängig. So kann sie sehr schnell destruktive Formen annehmen, falls sich im Erreichen von Zielen kein Erfolg einstellt, der Erfolg lange ausbleibt, oder das Erreichen des Ziels aus mannigfaltigen Gründen unattraktiv geworden ist. Das Unternehmen, das eine hohe Motivation seiner Mitarbeiter fordert und diese Notwendigkeit durch laufende äußere Motivationselemente versucht in den Griff zu kriegen, muss ein entsprechend hohes Maß an Initiative aufbringen.
Je mehr Motivationskraft aufgebracht wird, desto höher wird die Messlatte der Motivationsinhalte der Folgeveranstaltungen in die Höhe getrieben. Das Ende vom Lied ist im Regelfall eine Übersättigung, das LmaA-Gefühl schaltet den Menschen aus und macht ihn für weitere Anstöße von außen nicht mehr empfänglich. Das Rennpferd ist ausgebrannt! Der zurückbleibende Scherbenhaufen im Privaten wie im Beruflichen ist oftmals kaum mehr zu reparieren. Motivation bis der Tod eintritt. Die sich selbstbeweihräuchernden Motivationstrainer und ihr irreparabel geschädigter Rennstall, das ist der Blutzoll der extrinsischen Motivation. Macht das Sinn? ist das die Rettung? Kann das Karrieren bilden? Ist das der Weg unserer Gesellschaft? Ist das ein vernünftiges Unternehmensziel? Künstlich kreierter Handlungsbedarf als Egotrip?
Intrinsische Motivation ist nicht dagegen immun, aufgrund psychologischen Fehlverhaltens frei zu sein von zerstörerischen Beweggründen. Doch gesunder Menschengeist motiviert sich aus sich selbst und leistet dadurch außergewöhnliches. Der Trainer übernimmt lediglich die Aufgabe des Führers zur inneren Persönlichkeit. Wolfgang Goethe erkannte die uns innewohnende Vollkommenheit und schrieb: Selbsterkenntnis = Gotterkenntnis. Wenn wir den Menschen zurückführen zu seinem Ursprung, erfährt er die Kraft, die Ihn bewegt und formt. Erwacht diese latent vorhandene Einheit mit der Schöpferkraft zum Leben, ist schaffensorientiertes Handeln ein Produkt der wirklichen Persönlichkeit.
Jetzt wird der Lebenserfolg machbar, das Handeln aus Erkenntnis ersetzt das andressierte Handeln. Hier gebärt sich nun der wahre Lebensmeister, die Ziele definieren sich weiterhin im positiven Sinne. Es erwächst echte Persönlichkeit. Die Aspekte Familie, Karriere, Leistung, Ansehen basieren auf einem gesunden, psychologisch wertvollen Wollen. Diese Kategorie motivierter Mitarbeiter ist menschlicher, freundlicher, umgangsfähiger, interessierter und interessanter als die allein durch äußere Einflüsse motivierten Menschen. Die Handlungen sind dauerhafter, verlässlicher und damit fundamentaler als die hochgepuschten, mehr Schein als Sein Mentalitäten. Verantwortungsbewusstsein und Diszipliniertheit prägen den Charakter dieser Menschen. Dadurch werden idealistische Vorbilder zu Führungskräften, deren klare Beweggründe sichern Qualität und stellen Wachstum sicher. Die Einzigartigkeit wirkt weniger überheblich und arrogant, sondern dienend, aktiv, gesund und bestimmt.
Der Motivationstrainer öffnet die verschlossenen Tore und zeigt auf wo und wie sich die Schlösser öffnen lassen zum eigenen innersten Wesenskern. Er nimmt dem Teilnehmer nicht die materiellen Motivationselemente, sondern bereichert den Teilnehmer darüber hinaus durch die neuen Erfahrungen mit sich selbst. Er schafft damit einen Ausgleich der Gegensätze innerhalb der menschlichen Psyche. Der Teilnehmer erlebt weiterhin die Illusion des Äußeren als real, jedoch mit dem Unterschied, dass sein Handeln bestimmt wird auf Basis der inneren Wirklichkeit. Das Abenteuer Selbsterkenntnis eröffnet ein völlig neues Energiebewusstsein. Robert Zach
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