Sie befinden sich aktuell in den ZARO news Blog-Archiven für den folgenden Tag 25.10.2007.
- Allgemein (1290)
- Beziehung (260)
- Fachpublikation (472)
- Familie (320)
- Gesundheitstipps (193)
- Kunst+Kultur (47)
- Marketing (114)
- Medizin (497)
- Natur-Bio (431)
- Politik (149)
- PR (495)
- Pressebericht (886)
- Sonstiges (397)
- Spirituell (151)
- Wirtschaft (274)
- 10.2.2012: "Zeit ist Geld"-Denken macht unzufrieden
- 7.2.2012: Schule ist beste Medizin für Flüchtlinge
- 7.2.2012: Schwerer Vitamin-D-Mangel bei Senioren
- 7.2.2012: Diabetes vervierfacht Risiko von Geburtsfehlern
- 6.2.2012: Trauma kann Leben positiv verändern
- 6.2.2012: Hungerkrise klopft in Westafrika an
- 6.2.2012: Stillen schützt vor Asthma
- 6.2.2012: Multitasking fördert soziale Störungen
- 2.2.2012: Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen
- 1.2.2012: Alle Brustimplantate bergen Risiko
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
Archive für 25.10.2007
Positiv Denken schützt nicht vor Krebs
25.10.2007 von zaro.
US-Forscher: Macht der Gedanken hat keinen Einfluss auf Krankheitsverlauf
Washington/Wien - Ein Forscherteam der University of Pennsylvania http://www.upenn.edu berichtet in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Cancer, dass “positives Denken” keinen Einfluss auf die Krebserkrankung habe. Bei mehr als 1.000 Patienten, die an Kopf- und Halskrebs litten, konnten die Wissenschaftler keine Unterschiede im Krankheitsverlauf ausmachen. Andere Experten reagierten auf die Studie allerdings deutlich differenzierter: Positive Gedanken könnten Menschen sehr wohl helfen, die Nebeneffekte von Krebstherapien besser zu ertragen, so eine Sprecherin von Macmillan Cancer Support http://www.macmillan.org.uk.
Emotionale Unterstützung wirke sich bei Krebspatienten deutlich positiv aus, erklären die Forscher. “Wenn Krebspatienten eine Psychotherapie möchten oder in einer Selbsthilfegruppe mitmachen wollen, sollten sie dies auch tun”, so Studienleitautor James Coyne. Das würde eine Reihe von positiven Begleiteffekten mit sich bringen - in emotionaler ebenso wie in sozialer Hinsicht. Für Coyne und sein Team habe sich in der Untersuchung gezeigt allerdings gezeigt, dass Krebserkrankungen durch emotionale Veränderungen alleine nicht besiegt werden können.
In der Studie wurde deutlich aufgezeigt, dass der emotionale Status eines Patienten keinen Einfluss auf die Überlebenschance habe - egal ob es sich um männliche oder weibliche Krebspatienten handelte. Das Ergebnis war zudem bei allen Tumorarten gleich. “Menschen, die an Krebs erkrankt sind, werden häufig dazu aufgefordert, sich gut fühlen und positiv denken zu müssen”, meint Julia Frater von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org . Das nunmehrige Studienergebnis mache deutlich, dass es auch ok ist, wenn man sich nicht gut fühlt. Sehr viele Patienten fühlen sich schon nach der Diagnose schlecht. “Das hat jedenfalls keinen Einfluss auf den Behandlungserfolg”, so die Expertin.
Ganz teilt Jane Maher vom Macmillan Cancer Support diese Meinung nicht. Es gebe zwar keine Beweise dafür, dass die Emotionen eine nachhaltige Wirkung auf den Krebs selbst habe, allerdings sei es entscheidend dafür, wie sich die Situation danach darstelle. “Mehr und mehr Menschen überleben Krebserkrankungen. Gerade die Einstellung zum Leben hat in den Langzeit-Ergebnissen deutliche Auswirkungen “, zeigt sich Maher überzeugt.
“Ungerichtetes, positives Denken alleine besiegt noch keine Krankheit. Das sieht man bei Krebserkrankungen am eindrucksvollsten”, erklärt der Wiener Psychologe und Experte für Holopathische Medizin Alexander H. Gaischin http://www.gaischin.at im Interview. “Nur fünf Prozent der Primärtumore sind tödlich, in 95 Prozent aller Fälle wird der Tod durch Metastasen verursacht, die sich besonders in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung unter Mitwirkung bestimmter Neurotransmitter im Körper vermehren”, so Gaischin.
“Neueste Forschungen der Fakultät für Biowissenschaft der Universität Witten/Herdecke zeigen, dass Krebszellen nicht zufällig im Körper verteilt, sondern durch Neurotransmitter gezielt an bestimmte Stellen gelockt werden. Je nach Art können diese Neurohormone hemmenden oder stimulierenden Einfluss auf die Verbreitung von Krebszellen im Körper haben, wobei besonders negative psychosoziale Einflüsse - allen voran Stress - die Verbreitungsgeschwindigkeit des Krebses im Körper unterstützen”, erklärt Gaischin. “Natürlich habe ich keine Einwände gegen positives Denken im Allgemeinen, jedoch muss der Schwerpunkt jeder psycho-onkologischen Betreuung vorrangig im Erwerb der jeweils für den Kranken am besten geeigneten Stressbewältigungsstrategie liegen”, so Gaischin abschließend im Gespräch. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
Geschrieben in Medizin | Drucken | Keine Kommentare »