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Archive für 8.11.2007
Zwiebel können das Risiko einer Herzerkrankung verhindern
8.11.2007 von zaro.
Flavonoide sind auch in Tee, Äpfeln und Rotwein enthalten
Norwich - Eine Ernährung, die reich an Flavonoiden ist, kann bei ersten Anzeichen einer Herzerkrankung gegensteuern. Wissenschaftler des Institute of Food Research http://www.ifr.ac.uk haben sich auf Quercetin konzentriert, das in Tee, Zwiebeln, Äpfeln und Rotwein enthalten ist. Die Studie zum Thema Atherosklerose untersuchte die Auswirkungen nachdem das Quercetin vom Körper abgebaut wurde. Es konnte ein positiver Einfluss auf chronische Entzündungen nachgewiesen werden, die zu einer Verdickung der Arterien führen können.
Frühere Studien haben gezeigt, dass Quercetin sehr rasch durch den Darm und die Leber abgebaut wird. Im Blut selbst ist es normalerweise nicht nachweisbar. Daher analysierten die Forscher die Bestandteile, die in die Blutbahn gelangen, nachdem das Quercetin aufgenommen und abgebaut wurde. Die Bestandteile wurden in Konzentrationen eingesetzt, die in etwa jenen entsprechen, die nach der Verdauung entstehen. Behandelt wurden Zellen, die von der Innenseite von Blutgefäßen stammten. Der leitende Wissenschaftler Paul Kroon erklärte, dass jene Bestandteile überprüft worden seien, die im Blut nachgewiesen werden können. Genau diese Bestandteile seien es, die mit dem menschlichen Gewebe in Berührung kommen und daher eine Wirkung auf die Gesundheit der Arterien haben können. “Die Wirkung ist subtiler als bei Experimenten, die die Grundkomponente nutzen. Die Stoffwechselprodukte haben immer noch eine Wirkung auf die Blutgefäße.”
Die Studie ergab, dass im Falle eines entzündlichen Vorganges eine niedrigere Dosis der Bestandteile, die in etwa 100 bis 200 Gramm Zwiebeln entspricht, eine größere Wirkung hat. Die Ernährungswissenschaftlerin Bridget Aisbitt von der British Nutrition Foundation http://www.nutrition.org.uk betonte, dass Entzündungen eine wichtige Rolle bei der Verengung der Arterien spielen, die ihrerseits zu einem Herzanfall oder einem Schlaganfall führen können. “Diese Studie liefert eine Erklärung dafür, warum eine Ernährung, die reich an Früchten und Gemüse ist, das Risiko einer Erkrankung zu verringern scheint.” Laut BBC werden in Großbritannien nur zwei Portionen Obst und Gemüse pro Tag gegessen. Daher sollte man laut Aisbitt darauf achten, fünf Mal am Tag Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Monschein
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Papua Neuguineas Reichtum in Gefahr
8.11.2007 von zaro.
Bergbau, Überfischung und Kahlschlag bedrohen Biodiversitäts-Hotspot
Los Angeles/Port Moresby - Umweltgruppen senden Hilferufe an die internationale Staatengemeinschaft, um eine der wertvollsten ökologischen Nischen des Planeten zu schützen. Gemeint ist Papua Neuguinea, der östliche Teil der Insel Ozeaniens. Das Land gehört nach Angaben von Forschern zu den Biodiversitäts-Hotspots der Erde. Zudem finden sich dort einige der letzten ursprünglichen und unberührten Ökosysteme.
“Wenn Papua Neuguinea nicht geschützt wird, ist das eine Tragödie nicht nur für die dortige Bevölkerung, sondern auch für den Rest der Welt”, so Jared Diamond, Umweltschützer und Professor für Geographie an der University of California in Los Angeles UCLA http://www.ucla.edu. Diamond arbeitet daran, internationale Regierungen und Forscher davon zu überzeugen, wie einzigartig dieses Ökosystem auf der zweitgrößten Insel der Welt ist. Die Insel ist ein Paradies für Millionen von Zugvögeln, die auf dem Weg von Europa, Australien und Asien dort Stopp machen und teilweise sogar brüten.
“In vielen Regionen der Welt bedeutet Naturschutz lediglich der Erhalt von letzten verbliebenen Resten eines abgewrackten Ökosystems”, so Diamond. In Papua Neuguinea hingegen wären noch große Teile intakt. “Hier wäre der Erhalt eines ursprünglichen Lebensraumes also noch möglich”, so Diamond. Zwei Drittel aller hier existierenden Arten kommen nirgendwo sonst auf der Erde vor. Tatsächlich arbeitet die Regierung von Papua Neuguinea gemeinsam mit dem WWF und dem benachbarten indonesischen Teil der Insel, der Provinz Papua, an der Schaffung regionaler Schutzgebiete - so genannter Wildlife Management Areas (WMA). Dabei werden auch die Stämme, die diese Regionen besiedeln, miteinbezogen.
Die Regionen werden von einem Rat verwaltet, der auch Gesetze über Jagd, Fischfang und Landbau erlässt. Damit soll auch der Bevölkerung vor Ort die Möglichkeit geboten werden, wirtschaftlich zu überleben. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen, bietet etwa der boomende Öko-Tourismus. Die größte Hürde ist die bittere Armut in der Region - das jährliche Einkommen beträgt nur rund 30 Dollar pro Kopf. Die Verlockungen international agierender Holz- oder Bergbauunternehmer, die lokale Bevölkerung als Arbeitskräfte zu beschäftigen sind dementsprechend groß, wie Experten befürchten. Die WMA können allerdings nur dann erfolgreich arbeiten, wenn die lokale Bevölkerung sie akzeptieren, sie generell ein gutes Management haben und Regierungen sie unterstützen.
Zu den derzeit größten Bedrohungen gehört auch eine geplante Verbindungsstraße zwischen dem indonesischen Teil und Papua Neuguinea. “Das würde invasiven Arten Tür und Tor öffnen”, befürchtet der Koordinator der Region, David Melick, gegenüber BBC-Online. Zudem bedrohe auch die Klimaänderung in diesem Teil der Welt den Regenwald und die angrenzende Savanne. Wolfgang Weitlaner
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