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Trinkwassermisere an Deutschlands Schulen

Das Trinkwasser jeder zweiten Schule wies zu hohe Schwermetall-Werte auf. Vor allem Kupfer, Nickel und Blei wurden nachgewiesen
Die Senatsverwaltung für Gesundheit wird mit den zuständigen Bezirksämtern die Konsequenzen aus den schlechten Trinkwasserwerten an vielen Schulen beraten. Das sagt Markus Stemmler von der zuständigen Senatsverwaltung. Tests hatten in 58 von 120 Schulen Grenzwertüberschreitungen bei Schwermetallen ergeben. Allerdings sieht Stemmler keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung der Schüler.
Die Grenzwerte bei der Trinkwasserversorgung seien sehr streng. Es gebe einen großen Toleranzbereich damit auch überempfindliche Personen geschützt würden. Ein Gesundheitsrisiko gebe es nur, wenn die Personen dauerhaft den Schwermetallen ausgesetzt seien.
Dringenden Handlungsbedarf sieht der Gesundheitsexperte der CDU, Peter Luther, vor allem bei den zu hohen Bleiwerten. Hier müssten schnell alte Rohrleitungen ausgewechselt werden. In den Untersuchungen gab es an 14 Entnahmestellen eine unzulässige Konzentration an Blei. Derzeit liegt der Grenzwert bei 0,025 mg pro Liter. Ab 2013 gilt sogar ein Grenzwert von 0.01 mg pro Liter. Bleireste in Verbindungsstücken von Rohren oder kleineren Zuleitungen müssten deshalb schnell beseitigt werden, sagt auch Detlef Kadler vom Landesamt für Gesundheitsschutz.
Das Thema Blei im Trinkwasser müsse wieder stärker ins Bewusstsein rücken, sagt Heidi Kosche, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus. Viele würden glauben, dass dieses Problem längst behoben ist. Vor allem in Schulen sei es wichtig, dass die Leitungen einwandfrei sind. Denn hier würde am Wochenende das Wasser im Rohrsystem stehen. Dadurch könnten sich die toxischen Schwermetalle sammeln. flo
Aus der Berliner Morgenpost vom 26. Januar 2008

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