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Archive für 7.3.2008
Moore Stephens Austria zum Gesundheitssystem:
7.3.2008 von zaro.
Finanzieren und finanzieren lassen
Wien - Österreichs medizinische Tradition genießt weltweite Anerkennung. “Nicht umsonst” ist die hervorragende Ausbildung an den heimischen Universitäten zum Exportfaktor geworden. Verbesserungsfähig sind hingegen Struktur und Finanzierung unserer “Gesundheitsverwaltung”, die aus einer komplizierten Matrix aus Bundes-, Landes- und Gemeinde-Kompetenzen mitsamt einschlägigen Einnahmen, Ausgaben und Defiziten besteht. “Noch-Erhalter” dieses brüchigen Systems ist die private Zusatz-Krankenversicherung!
Nahversorgung mit Gesundheit hat ihren Preis
Österreich investiert über 10% des BIP in sein Gesundheitssystem. Das sind 26 Mrd. Euro jährlich bzw. 3.519.- Euro pro Bürger. Im Ranking unter den 30 OECD-Staaten liegt unser Land an 5. Stelle.
Lt. Hauptverband der Sozialversicherungsträger werden die 157 heimischen Krankenanstalten zu 40,8% von der gesetzlichen Sozialversicherung finanziert. Was in der politischen Diskussion zumeist untergeht: Etwa den gleichen Anteil, beachtliche 39,7%, leisten die privaten Krankenversicherer! 6,8% steuert der Bund bei, den Rest andere Träger.
Heilsame Querfinanzierung
850.000 Österreicher/innen verfügen über eine private Zusatzversicherung. Ohne deren Leistungen würde unser sensibles Gesundheitssystem kollabieren. Denn eine Vielzahl von Betrieben, Einrichtungen, Ärzten und Personal erwirtschaftet daraus jenen Investitions-, Honorar- und Einkommensanteil, der die Betreuung breiter Schichten der Bevölkerung zu den mageren Konditionen des Staates erst ermöglicht.
Dieses duale System droht nun lt. Moore Stephens Austria zu kippen. Denn private Zusatz-Krankenversicherung war bis in die Siebziger Jahre zur Gänze steuerlich abzugsfähig. Zahlreiche Verträge stammen noch aus dieser Zeit. Seither wurde die Absetzbarkeit weitgehend eingeschränkt bzw. gedeckelt, sodass der einstige Anreiz verloren ging.
Moore Stephens Austria fordert daher: Anstatt über unpopuläre Beitragserhöhungen und/oder künftige Leistungskürzungen nachzudenken, sollte ein modulares System der steuerlichen Begünstigung privater “Gesundheits-Versicherung” bis zur völligen Absetzbarkeit eingeführt werden. Deren Querfinanzierung von Investitionen, Ärztehonoraren etc. sollte in strategische Budgetüberlegungen eingebunden werden.
Über Moore Stephens
Weltweites Netzwerk von Wirtschaftstreuhändern - Wirtschaftsprüfern und Steuerexperten. Insgesamt besteht das Netzwerk aus 358 selbständigen Mitgliedsfirmen mit 621 vernetzten Büros in 95 Ländern. Weltweit sind 19.300 Mitarbeiter beschäftigt. Der Honorarumsatz der Moore Stephens Gruppe betrug 2007 1,88 Mrd. US-Dollar. 2007 wurde der 100. Geburtstag gefeiert.
In Österreich verfügt Moore Stephens über 12 Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften mit 300 Mitarbeitern. Diese Firmen sind selbständige, mittelständische Unternehmen, deren Networking 1989 am Heimmarkt begonnen hatte. Moore Stephens Austria erwirtschaftet ein Honorarvolumen von 28 Millionen Euro und nimmt in Österreich eine Position unter den “Top 10″ ein (bestätigte Zahlen des Mitbewerbs liegen nicht vor).
Rückfragen und weitere Informationen:
Moore Stephens Austria
Mag. Werner Braun
1014 Wien, Graben 20
+43(1) 531 74
w.braun@moorestephens.at
http://www.moorestephens.at
Anzeigen:
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