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Archive für 20.9.2008
Isolation verstärkt finanziellen Stress
20.9.2008 von zaro.
Rückzug ist keine gute Antwort auf Geldsorgen
London - Die Mental Health Foundation http://www.mentalhealth.org.uk warnt davor, dass Menschen, die durch Isolation mit ihren finanziellen Problemen fertig werden wollen, ihre psychische Gesundheit gefährden. Eine Befragung unter 2.000 britischen Erwachsenen hat ergeben, dass ein Drittel von ihnen aufgrund eingeschränkter finanzieller Mittel weniger mit Freunden weggeht. Die Wohltätigkeitsorganisation erklärte, dass die jüngere Generation derzeit erstmals einem derartigen finanziellen Stress ausgesetzt sein dürfte. Sie fordert die Betroffenen auf, sich für kostengünstigere Aktivitäten zu entscheiden aber sie auf keinen Fall ganz einzustellen.
Die Umfrage zeigte, dass acht von zehn Menschen sich Sorgen über die Auswirkungen ihrer derzeitigen finanziellen Situation machen. Zwei Drittel gaben an, dass sie ihre Geldsorgen permanent beschäftigen. Fast doppelt so viele Menschen zwischen 18 und 24 Jahren haben laut BBC Geldprobleme wie die Altersgruppe über 55 Jahren. Die Betroffenen versuchen jedoch, das Beste aus der Situation zu machen. Einer von vier Teilnehmern gab an, selbst einen Garten angelegt zu haben. Einer von fünf Betroffenen geht entweder zu Fuß oder fährt mit dem Rad anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis unterwegs zu sein. Zusätzlich werden die Ausgaben für Kleidung, Urlaub und Treibstoff reduziert.
Die Mental Health Foundation geht jedoch davon aus, dass sich die Einschränkung sozialer Aktivitäten nachteilig auswirken kann. Celia Richardson, eine Sprecherin der Organisation, betonte, dass die Rezession sich auf alle Lebensbereiche auszuwirken beginnt. Die Spannbreite reiche dabei von den Lebensmittelpreisen über die Raten für die Kredite. Die aktuelle Studie zeige eindrucksvoll, dass Geldsorgen bei vielen Menschen Stress verursachen. Die Betroffenen passten sich jedoch an die veränderte Situation an. Einige der Veränderungen seien für das psychische Wohlbefinden gut. “Durch geringere Ausgaben können die Menschen sich vor ernsthaften Schulden bewahren, die zu Angstgefühlen und Depressionen führen können.” Das Einkaufen und Geldausgeben müsse durch andere Aktivitäten, die Spaß machen, ersetzt werden. Isolation sei nicht der richtige Weg. Spieleabende mit der Familie und Freunden oder Frisbee-Spielen im Park seien durchaus attraktive Alternativen. (Ende)
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