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Archive für 17.12.2008

“Männer und andere Kleinigkeiten”

Roman von TV-Ärztin Dr. Verena Breitenbach

Leipzig - Partnerschaftskonflikte, Schwangerschaft und Sexualität, das sind die Themen, mit denen Dr. Verena Breitenbach mediale Aufmerksamkeit erlangte. In ihrer gleichnamigen Sendung beantwortete sie zwischen 2002 und 2003 medizinische und psychologische Fragen. Je nach Temperament der Kandidaten und des Publikums ging es dabei mal lebhafter, mal ernster zu. Nach diversen Sachbüchern legt sie nun ihren ersten Roman vor.

In “Männer und andere Kleinigkeiten”, erschienen im Engelsdorfer Verlag, geht es nicht um Entspannungstechniken, Bachblütentherapie und ayurvedische oder homöopathische Heilmethoden. Man merkt es der Autorin an, dass sie Spaß daran hat, mal ganz locker flockig über das Leben der Frau an sich zu schreiben. Ihre Heldin heißt Clara, ist Ende 20, schlank, schön und Redakteurin bei einem Lifestyle-Magazin. Für sie gibt es drei wirklich wichtige Dinge: gut aussehen, den Traummann finden und alles haarklein mit ihrer Freundin Theresa auswerten.

Schmunzeleffekte erzielt die Autorin, wenn sie liebenswerte menschliche Schwächen aufs Korn nimmt. So soll eine Studie ergeben haben, “dass Frauen Liebesfilme dem Sex vorziehen”. Warum? Liebesfilme gehen länger und haben immer ein Happy End. Und wenn Frauen geldausgebend durch eine Stadt bummeln können, sind sie sowieso am glücklichsten. Mit “Besser gut shoppen als schlecht poppen.” bringt sie diese Erkenntnis auf den Punkt. Für Hauptfigur Clara führt der Weg natürlich nicht geradewegs ins Glück. Sie erlebt Gipfelpunkte der Liebe und stürzt in tiefe Gefühlstäler. Eine Rivalin wird zur Freundin, die Chefin tappt in die Honigfalle, aufsteigende Jungärzte sind langweilig und tragen unmodische Krawatten. Nur der schwule Make-up Stylist Georg bleibt von den Liebeswirrungen der Damen unberührt. Unterm Strich bleiben 200 Seiten lockerer Lesespaß für Frauen, die gern mal über sich selbst schmunzeln.

Verena Breitenbach
Männer und andere Kleinigkeiten

ISBN-10: 3-86703-694-2
ISBN-13: 978-3-86703-694-8
1.Auflage 2008_10
Engelsdorfer Verlag
Sprache: deutsch
Taschenbuch, Format: 19×12
200 Seiten

Preis: 11,95 EUR
http://www.engelsdorfer-verlag.de

Supermodels WOW

Teenager im Web: 22 Prozent verschicken Nacktfotos

Achtung Eltern aufgepasst! Wisst ihr was eure Kinder im WEB so machen … ?

Washington - Jüngere Nutzergruppen gehen mit neuen Kommunikationstechnologien wie sozialen Netzwerken im Internet viel zu leichtfertig um. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der US-amerikanischen National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy http://www.thenationalcampaign.org. Die unabhängige Organisation hat im Zuge einer Untersuchung von insgesamt 1.280 Jugendlichen herausgefunden, dass rund 22 Prozent der weiblichen Nutzer im Teenageralter bereits mindestens einmal ein Bild von sich online gestellt haben, das sie in leicht bekleideter oder vollkommen nackter Pose zeigt. Bei den männlichen Teenagern sind es immerhin noch 18 Prozent, die derartige Fotos im Web veröffentlicht haben. Das mangelnde Gefahrenbewusstsein auf Seiten der jungen User sei äußerst bedenklich und berge eine ganze Reihe von Risiken. So könne etwa in den meisten Fällen nicht ausgeschlossen werden, dass derartige Online-Veröffentlichungen zu einem späteren Lebenszeitpunkt einmal negative Folgen für den Betroffenen nach sich ziehen, heißt es in dem Bericht.

“Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen ist sich gar nicht darüber bewusst, welchen Gefahren sie sich durch ihre Aktivitäten im Internet aussetzen”, stellt Irmgard Hainz, Referentin bei der Aktion Jugendschutz der Landesarbeitsstelle Bayern http://www.jugendschutz.de, im Gespräch mit uns fest. Viel zu oft würden jüngere Nutzer unbedacht handeln und alle möglichen persönlichen Informationen im Web preisgeben. “Nacktfotos sind in dieser Hinsicht besonders gefährlich, da sie einmal womöglich unerwünschte Spätfolgen für die Betroffenen nach sich ziehen können. Es ist etwa kein Geheimnis mehr, dass heute viele Personalchefs bei der Jobvergabe vorab im Internet zu einem potenziellen Kandidaten recherchieren”, merkt Hainz an. Ein auftauchendes Nacktfoto sei in diesem Zusammenhang sicherlich kein Pluspunkt auf der Karriereleiter.

“Mangelndes Gefahrenbewusstsein ist ein Problem, das wir generell beim Umgang der Jugend mit neuen Medientechnologien feststellen”, erklärt Hainz. Um dieses zu schärfen, sollten Kinder bereits so früh wie möglich über die entsprechenden Gefahren aufgeklärt werden. “Sie müssen klar darüber Bescheid wissen, dass einmal online gestellte Inhalte später nicht wieder beliebig gelöscht werden können”, erläutert Hainz. In dieser Hinsicht seien sowohl die Betroffenen selbst als auch die Eltern sowie die Bildungseinrichtungen gefordert. “Die meisten Eltern wissen gar nicht darüber Bescheid, was ihre Sprösslinge im Netz überhaupt tun. Hier besteht noch einiges an Aufholbedarf”, betont Hainz. Aber auch auf Seiten der Internetanbieter seien einige Verbesserungen notwendig. “Natürlich haben die Anbieter ein hohes Interesse daran, dass ihre Plattformen im Netz möglichst gut besucht sind. Gleichzeitig müssen sie aber sicherstellen, dass ungeeignete Inhalte auf ihren Webseiten für Minderjährige nicht zugänglich sind”, so Hainz abschließend. (Ende)

Biologen entdecken neue Beteiligte der Zellteilung

Schritt zur Unterbindung der Teilung von Krebszellen

Oregon - Einen bisher unbekannten Mechanismus entdeckten Biologen, als sie die Zellteilung (Zytokinese) eines Fadenwurms untersuchten. Um die Mutterzelle genau im richtigen Moment einzuklemmen und dadurch die Teilung in zwei identische Tochterzellen zu bewirken, sind dünne Zellfäden entscheidend beteiligt, die sogenannten Actin- und Myosin-Filamente. Deren Aktivität wird von Proteinen bestimmt, die Signalmechanismen zur Erzeugung von linearen und verzweigten Mikrofilamenten auf der Innenseite der Oberfläche der sich teilenden Zelle auslösen. Die Steuerung der Produktion verzweigter Mikrofilamente macht die Membran dehnbarer und erlaubt ihr, die Zelle besser nach innen zu drücken, damit sich ihre Trennung vollziehen kann. Diese Entdeckung des Instituts für Molekularbiologie an der Universität Oregon http://www.molbio.uoregon.edu wurde heute, Freitag, im Fachjournal “Science” veröffentlicht.

Das Embryo des Fadenwurms, dessen Zellteilung untersucht wurde, dient vielen genetischen Forschungen als Grundlage für die Erforschung auch menschlicher Gene, die ähnlich funktionieren. Laut den US-Biologen liefere die Entdeckung einen wichtigen Beitrag für die feinere Abstimmung von Anti-Krebs-Therapien. “Es können auch neue Anforderungen für Medikamente bestimmt werden, die die Teilung von Krebszellen unterbinden”, sagt Forschungsleiter Bruce Bowerman.

Auf einige der in der Untersuchung entdeckten Proteine zielten bereits bestimmte Krebsmedikamente ab. Nun könne man jedoch besser untersuchen und verstehen, wie die Stabilisierung der Mikrofilamente durch Proteine bei der Zellteilung funktioniert. “Man kann auch erkennen, wie andere Proteine sich verhalten, um die Steife einer Zellmembran zu verändern, damit sie die für die Zellteilung und Vermehrung notwendige Formveränderung durchlaufen kann”, so Bowerman abschließend. (Ende)

ZARO

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