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Archive für 24.3.2009

Nanotechnologie ermöglicht gezielte Zerstörung von Krebszellen

Gene werden in Nanopartikel gehüllt eingeschleust

London - Wissenschaftler der School of Pharmacy http://www.pharmacy.ac.uk haben erstmals Nanotechnologie für die Zerstörung von Krebszellen mittels einer sehr zielgerichteten Einheit von den Tumor zerstörenden Genen eingesetzt. Dieses Verfahren, das die gesunden Zellen nicht beeinträchtigt, könnte Hoffnung für schwer behandelbare Krebspatienten bedeuten, die nicht operiert werden können. Bisher wurden Tests nur an Mäusen durchgeführt. Das Team um Andreas Schatzlein hofft jedoch innerhalb von zwei Jahren auch Tests mit Patienten durchführen zu können. Details der Studie wurden online in dem Fachmagazin Cancer Research http://cancerres.aacrjournals.org veröffentlicht.

Die Gene wurden in mikroskopischen Nanopartikel gehüllt, die 80.000 Mal kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Sie wurden von den Krebszellen aber nicht von den benachbarten gesunden Zellen aufgenommen. Im Inneren der Zellen stimulierten die Gene die Produktion eines Proteins, das den Krebs zerstört. Nützlich könnte das neue Verfahren vor allem bei Krebserkrankungen sein, die aufgrund ihrer Nähe zu lebenswichtigen Organen nicht operiert werden können. Die Behandlung von Krebserkrankungen, die sich ausgebreitet haben, sollte laut den Wissenschaftlern eines Tages auch möglich werden.

Schatzlein erklärte, dass die Gentherapie über ein großes Potenzial für sichere und wirksame Verfahren zur Krebsbehandlung verfüge. Das Einbringen der Gene in die Krebszellen bleibe jedoch eine der großen Herausforderungen dieses Bereichs. Jetzt sei es erstmals gelungen mit Nanopartikeln auf Tumore derart selektiv abzuzielen. “Sind die Gene erst einmal im Inneren der Zelle erkennen sie die kanzeröse Umgebung und werden aktiv. Es kommt zu toxische Reaktionen, die allerdings nur die entscheidenden Zellen angreifen.” Bei der traditionellen Chemotherapie werden Zellen in bestimmten Bereichen ohne Unterscheidung abgetötet. Die Folge sind Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Haarausfall oder Übelkeit. (Ende)

Energieschmuck

Enzym für Metastasenbildung identifiziert

LOX bereitet neue Krankheitsherde für Krebs vor

London - Wissenschaftler des Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk haben mit Lysyl Oxidase (LOX) ein Enzym identifiziert, das Krebs bei der Ausbreitung im Körper unterstützt. Metastasen sind für rund 90 Prozent aller Krebstoten verantwortlich. Laut der in Cancer Cell http://www.cell.com/cancer-cell veröffentlichten Studie spielt LOX bei der Bildung von Metastasen eine entscheidende Rolle. Medikamente, die die Aktivität dieses Enzyms kontrollieren, sollten auch den Verlauf einer Krebserkrankung beeinflussen können. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf Brustkrebs bei Mäusen. Sie sind jedoch zuversichtlich, dass ihre Forschungsergebnisse auch bei Menschen mit anderen Krebserkrankungen Gültigkeit haben werden.

Die Funktion von LOX beruht auf der Aussendung von Signalen in neue Bereiche des Körpers. Ziel ist die Vorbereitung eines neuen Krankheitsherdes. Ohne diese Vorbereitung wäre das neue Umfeld für das Krebswachstum zu feindlich. Die leitende Wissenschaftlerin Janine Erler beschrieb diese Entdeckung als das entscheidende bisher fehlende Stück im Puzzle. Erstmals sei ein Schlüsselenzym identifiziert worden, das direkt für die Ausbreitung von Krebs mitverantwortlich ist. “Wenn wir die Fähigkeit des Körpers, neue Verbreitungsmöglichkeiten für Krebs zu schaffen, unterbinden können, dann kann auch eine Metastasenbildung verhindert werden.”

Erler betonte, dass Metastasen sehr schwer zu behandeln seien und diese neue Entdeckung wirklich Anlass zur Hoffnung auf Medikamente gebe, die die Ausbreitung der Krankheit verhindern können. Julie Sharp von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org erklärte laut BBC, dass mehr Wissen über die Ausbreitung von Krebs entscheidend für die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten sei. In einem nächsten Schritt müsse erforscht werden, wie das LOX-Protein deaktiviert werden kann. (Ende)

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