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Archive für 31.3.2009
Hotelpreise weltweit bis zu zwölf Prozent gefallen
31.3.2009 von zaro.
Moskau bleibt teuerste Stadt der Welt, Schweiz teuerstes Land Europas
London/Berlin (pte/24.03.2009/13:06) - Laut dem jüngsten Hotel Price Index (HPI) von Hotels.com http://www.hotels.com ist der durchschnittliche Preis für ein Hotelzimmer im Vergleich zum Vorjahr deutlich gefallen. Am stärksten war Nordamerika von dieser Entwicklung betroffen. Dort sind die Preise innerhalb des vierten Quartals 2008 im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent gefallen. In Europa gaben die Preise innerhalb des gleichen Zeitraums um zehn Prozent nach, in der Karibik um sieben Prozent. In Asien blieben die Preise nahezu unverändert und gaben nur um zwei Prozent nach.
“Der HPI von Hotels.com gibt Aufschluss über den tatsächlich bezahlten Preis für ein Hotelzimmer, und stützt sich nicht auf ausgewiesene Zimmerpreise”, so Mirko Behnert, Head of Strategy Hotels.com gegenüber Robert Zach von ZAROnews. Somit baue der Index auf tatsächlich von Gästen bezahlten Preisen in 68.000 Hotels an 12.500 verschiedenen Orten der Welt auf. “Der aktuelle HPI berücksichtigt Hotelpreise innerhalb des Zeitraums von Oktober bis Dezember 2008 und stellt diese Vorjahreswerten gegenüber, die während des identischen Zeitraums zusammengetragen wurden.”
“Wir haben festgestellt, dass sich die Hotellerie weltweit in den letzten drei Monaten des Jahres etwas einfallen lassen musste, um die Auslastung in ihren Häusern auch in Zeiten der wirtschaftlich angespannten Situation möglichst hoch zu halten”, so Behnert. “Deshalb zeigte sich eine weltweite Reduktion um zwölf Prozent. Das ist eine sehr gute Entwicklung für den Verbraucher.” Besonders stark hat die Preisreduktion Großbritannien getroffen. “Vor allem Reisende aus der Eurozone profitierten von den starken Preisrückgängen im vierten Quartal 2008. Innerhalb Europas konnten sie aufgrund des Konjunktureinbruchs und des schwachen Pfunds vor allem in Großbritannien echte Hotelschnäppchen machen”, so Behnert. Die Hotelpreise sind in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf durchschnittliche 116 Euro pro Zimmer und Nacht gesunken. Ähnlich stark war der Rückgang in Norwegen und Irland. Hier gingen die Hotelpreise um 18 Prozent beziehungsweise 17 Prozent zurück. Die Schweiz ist das einzige Land Europas, in dem die Übernachtungskosten um sieben Prozent gestiegen sind. Mit 144 Euro pro Zimmer und Nacht sicherten sich die Eidgenossen während des Untersuchungszeitraums den Rang eins als teuerstes Reiseziel Europas und überholten dabei Norwegen.
“Moskau war auch im vergangenen Jahr die teuerste Destination weltweit. Aber auch im Mittleren Osten war das Preisniveau zwischen Oktober und Dezember 2008 vergleichsweise hoch, wie in Abu Dhabi, Dubai oder Kairo. Die Destinationen zogen vor allem europäische Reisende an, die dem kalt-grauen Winter entfliehen wollten”, erklärt Behnert. Durchschnittlich kostete ein Zimmer in Moskau pro Nacht 231 Euro. Den zweiten Platz belegte Abu Dhabi mit 224 Euro und dem gleichzeitig höchsten Preisanstieg von 24 Prozent, gefolgt von Dubai mit 202 Euro (Preisrückgang von fünf Prozent).
Das sinkende Preisniveau in den USA und in Kanada ist nach Ansicht von Behnert auf die verringerte US-Binnennachfrage sowie den Bedarfsrückgang europäischer Reisender zurückzuführen. Las Vegas musste mit minus 30 Prozent die stärkste Preissenkung hinnehmen. Gründe dafür liegen im Einbruch der US-Konjunktur sowie den Ausfällen im Tagungs- und Konferenzgeschäft, das als Stützpfeiler der Hotelbranche im Spielerparadies gilt. Auch in New York, Chicago und Boston fielen die Übernachtungsraten um 16 beziehungsweise neun Prozent. Deutliche Spuren hat die Wirtschaftskrise auch in Island hinterlassen: In Reykjavik nächtigte man zwischen Oktober und Dezember 2008 am günstigsten. Der Hotelzimmerpreis in der nördlichsten Hauptstadt Europas ist um 27 Prozent auf 68 Euro pro Nacht im Schnitt gesunken. (Ende)
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Schlüsselmechanismus für Ausbruch von Multipler Sklerose entdeckt
31.3.2009 von zaro.
Nervenentzündung geht vom Plexus Choroideus aus
Bellinzona/Bern - Ein Forscherteam des Institute for Research in Biomedicine (IRB) in Bellinzona http://www.irb.unisi.ch und dem Theodor Kocher Institut der Universität Bern http://www.tki.unibe.ch sowie der Neuroimmunologie-Abteilung der Universität Genua hat einen Schlüsselmechanismus entdeckt, der den Ausbruch von Multipler Sklerose (MS) im Tiermodell erklärt. Eine wesentliche Rolle spielt demnach das Molekül CCR6. Die Wissenschaftler berichten in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins Nature Immunology über ihre Entdeckungen.
Die Forscher um die Immunologin Federica Sallusto vom IRB haben das Molekül CCR6 auf den krank machenden T-Zellen als entscheidend für die Auslösung der Gehirnentzündung entschlüsselt. Bei der Multiplen Sklerose greifen die T-Zellen des Immunsystems, die normalerweise den Körper gegen Krankheitserreger schützen, das zentrale Nervensystem an indem sie die Myelin-Schicht zerstören. Die Wissenschaftler haben nun entdeckt, dass das Molekül CCR6 der “Schlüssel” ist, mit dem die T-Zellen über eine spezielle Struktur des Gehirns - den sogenannten Plexus Choroideus - in die Flüssigkeitsräume des Gehirns vordringen können. Der Plexus Choroideus ist ein Aderngeflecht, in dem die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit gebildet wird. Die T-Zellen gelangen anschließend in die Hirnrinde, wo sie die Blut-Hirn-Schranke für im Blutkreislauf zirkulierende Immunzellen öffnen. “Wenn diese Pionier-Zellen einmal im zentralen Nervensystem angelangt sind, ebnen sie anderen entzündlichen Zellen den Weg - und die Krankheit nimmt ihren Verlauf”, so Sallusto. Interessant sei, dass beim Fehlen dieser Pionier-Zellen’, die Krankheit nicht ausbricht.
Nach Meinung von Britta Engelhardt, Professorin am Theodor Kocher Institut der Universität Bern war es bislang nicht klar, dass eine Entzündung im zentralen Nervensystems vom Plexus Choroideus ausgehen kann. “Dieser neue Weg der T-Zelleinwanderung in das zentrale Nervensystem passt jedoch zum Muster der frühen Schädigungen, wie man sie im Tiermodell und bei der MS sieht”, erklärt Engelhardt. Wie der Neurologe Antonio Uccelli von der Universität Genua betont, lege dies den Schluss nahe, dass dieser Zellwanderungs-Mechanismus auch beim Menschen wirke. CCR6 sei daher ein Zielmolekül für die Entwicklung einer neuen MS-Therapie.
MS ist eine der häufigsten Ursachen von neurologischen Behinderungen und tritt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Etwa eine von 1.000 Personen ist davon betroffen. Bei gesunden Menschen werden Nervensignale über das zentrale Nervensystem übermittelt. Dazu bedarf es einer intakten Nerven-Schutzschicht. Die Zerstörung der Myelin-Schicht führt zu einer dauerhaften Schädigung der Nervenzellen. Daraus entstehen dann nach einiger Zeit bleibende Behinderungen.
Die Studie wurde vom Schweizerischen Nationalfonds, dem 6. EU-Rahmenprogramm, der National MS Society (USA), der Schweizerischen MS-Gesellschaft sowie der Italienischen MS-Stiftung unterstützt. Die Untersuchungen wurden bei der so genannten experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE) - dem Tiermodell für die MS - gemacht. (Ende)
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Modern Times: Zu wenig Zeit für die Liebe
31.3.2009 von zaro.
Aktuelle Studie zeigt Defizite bei männlichen Singles auf
Wien - Drei Viertel aller männlichen Singles wünschen sich nach einer aktuellen Parship-Studie http://www.parship.at zwar eine Partnerin. Viele von ihnen werden allerdings beruflich so stark beansprucht, dass für Partnersuche kaum noch Zeit bleibt. Der Ausweg sei für viele daher die Suche nach dem passenden Partner im Internet, so Parship-Psychologin Caroline Erb im ZAROnews-Interview. Ab 30 werde das Umfeld immer kleiner und damit schwinden die Chancen auf das Kennenlernen eines neuen Partners deutlich.
“Mit 41,5 Wochenstunden Arbeit sind die männlichen Österreicher überdurchschnittlich ambitioniert”, so Erb. Fragt man Menschen was für sie persönliches Glück bedeute, werde in einem Atemzug Gesundheit, Partnerschaft und Liebe sowie Erfüllung in der Arbeit genannt. “25 Prozent der Befragten haben angegeben, dass der Beruf Vorrang vor dem Privaten hat”, erklärt die Psychologin. Das reduziere aber damit auch die Chance eine neue Partnerin zu finden, denn von nichts komme auch nichts. “Männer neigen dazu, ihre sozialen Kontakte neben dem Beruf eher zu vernachlässigen”, meint die Expertin, die zudem anfügt, dass es wesentlich sei, sich mehr Zeit für emotionale Bedürfnisse zu nehmen.
Workoholics haben nicht nur weniger Zeit für die Partnersuche, sondern bewegen sich häufig im gleichen Bekanntenkreis. “Das beschränkt sich oft auf Arbeitskollegen und auf Bekannte im Fitness-Center”, meint die Expertin. “Außerdem wirkt das ständige Reden über den Beruf und die damit verbundenen Themen oder das dauernde Läuten des Handys nicht gerade anziehend auf zukünftige Partnerinnen”, so Erb. Männer sollten lernen abzuschalten und das Leben genießen. Der Parship-Untersuchung zufolge geben nur 17 Prozent der weiblichen Singles dem Beruf Vorrang vor dem Privatleben. In diesem Zusammenhang erscheine es paradox, dass “wahres Glück” nur von einem Prozent der Frauen und zwei Prozent der Männer mit beruflichem Erfolg assoziiert werde.
Dass der Partnerwunsch dennoch auf der Wunschliste ganz oben steht, habe die Studie offensichtlich gemacht. Etwas mehr als die Hälfte der Männer wünsche sich eine langfristige Beziehung oder Ehe. 22 Prozent streben eher eine unverbindliche Beziehung oder einen Flirt an. “Die Tendenz zur Partnersuche im Internet ist deutlich steigend”, so Erb. Die Chance im Web jemanden passenden zu finden, sei ungleich größer. “Mit 20 Jahren sind viele noch sehr aktiv im Nachtleben und Entertainment, doch mit zunehmendem Alter nimmt dies ab.” In der “Rush Hour des Lebens” werden wichtige grundlegende Grundsteine wie etwa die Wahl des Wohnplatzes, die Wahl des Jobs und der Frage nach Kindern gestellt. “In jeglicher Hinsicht spielt der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle”, meint Erb. “Etwa 18 Prozent aller webaktiven Männer haben ihre bisherige Partnerin im Internet kennen gelernt.”
Bei der Wahl des Partners sei es sehr wichtig, die jeweiligen Ansprüche des Partners und seine eigenen zu klären. “Es ist immer besser mit offenen Karten zu spielen”, rät die Psychologin. Etwa bei der Frage der Nähe oder der Wahl gemeinsamer Freizeitaktivitäten sei es günstig, wenn zwei Partner ähnliche Bedürfnisse haben. “Man sollte einer zukünftigen Partnerin reinen Wein einschenken und sie sowohl über die Bedürfnisse als auch über den beruflichen Einsatz in Kenntnis setzen”, erklärt die Psychologin. Generell sollten Männer mehr auf eine ausgewogene Work-Life-Balance Wert legen, meint Erb abschließend im ZAROnews-Interview. (Ende)
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