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Archive für 15.9.2009

Babys verstehen die Hundesprache

Erstes Lernen geschieht über Emotionen

Salt Lake City - Babys können die Bedeutung von unterschiedlichem Hundebellen bereits unterscheiden, auch wenn sie zuvor noch keinem Hund begegnet sind. Das haben Forscher der Brigham Young University http://www.byu.edu in einem Experiment gezeigt. Bereits mit sechs Monaten schaffen es die Kleinen, Geräusche eines verärgerten Knurrens und eines freundlichen Kläffens nicht nur zu unterscheiden, sondern auch Fotos von Hunden mit drohender und freundlicher Körpersprache zuzuordnen. Veröffentlicht wurden diese Ergebnisse in der Fachzeitschrift Developmental Psychology.

Den jungen Versuchspersonen zeigte man zuerst zwei verschiedenen Fotos desselben Hundes, einmal in aggressiver, dann in freundlicher Körperhaltung. Im Anschluss spielten die Forscher dann ein Tonbeispiel vor, das zufällig entweder ein freundliches oder ein aggressives Bellen beinhaltete. Lerneffekte sollten durch den nur einmaligen Durchgang minimiert werden. Während der Tonbeispiele starrten die sechsmonatigen Babys die meiste Zeit auf das richtige Bild. Je älter die Babys waren, desto eher wurde die entsprechende Abbildung bereits beim ersten Blick erfasst.

Aufschluss gibt dieses Wissen über die schnellen Lernprozesse von Babys. Lange bevor sie eine Sprache entwickeln, erkennen sie Tonfälle ihrer Umgebung bereits und antworten auf sie. “Die Emotionen gehören zu den ersten Dingen, die Babys in ihrer sozialen Welt aufnehmen”, so die Psychologin und Studienleiterin Ross Flom. Die Wahl der Demonstrationsbeispiele sei auf Hunde gefallen, da diese sehr kommunikative Lebewesen seien, was sowohl die Körperhaltung als auch die Lautäußerung betrifft. (Ende)

Giftfrei Trinken

Antikörper töten Krebszellen auch direkt

Neuer Ansatz verspricht wirksamere Krebs-Behandlung

Manchester/Southampton - Wissenschaftler der Universitäten Manchester http://www.manchester.ac.uk und Southampton http://www.soton.ac.uk haben einen neuen Weg gefunden, Krebszellen zu zerstören. Damit steigt die Hoffnung auf hoch wirksame neue Behandlungsansätze. Der Einsatz von Antikörpern war bisher eine Erfolgsgeschichte. Die letzte Entdeckung verspricht, diesen Ansatz noch wirksamer zu machen. Antikörper mobilisieren bekanntermaßen das Immunsystem, damit es Krebszellen angreift und zerstört. Jetzt hat sich herausgestellt, dass sie die Krebszellen auch selbst direkt abtöten können. Details der Studie wurden im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht.

Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass sich Antikörper an Krebszellen anbinden und sie für die Krankheit bekämpfenden Zellen des Immunsystems zur Zerstörung markieren können. Basierend auf dieser Erkenntnis wurde in den letzten zehn Jahre eine ganze Reihe von Behandlungsansätzen entwickelt. Für die aktuelle Studie wurden Leukämie- und Lymphom-Zellen analysiert. Es zeigte sich, dass die Antikörper die Krebszellen auch sehr viel direkter zerstören können. Bindet sich ein Antikörper an eine Krebszelle an, kann er kleine säuregefüllte Beutel, so genannte Lysosome, im Inneren der Zelle zum Anschwellen und Platzen bringen. So wird ihr tödlicher Inhalt freigesetzt und die Zelle abgetötet.

Der leitende Wissenschaftler Mark Cragg erklärte, dass diese neuen Forschungsergebnisse von großer Bedeutung seien, da sie den Weg zur Entwicklung von Antikörpern öffneten, die den Zelltod auslösen können und in der Folge neue Behandlungsmöglichkeiten auch für andere Krebsformen schaffen sollten. Experten wie Mark Matfield von der Association for International Cancer Research http://www.aicr.org.uk bestätigten, dass es sich bei der aktuellen Studie um einen entscheidenden Fortschritt in der Krebsforschung handle. (Ende)

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