Sie befinden sich aktuell in den ZARO news Blog-Archiven für den folgenden Tag 17.9.2009.
- Allgemein (1290)
- Beziehung (260)
- Fachpublikation (472)
- Familie (320)
- Gesundheitstipps (193)
- Kunst+Kultur (47)
- Marketing (114)
- Medizin (497)
- Natur-Bio (431)
- Politik (149)
- PR (495)
- Pressebericht (886)
- Sonstiges (397)
- Spirituell (151)
- Wirtschaft (274)
- 10.2.2012: "Zeit ist Geld"-Denken macht unzufrieden
- 7.2.2012: Schule ist beste Medizin für Flüchtlinge
- 7.2.2012: Schwerer Vitamin-D-Mangel bei Senioren
- 7.2.2012: Diabetes vervierfacht Risiko von Geburtsfehlern
- 6.2.2012: Trauma kann Leben positiv verändern
- 6.2.2012: Hungerkrise klopft in Westafrika an
- 6.2.2012: Stillen schützt vor Asthma
- 6.2.2012: Multitasking fördert soziale Störungen
- 2.2.2012: Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen
- 1.2.2012: Alle Brustimplantate bergen Risiko
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
Archive für 17.9.2009
Gene beeinflussen Placebo-Wirkung
17.9.2009 von zaro.
Unterschiedliche Reaktion auf Placebo-Medikamente erklärbar
Los Angeles - Die Gene eines Menschen bestimmen, wie gut Placebos bei ihm wirken. Das haben Hirnforscher um Andrew Leuchter am Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior http://www.semel.ucla.edu herausgefunden und im Journal of Clinical Psychopharmacology publiziert. Placebos funktionieren demnach, indem sie das Belohnungssystem des Gehirns stimulieren. Dabei setzen sie sogenannte Monoamine- Neurotransmittoren frei, zu denen die Wohlfühl-Hormone Dopamin und Noradrenalin gehören. Da diese chemischen Signale von Genen kontrolliert werden, könnten die genetischen Unterschiede zwischen Menschen wesentlichen Einfluss auf die Reaktion auf Placebos haben, schließen die Forscher.
Von einem “Placebo” spricht man, wenn ein Medikament statt dem vermeintlichen Wirkstoff nur Zucker enthält. Nützlich sind Placebos vor allem für Tests neuer Arzneien, die zum Vergleich stets eine “nicht erfolgte Behandlung” erfordern. Bei manchen Menschen funktioniert die Placebo-Behandlung allerdings fast genauso gut wie das echte Medikament, während dies bei anderen nicht der Fall ist. Ungeklärt war bisher, warum dieser Unterschied besteht, man hatte stets eine Verbindung biologischer und psychologischer Faktoren vermutet. Genetische Ursachen liefern jetzt eine neue Erklärung für diesen Effekt. Leuchter und sein Team entdeckten, dass bestimmte Gene, die im Gehirn für Belohnungseffekte zuständig sind, die Reaktion eines Menschen auf Placebos bestimmen.
Dazu untersuchten die Forscher die Blutproben von 84 Menschen, die an typischen Depressionen litten, da bei dieser Krankheit die Placebowirkung gewöhnlich besonders stark ausgeprägt ist. 32 hatten ein Medikament erhalten, 52 ein Placebo. Die Forscher untersuchten die Unterschiede der Gene, die für die Steuerung zweier Monoamine-Enzyme - bezeichnet als Catechol-O-Methyltransferase (COMT) und Monoaminoxidase (MAO-A) - zuständig sind. Bei Personen mit der höchsten MAO-A-Aktivität war der Placebo-Effekt deutlich geringer als bei anderen Genotypen. Beim COMT-Enzym war das Verhältnis genau umgekehrt. “An Major-Depression Leidende mit spezifischen MAO-A und COMT-Genotypen dürften biologisch im Vorteil oder Nachteil sein, was ihre Reaktion auf Placebos betrifft”, so Leuchter.
Leuchter bezeichnet diese Erkenntnis als “nicht alleinige Erklärung für die Placebo-Wirkung, da mehrere biologische und psycholsoziale Faktoren beteiligt sind”. Man könnte jedoch künftig den Einfluss des Genotyps beim Design klinischer Studien berücksichtigen, um so Arzneitests höhere Aussagekraft zu verleihen. (Ende)
Geschrieben in Pressebericht, Sonstiges, Fachpublikation, Medizin, Spirituell, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »