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Archive für 1.10.2009
Optimistische Frauen leben länger
1.10.2009 von zaro.
Anhaltende Negativität erhöht Risiko einer Herzerkrankung deutlich
Pittsburgh - Wissenschaftler der University of Pittsburgh http://www.pitt.edu haben nachgewiesen, dass optimistische Frauen über ein geringeres Risiko einer Herzerkrankung sowie ein geringeres Sterberisiko verfügen. Die aktuelle Untersuchung bestätigt die Arbeit holländischer Forscher, die zeigten, dass Optimismus das Herzrisiko bei Männern verringert. Die Analyse der Daten von fast 100.000 Frauen ergab nun, dass weibliche Pessimisten über einen höheren Blutdruck und höhere Cholesterinwerte verfügen. Auch als diese Risikofaktoren berücksichtigt wurden, hatte nur eine Veränderung der inneren Haltung einen direkten Einfluss auf die Risiken. Details wurden im Fachmagazin Circulation veröffentlicht.
Optimistische Frauen verfügten über ein um neun Prozent geringeres Risiko, an einem Herzleiden zu erkranken und ein 14 Prozent geringeres Risiko, in den acht Jahren der Laufzeit der Studie an einer anderen Todesursache zu sterben. Zynische Frauen, die feindselige Gedanken gegenüber anderen hegten oder allgemein misstrauisch waren, hatten ein 16 Prozent höheres Risiko, im gleichen Zeitraum zu sterben. Eine mögliche Erklärung ist laut BBC, dass Optimisten besser mit Ungemach umgehen können und daher zum Beispiel auch bei einer Erkrankung besser für sich sorgen.
Die optimistischen Teilnehmerinnen trieben zusätzlich mehr Sport und waren schlanker. Die leitende Wissenschaftlerin Hilary Tindle betonte, dass alle gesammelten Daten darauf hinwiesen, dass eine anhaltende und hohe Negativität die Gesundheit gefährdet. Eine Sprecherin der British Heart Foundation http://www.bhf.org.uk wies darauf hin, dass es bekannt sei, dass ablehnende Gefühle im Körper bestimmte Chemikalien freisetzen, die das Risiko einer Herzerkrankung erhöhen können. Derzeit sei jedoch nicht vollständig erforscht wie und warum es dazu kommt. Eine negative innere Haltung könne mit ungesunden Verhaltensmustern wie Rauchen oder schlechter Ernährung einher gehen, die die Gesundheit des Herzen ebenfalls nachteilig beeinflussten. (Ende)
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Menschen zerstören Meere mit voller Kraft
1.10.2009 von zaro.
Mehrfach-Faktoren wirken sich verheerend auf Artenvielfalt aus
Washington DC/München - Der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß greift massiv in die biologischen Kreisläufe der Meere ein. Die Veränderungen reichen von den Genen bis hin zu ganzen Ökosystemen wie etwa der Tiefsee. “Das Dramatische an der Tatsache ist, dass damit die Nahrungssicherheit der Menschen aus den Weltmeeren gefährdet ist”, warnen Mike Kingsford vom ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies http://www.coralcoe.org.au und Andrew Brierley von der schottischen St. Andrews University http://www.st-andrews.ac.uk.
Die Veränderungen sind in einigen Fällen nicht vorhersehbar. Zudem verlaufen die Wechsel sehr schnell, schreiben die beiden Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Current Biology. Fischbestände verändern ihr Habitat, neue Arten kommen, andere sterben aus und Invasoren ziehen in fremde Lebensräume. “In der Vergangenheit waren die Grenzen zwischen geologischen Perioden durch eine plötzliche Welle von aussterbenden Arten gekennzeichnet. Heute kommen wir in eine neue Ära, in der Klimawandel und andere vom Menschen verursachte Faktoren wie Überfischung zu den größten Bedrohungen der Ozeane gehören”, so die Autoren. Sie weisen erneut darauf hin, dass die Weltmeere einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit der Erde leisten. “Es ist daher von großer Eile, dass wir sofort eingreifen, ehe es noch zu weiteren massiven Veränderungen, die wir etwa von den Regenwäldern kennen, kommt.”
Die Versauerung der Ozeane durch höhere CO2-Werte zerstört viele Lebewesen wie etwa Plankton, Muscheln, Schnecken und Korallen. Zudem kommt noch eine Verringerung des Sauerstoffgehalts, die auch zur Ausdehnung so genannter Todeszonen in Meeren führt. Das habe wesentliche Auswirkungen auf die produktivsten Fischgewässer in den kühleren Meeresgebieten. Die Meere tragen weltweit zu einem Sechstel der gesamten Proteinversorgung der Menschen bei. Jegliche Verluste wirken sich unmittelbar auf die Ernährungssituation aus. Weitere Bedrohungen der Weltmeere sind die Verunreinigungen durch toxische Abwässer, Müll, einer stärkeren UV-Einstrahlung, Bioinvasoren und Krankheiten. Viele der Meereslebewesen halten den Mehrfach-Stress durch diese Faktoren kaum aus und werden massiv geschwächt. “In Anbetracht dieser großräumigen Veränderungen, sind selbst großangelegte Netzwerke mariner Schutzzonen kaum ein adäquates Mittel um die Zerstörung aufzuhalten”, kommen die Autoren zum Schluss.
“Im Endeffekt fasst dieser Alarm-Artikel eine ganze Reihe von bekannten Studien zusammen und formuliert einen dringenden Appell zur sofortigen Reduktion der Emission von Treibhausgasen, insbesondere CO2″, so der Korallenexperte Christian Wild von der Universität München http://www.palmuc.de/core/ gegenüber zaronews. Es werde deutlich gemacht, dass die extreme Klimaveränderung, die wir im Moment erleben, schneller abläuft als bisher aus der Erdgeschichte bekannt. Aktuelle CO2 Emissionen liegen über denen des negativsten IPCC Szenarios. “In drastischer Sprache werden die katastrophalen Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme beschrieben, neben der Erwärmung und Ansäuerung auch insbesondere die begleitende zunehmende Sauerstoffarmut in den Weltmeeren mit ihren Konsequenzen”, meint Wild. Es sei interessant, dass die Autoren davon ausgehen, dass auch die Einrichtung von großen und zusammenhängenden Meeresschutzgebieten, wie sie von vielen Experten gefordert wird, keinen effektiven Schutz für marine Lebensräume bietet. Wild gibt den Autoren Recht, dass man alles unternehmen müsse, um die CO2-Emissionen sofort drastisch zu minimieren. “Dazu kann jeder von uns beitragen durch individuelle Verhaltensänderungen, aber auch durch seine Entscheidung am Wahltag.” Darüber hinaus sei die Schaffung von Netzwerken aus Schutzgebieten aber ein erwiesenermaßen wichtiges Werkzeug, um marine Lebensräume zu stärken, so dass sie sich besser von durch den Klimawandel erzeugten Schädigungen (z.B. Korallenbleichen) erholen können. Das wird dazu führen, die von den Autoren betonte Degenerierung mariner Lebensräume zu verlangsamen.
“Effektiver Schutz von zum Beispiel Korallenriffen gegen lokale Stressfaktoren wie Überdüngung und Überfischung kann, wie auch unsere eigene Forschung andeutet, verhindern, dass es zu einem Überwuchs von gebleichten Korallen durch Algen kommt.” Dies sei die Grundvoraussetzung für eine Erholung der Korallen nach einer durch hohe Wassertemperaturen ausgelösten Massenbleiche. “Meiner Meinung nach ist es also wichtig, beide Maßnahmen, eine rigorose Verringerung der CO2-Emissionen sowie eine Verbesserung und Ausweitung des Schutzes mariner Lebensräume, gemeinsam und gleichzeitig anzugehen”, so Wild abschließend gegenüber uns. (Ende)
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Bauern und Prostituierte genießen höchste Glaubwürdigkeit
1.10.2009 von zaro.
Chinesische Studie: Beamte und Regierungsmitglieder schneiden schlecht ab
Peking - Mehr als 3.000 Chinesen wurden für das Magazin Xiaokang nach der Glaubwürdigkeit von Menschen in verschiedenen Berufsgruppen befragt. Am glaubwürdigsten waren demnach Bauern, Prostituierte, Geistliche, Soldaten und Studenten. Am schlechtesten schnitten Immobilien- und Grundstückserschließungsmakler, Sekretäre, Agenten, Entertainer und Direktoren ab. Ihnen trauen die meisten der Befragten nicht. Da Prostitution in China illegal ist, sei das Ergebnis mehr als erschreckend wie China Daily http://www.chinadaily.com.cn berichtet.
Schlecht schnitten zudem auch Wissenschaftler und Lehrer ab. Ihre Glaubwürdigkeit lag aber etwas höher als jene von Parteifunktionären und Politikern. Was wirklich besorgniserregend sei, ist die Tatsache, dass es einen dramatischen Vertrauensverlust bei Regierungsmitgliedern gebe, kommentiert China Daily. Mehr als 91 Prozent der Befragten gaben an, Aussagen von Regierungsmitgliedern mit Vorsicht zu genießen. 2007 waren es nur 79 Prozent. Der tiefe Fall der Glaubwürdigkeit der Politiker sei auf die “Vorkommnisse” der vergangenen Monate zurückzuführen. Dazu zählen etwa Massenproteste in verschiedenen Provinzen, die zu mangelndem Vertrauen gegenüber staatlichen Autoritäten geführt haben. Das gelte vor allem für lokale Regierungen.
Die Faktoren, die zum Bruch geführt haben sind vielfältig und reichen von Protektionismus, wankelmütigen Strategien bis hin zu fehlender Transparenz und dummen Entscheidungen, schreibt das Magazin Xiaokang. All diese Dinge haben mit der Bürokratie und dem mangelnden Respekt vor öffentlichen Interessen zu tun. Das klinge zwar seltsam, da lokale Regierungen geografisch näher am Geschehen sind als die Zentralregierung und eigentlich im Dienste der Bürger stehen sollten. Offensichtlich gehe es allerdings nur darum, dass die lokalen Kader Berichte an die Vorgesetzten liefern und versuchen es ihnen recht zu machen, kritisiert das Magazin. Es wäre an der Zeit etwas dagegen zu unternehmen und den Ruf der Regierung zu verbessern, damit es wieder eine Vertrauensbasis gibt. In einem ersten Schritt müsse man der Entfremdung der lokalen öffentlichen Stellen entgegenwirken und wieder mehr in Richtung zur Wahrung allgemeiner Interessen gehen. (Ende)
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