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Archive für 12.12.2009

Proteinschübe unwirksam für Muskelaufbau

Kleine Eiweißhappen besser als Bodybuilding-Ernährung geeignet

Galveston - Die Einnahme von übergroßen Portionen Eiweiß ist keine gute Taktik für den optimalen Muskelaufbau. Das behaupten Forscher der University of Texas Medical Branch http://www.utmb.edu im “Journal of the American Dietetic Association”. Sie konnten in Tests zeigen, dass der Verzehr von 30 Gramm Eiweiß pro Mahlzeit oder sogar etwas weniger bereits das Optimum für die Muskeln darstellen. Dieses Wissen könnte laut Ansicht der Studienautoren in Ernährungsempfehlungen für erwachsene Sportler als auch bei der Verhinderung des Muskelabbaus bei älteren Menschen zum Einsatz kommen.

Die Wissenschaftler ließen 34 Erwachsene verschiedenen Alters entweder 100 oder 300 Gramm mageres Rindfleisch verzehren, was der Einnahme von 30 bzw. 90 Gramm Proteinen entspricht. Direkt danach untersuchten sie per Bluttest und Oberschenkel-Biopsie, wie sich die Einnahme auf die Synthese der Proteine und in Folge auf den Muskelaufbau auswirkte. Unterschiede fanden sie dabei nicht. “Nur die ersten 30 Gramm Proteine einer Mahlzeit oder weniger erzeugen somit Muskeln”, so Studienleiter Douglas Paddon-Jones.

Mehr Proteine zum Frühstück

Da überschüssige Eiweiße oxidieren und zu Zucker oder Fett umgewandelt werden können, schlagen die Autoren vor, die Nahrungsaufnahme während des Tages anders zu verteilen. “Üblicherweise essen wir sehr wenig Proteine zum Frühstück, einige mehr zu Mittag, jedoch übermäßig viele beim Abendessen im Restaurant”, so Paddon-Jones. Günstiger für Muskelaufbau und Kalorienkontrolle sei es, die Proteinaufnahme schon zeitiger zu beginnen. “Die idealen 30 Gramm können im Frühstück etwa durch ein Ei, ein Glas Milch, Joghurt oder eine Handvoll Nüsse aufgenommen werden. So baut der Körper während des ganzen Tages Muskelproteine auf.” (Ende)
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Der Wahnsinn hat Methode

Wer schön sein will muss leiden?

Wien - “Wahnsinnig schön” - Fünf namhafte Expertinnen diskutieren in ihrem neuen spannenden Buch darüber, wohin der neue Trend zu Schönheitsoperationen führt.

Längst ist die Tendenz, sein Äußeres mittels chirurgischer Maßnahmen einer eigenen oder vorgegebenen Idealvorstellung anzupassen, auch in Europa angekommen. Zwar gehört der Gang zum plastischen Chirurgen noch nicht zum täglichen Leben, allerdings steigt die Zahl rein ästhetisch motivierter Operationen auch hierzulande deutlich an. Doch was ist Schönheit? Wer bestimmt, was schön ist? Ist es moralisch vertretbar, vermeintlichen Makeln mit Skalpell und Spritze entgegen zu treten? Ist es sinnvoll? Und ist operierte gleichgeschaltete Schönheit überhaupt noch schön? - fragt auch Michael Köhlmeier im Vorwort des Buchs “Wahnsinnig schön”.

Schönheit im Wandel der Zeit
Der Wunsch, schön zu sein, beschäftigt die Menschheit von jeher. Doch was ist schön? “Der Begriff von Schönheit ist einem stetigen Wandel unterworfen, so hat jede Kultur und jede Zeit auf diese Frage eine andere Antwort”, erklärt Prim. Univ. Prof. Dr. Maria Deutinger, Vorstandsmitglied der Ö.Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie sowie Leiterin der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie an der Rudolfstiftung Wien. “Schönheit hat viele Gesichter”, so Deutinger weiter. Oft seien Schönheitsideale auch von vermeintlich höheren Instanzen, beispielsweise der obersten Gesellschaftsschicht oder den Medien diktiert. Der Druck “schön” zu sein und vorgegebenen Normen zu entsprechen, ist jedenfalls in unserer Gesellschaft sehr hoch.

Die Macht der Vorbilder
Ein Punkt, den auch aO Univ. Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger, Frauenbeauftragte der Stadt Wien und Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit und die stellvertretende Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit, Mag. Michaela Langer, in ihrem Beitrag deutlich hervorheben: “Der Einfluss der Medienwelt auf ein ‘normiertes, gesellschaftlich anerkanntes Aussehen’ führt bei immer jüngeren Teenagern zum Wunsch nach Schönheitsoperationen als vermeintliche Lösung aller Probleme.”

Kein Wunder, wird doch von Attraktivitätsforschern ständig behauptet, schöne Menschen hätten es leichter im Leben, sie wären beliebter und würden die besseren Jobs bekommen. Von Werbeplakaten strahlende Models und aufgespritzte Stilikonen tun ihr Übriges in einer Welt, in der Cellulite zur Krankheit gemacht und den Falten der Kampf angesagt wird.

Auch Claudia Richter, Leiterin des Ressorts Gesundheit bei der renommierten Tageszeitung “die Presse”, sieht diese Entwicklung kritisch: “Der Optimierungswahn hat einen Wertewandel hervorgebracht. Hülle herrscht über Herz und Hirn, außen hui, innen pfui. Dabei verhindert der ewige Kampf gegen den eigenen Körper unbeschwerte Lebensfreude. Und die ewig Schönen, die uns da ständig via Medien vermittelt werden, beeinflussen unsere körperliche Selbstwahrnehmung.”

Sehnsucht nach Schönheit
“Das Geschäft mit der Schönheit ist vor allem ein Geschäft mit der menschlichen Sehnsucht nach Glück - und ein äußerst ertragreiches. Dabei spielen alle mit: Ärzte, Pharma- und Kosmetikindustrie und die Medien”, weiß Dr. Sylvia Unterdorfer, Vorstandsmitglied des Klubs der Ö. Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten und mit Medienpreisen ausgezeichnete ORF-Fernsehredakteurin. Manchmal prägt sich eine richtige Sucht nach Schönheit aus. Doch wo sind die Grenzen und wer setzt sie? Ist es noch “normal” sich die Beine brechen zu lassen, um größer zu werden oder sich Silikonimplantate in die Fersen setzen zu lassen, um hohe Stöckelschuhe angenehmer tragen zu können? Stehen die Risiken von Operationen einem überzeugenden Ergebnis gegenüber, sind die Menschen danach glücklicher und dürfen wir überhaupt noch alt werden? Eine Unzahl an Fragen spricht das neue Buch “Wahnsinnig schön” (erschienen im Goldegg Verlag) an.

Angesichts des Trends zu Operationen für die rein äußerliche Schönheit bleibt zu hoffen, dass der nächste Wandel des Schönheitsbegriffs bereits in den Startlöchern steht und in Zukunft wieder mehr Hirn als Hülle oder Charme und Charisma statt Chirurgie punkten. Denn wie das Buch auch ausführt, es gibt durchaus viele andere Methoden, die man ausschöpfen kann, um sich schön zu fühlen. Auch die Bildung eines vernünftigen Selbstbewusstseins, dass schon in der Kindheit gebildet wird, spielt dabei eine große Rolle. Sind wir nicht mehr als nur ein schöner Körper? Woher beziehen wir unser Selbstbild?

“Wahnsinnig schön” vereint unterschiedliche Zugänge zum Thema Schönheit, sei es aus entwicklungspsychologischer Sicht, aus Sicht der Gesundheitsjournalistinnen oder auch aus der Sicht der Schönheitschirurgie. Garantiert sind dadurch eine sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik ebenso wie sozial-kritische Ansätze und die beruhigende Erkenntnis: Wir sind schön! Wahre Attraktivität gibt es eben doch nicht vom Chirurgen, sie steckt in jedem von uns.

Details zum Buch
Wahnsinnig schön
Hardcover, 288 Seiten
Maße: 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-901880-14-8
Preis: 19,30 EUR [D] 19,80 EUR [A]
Erhältlich im guten Buchhandlung, unter
http://www.goldegg-verlag.de oder verlag@goldegg-verlag.de
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NASA-Nanotechnologie für Solarzellen

Durchbruch auch bei Chemo-Sensoren für die Medizin

Moffett Field - Die NASA hat der int. Presse bekannt gegeben, dass sie in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen MSGI Security Solutions http://www.msgisecurity.com die kommerzielle Anwendung von Weltraum-Nanotechnologien vorantreiben wird. So sollen Solarzellen aus Weltraummissionen dank hoher Effizienz und günstigem Preis mit bisherigen Lösungen konkurrieren.

Ebenfalls für die zivile Anwendung umgesetzt werden chemische Sensoren, wie sie zur Überwachung der Luft im Space Shuttle zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp auf Basis der NASA-Technologie soll bald die Möglichkeit einer Diabetes-Früherkennung allein anhand von Atemluft eröffnen.

Nanodrähte statt Silizium-Kristalle

Die NASA-Solarzellentechnologie setzt nicht auf kristallines Silizium, sondern soll diesen Klassiker im Photovoltaik-Sektor mit anderen Ansätzen ausstechen. “Es handelt sich um eine Nanodraht-Form eines Halbleitermaterials, die für starre ebenso wie flexible Substrate geeignet ist”, sagt Meyya Meyyappan, Chief Scientist for Exploration Technology am Nanotechnologiezentrum des NASA Ames Research Center http://www.arc.nasa.gov, gegenüber Zaronews.

Genauere Details will man aufgrund eines laufenden Patentverfahrens nicht verraten. Jedenfalls verspricht die Technologie gegenüber kristallinem Silizium zwei wesentliche Vorteile. “Die Nano-Form ermöglicht eine Effizienzsteigerung und es kommt zu einer Kostenreduktion aufgrund flexibler Substrate und einem einfacheren, billigeren Fertigungsprozess”, so Meyyappan. Die MSGI-Tochter Andromeda Energy soll nun an erneuerbaren Energielösungen arbeiten, die geringere Kosten pro Watt ermöglichen als herkömmliche Energiequellen.

Atemluft zur Diabetes-Diagnose

Eine zweite NASA-Technologie, die nun auch für andere Anwendungen umgesetzt werden soll, ist ein chemischer Nanosensor. “Er wurde ursprünglich als selektiver Gas- und Dampfsensor entwickelt”, so Meyyappan. Je nach gemessener Substanz können dabei geringe Konzentrationen im Teilchen-pro-Million- oder sogar Teilchen-pro-Milliarde-Bereich nachgewiesen werden.

Zunächst will die MSGI-Tochter Nanobeak einen tragbaren Prototypen realisieren, der in der Atemluft von Personen nach einem Gas sucht, das für Diabetes-Patienten typisch ist. “Dieses Produkt wird einen einfachen, nicht-invasiven Test bieten, der dank Diabetes-Früherkennung Leben rettet”, sagt MSGI-Chairman und CEO Jeremy Barbera. So sollen nicht nur teure Labortests überflüssig werden, sondern auch die Erkennungsraten steigen. “Über 50 Prozent aller Personen, die Diabetes haben, wissen es gar nicht”, so Barbera. (Ende)

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