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Archive für 28.12.2009

Durch Loslassen hohe Ziele erreichen

Gehirn mit Gelassenheit auf Erfolg einstellen

Murnau - Sein Ziel mit Loslassen, also größter Gelassenheit zu erreichen, scheint für die meisten ein Widerspruch zu sein. Psychocoach Andreas Winter http://www.derpsychocoach.de stellt in seinem neuesten Buch “Zielen-Loslassen-Erreichen!” erschienen im Mankau-Verlag http://www.mankau-verlag.de vor, wie man das Gehirn sehr leicht auf Erfolg einstellen kann. “Einer der wesentlichsten Punkte ist, den eigenen Blick nicht auf die Risiken, sondern nur auf die Chancen zu richten”, erklärt Winter im Interview. “Durch Anstrengung wird nämlich kein Mensch erfolgreich.”

“Würde ein Kleinkind nur auf die Risiken achten, wenn es zu laufen beginnt, also etwa darauf, dass es sich die Beine oder die Arme brechen könnte, dann würde es diese Fähigkeit nie erlernen”, so Winter. Doch Kleinkinder halten dies für völlig normal, weil sie sich an der Welt orientieren, in der alle aufrecht gehen. “Genau in diese Lage müssen wir uns versetzen, um erfolgreich zu werden.”

Mühe, Disziplin und Anstrengung führen nicht ans Ziel

“Erfolg, Wohlstand und Spitzenleistungen hängen nicht von Mühe, Disziplin und Anstrengung ab, sondern von deren emotionaler Bedeutung”, so Winter. Zu den großen Saboteuren in dem Bereich gehören Schuldgefühle, falsche Glaubenssätze, Bevormundungen und Ängste. Einen Menschen macht die Erfüllung der eigenen Absichten zufrieden. Meist ist das auch schlicht die Optimierung seiner Handlungsfähigkeit. Zufriedenheit entsteht durch das Empfinden der Übereinstimmung von Absicht und Erwartung.

“Dadurch, dass man den Sinn des Zieles emotional erfasst und alle Risiken in Kauf nimmt, kommt man weiter.” Dazu sei es allerdings notwendig, den Sinn klar zu erfassen. “Absolut wichtig gilt in diesem Sinne alles, was uns emotional wichtig ist”, so Winter. Und es sei wesentlich, angstfrei an die Sache heranzugehen. “Ran an die Blockaden und weg mit den Mustern und Grenzen.”

Autopilot für Erfolg einschalten

Wenn man die Blockadenanalyse durchgeführt hat, folge der konstruktive Findungs-Prozess darüber, was einen wirklich vorantreibt. “Dabei kommt uns eines zu Gute”, betont Winter. “Wenn man eine Information darüber hat, die positiv relevant ist, löst dies eine große Anzahl neuronaler Verschaltungen aus”, erklärt der Psychocoach. Begeisterung bedeute, dass alles im Gehirn auf das eine Ziel eingestellt ist. “Es muss ein Ziel sein, das so relevant ist, dass die gesamte emotionale Disposition dazu ‘Ja’ schreit.”

“Alles, worauf wir unsere gesamte Aufmerksamkeit richten, gerät in den Fokus unserer Wahrnehmung - auch in die unterbewusste Wahrnehmung”, so Winter. Damit ziehe man alles an Informationen an, was zum Thema passe und beauftrage damit ganze Hirnareale mit der Bearbeitung des Themenkomplexes. Das erleichtere schließlich den Weg zum Ziel und den festen Beschluss: “Da will ich wirklich hin.”

Dem Ruf des Herzens folgen

“Hören sie niemals auf, dem Ruf ihres Herzens zu folgen. Wenn sie voller Überzeugung sind, alles zu riskieren und sich durch nichts von ihrem Ziel abbringen zu lassen, dann werden sie Erfolg ernten”, schließt Winter sein Buch. Im Grunde genommen könnte man die wesentlichen Erkenntnisse des Buches in vier oder fünf Sätzen zusammenfassen. “Zunächst sollte man herausfinden, was man will, warum man es will, und anschließend den Weg dorthin zu beschreiten.” Doch das scheine nicht immer ganz leicht zu fallen. (Ende)

Gesunde Umwelt bringt große Profite

Rendite von Naturschutz beeindruckend hoch

London/München - Umweltschutz und Erhaltung von Naturgebieten bringen große Gewinne. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie “The Economics of Ecosystems and Biodiversity” (TEEB) http://www.teebweb.org, die von den Vereinten Nationen und zahlreichen Staaten unterstützt wird. Vor allem der Schutz von Feuchtgebieten, Wäldern und Korallenriffen bringt hundertmal mehr Gewinn als verursachte Kosten, so die Autoren.

Ein Beispiel wie viel Umweltschutz bringen kann, bietet sich etwa Costa Rica. Dort haben intakte Waldgebiete um Kaffeeplantagen einen um 20 Prozent höheren Ertrag gebracht, da sie Bestäuberinsekten als Schutz dienen. Der Schutz von Grasland in der neuseeländischen Region Otago sorgt für eine optimale Trinkwasserversorgung. Das erspart jährlich Kosten von 100 Mio. Dollar, die dadurch entstehen, dass das Wasser von woanders herbeigebracht werden müsste.

Schutz bringt 25 bis 100 mal mehr als zum Erhalt notwendig

Mehr als 1.100 Studien hat das Forscherteam um Pavhan Sukhdev, Ökonom der Deutschen Bank, evaluiert. Untersucht wurden verschiedene Ökosysteme in verschiedenen Ländern. Der Nutzen von Naturlandschaften beträgt das 25- bis 100-fache der Kosten, die zum Erhalt notwendig waren. “Wir können das nun mit ziemlicher Sicherheit sagen”, meint der Experte.

Ein weiteres positives Beispiel bieten die Mangroven vor der Küste Vietnams. Die Regierung des Landes hat für die Aufforstung von rund 12.000 Hektar Mangroven insgesamt 1,1 Mio. Dollar ausgegeben, erspart sich dabei allerdings Dämme und Schutzwälle im Wert von rund 7,3 Mio. Dollar.

Meeresschutzgebiete sind immer noch Seltenheit

Experten haben immer wieder gefordert, marine Schutzgebiete auszuweiten - um vor allem Fischgründe, aber auch wertvolle Ökosysteme wie Korallenriffe oder Seegraswiesen zu schützen. Auch dafür gebe es starke wirtschaftliche Argumente. Die Ausdehnung von Schutzgebieten von derzeit einem auf 30 Prozent würde etwa 40 bis 50 Mrd. Dollar jährlich kosten. Der Nutzen hingegen liege bei vier bis fünf Bio. Dollar, so Sukhdev.

“Im Rahmen der DIVERSITAS-Konferenz im Oktober 2009 wurde einmal mehr versucht, den ökonomischen Wert von Leistungen, die Korallenriffe für uns Menschen liefern können, einzuschätzen”, so Korallenexperte Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology Arbeitsgruppe am GeoBio-Center München http://www.palmuc.de/core im pressetext-Interview. Diese wurde mit einem Hektarpreis zwischen 130.000 und 1,2 Mio. Dollar beziffert.

“Solche Berechnungen des ökonomischen Wertes von komplexen Ökosystemen sind wohl aus der Schwierigkeit entstanden, Entscheidungsträgern in der Politik den ökologischen Wert eines Ökosystems zu vermitteln”, meint Wild. (Ende)

Plastik verursacht Sexprobleme bei Männern

Bisphenol A: Erektionsstörungen und Ejakulationsprobleme

Oakland/Innsbruck - Der allgegenwärtige Plastik-Grundstoff Bisphenol A (BPA) kann bei Männern zu Erektionsstörungen und anderen sexuellen Problemen wie Ejakulationsproblemen führen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des kalifornischen Gesundheitsinstituts Kaiser Permanente http://www.dor.kaiser.org. Wissenschaftler haben 634 chinesische Fabriksarbeiter fünf Jahre lang untersucht. Das Ergebnis wurde im Fachmagazin Human Reproduction veröffentlicht.

Bei der Gegenüberstellung der 230 Beschäftigten aus der Kunststofffertigung mit 400 aus anderen Branchen zeigte sich ein dramatisches Ergebnis. Mitarbeiter von BPA-Werken hatten vier Mal häufiger Erektionsstörungen und über siebenmal eher Ejakulationsprobleme als die anderen Beschäftigten. “Kein Wunder”, meint der Innsbrucker Umweltmediziner Klaus Rhomberg im pressetext-Interview. “Wahrscheinlich war auch die Spermienzahl bei den Betroffenen deutlich reduziert”, so Rhomberg.

Hormonaktive Substanz wird in großen Mengen produziert

“Bisphenol A gehört zu den rund 150 Substanzen, die hormonaktiv wirken”, erklärt Rhomberg. Sie findet sich in sehr vielen Gebrauchsgegenständen aus Kunststoff, da es ein Ausgangsstoff für Polycarbonat ist. Die Substanz ist in Babyflaschen, Lebensmittelverpackungen, in CDs und Zahnfüllungen enthalten und lässt sich auch in Wasser oder im Hausstaub nachweisen. Jährlich werden mehr als drei Mio. Tonnen davon hergestellt.

“Die Trägersubstanzen aus Kunststoff sind biologisch nicht aktiv. Da Plastik aber nichts Festes ist und mit der Zeit zerfällt - dazu reicht bereits ein Kontakt mit Flüssigkeiten - geht die Substanz in Lösung und kann so in den menschlichen Organismus gelangen”, erklärt der Umweltmediziner.

Weitere Studien dringend erforderlich

“Da die Belastung mit Bisphenol A in den Fabriken sehr hoch war, sei es auch interessant herauszufinden, wie sich niedrigere Belastungen auf den Organismus auswirken”, meint der Studienautor De-Kun Li. Es stelle sich die Frage, ob es ein “sicheres Maß” von Bispheyl A gebe und wie hoch das sei. “Es sind jedenfalls genauere Studien über diesen Stoff erforderlich”, so der Forscher.

Dem stimmt auch Rhomberg zu. “So genannte Biological-monitoring-Studien bräuchte man am laufenden Band, um mehr Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich erhöhte Belastungen auf den menschlichen Organismus auswirken”, so der Umweltmediziner. Vielfach würden solche Untersuchungen aber blockiert. Zuletzt geriet Bisphenol A in die Schlagzeilen, weil die Substanz in Babyschnullern nachgewiesen wurde.

Bisphenol A sei auch ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig eine von der Industrie unabhängig finanzierte Risikobewertung ist, berichtete der Bund für Umwelt und Naturschutz http://www.bund.net . Alle Ergebnisse unabhängiger wissenschaftlicher Untersuchungen der vergangenen Jahre wiesen auf eine Gesundheitsgefährdung hin, wohingegen alle von der Industrie durchgeführten Studien Entwarnung gaben.
(Ende)

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