Sie befinden sich aktuell in den ZARO news Blog-Archiven für den folgenden Tag 16.5.2010.
- Allgemein (1289)
- Beziehung (259)
- Fachpublikation (471)
- Familie (320)
- Gesundheitstipps (193)
- Kunst+Kultur (47)
- Marketing (114)
- Medizin (497)
- Natur-Bio (431)
- Politik (149)
- PR (495)
- Pressebericht (886)
- Sonstiges (397)
- Spirituell (151)
- Wirtschaft (274)
- 7.2.2012: Schule ist beste Medizin für Flüchtlinge
- 7.2.2012: Schwerer Vitamin-D-Mangel bei Senioren
- 7.2.2012: Diabetes vervierfacht Risiko von Geburtsfehlern
- 6.2.2012: Trauma kann Leben positiv verändern
- 6.2.2012: Hungerkrise klopft in Westafrika an
- 6.2.2012: Stillen schützt vor Asthma
- 6.2.2012: Multitasking fördert soziale Störungen
- 2.2.2012: Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen
- 1.2.2012: Alle Brustimplantate bergen Risiko
- 1.2.2012: Haut ohne Stammzellen in Gehirnzellen verwandelt
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
Archive für 16.5.2010
Klirrende Winterkälte wegen untätiger Sonne
16.5.2010 von zaro.
Sonnenaktivität am niedrigsten Stand seit 1920
Katlenburg-Lindau - Dass die vergangenen Winter in Nordwesteuropa außergewöhnlich kalt waren, geht auf die niedrige Aktivität der Sonne zurück. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung MPS http://www.mps.mpg.de gemeinsam mit britischen Kollegen im Fachmagazin “Environmental Research Letters”. Sie verglichen dazu Wetteraufzeichnungen mit Schwankungen im Magnetfeld der Erde, die wiederum Rückschluss auf die Stärke des solaren Magnetfeldes erlauben.
Sonne kommt zur Ruhe
Die Sonne strahlt nicht immer gleich hell. “In einem Zyklus, der zehn bis elf Jahre dauert, kommt es jeweils zu Phasen mit niedriger und hoher Aktivität. Bei letzterer sendet die Sonne besonders viel Strahlung und Teilchen zur Erde und ist magnetisch besonders aktiv, was sich in den Sonnenflecken erkennen lässt”, erklärt MPS-Direktor Sami K. Solanki gegenüber pressetext. In den vergangenen 60 Jahren war eine Reihe sehr starker Zyklen zu beobachten. “Da sie die stärksten seit Beginn der Aufzeichnung vor fast 400 Jahren sind, bezeichnet man die aktuelle Phase als ‘Grand Maximum’.”
Schon länger weiß man, dass sich der Sonnenzyklus auf unser Klima auswirkt. Schwache Sonnenaktivität stimmt mit besonders kalten Phasen der Erdgeschichte überein, zudem gehen dabei auch andere Prozesse wie Verdunstung und Niederschläge zurück. Dass der Zusammenhang auch zum Ende der milden Winter in Europa besteht, konnten die Forscher nun bestätigen. Ersichtlich wurde dies im statistischen Vergleich britischer Wetteraufzeichnungen seit 1659 mit der Stärke des Sonnenmagnetfeldes, das derzeit schwächer ist als in den vergangenen 90 Jahren.
Kältere Winter wahrscheinlich
Einiges spreche dafür, dass das “Grand Maximum” gerade zu Ende geht, was künftig kältere Winter mit sich bringen würde. Dennoch will der Solanski keine Vorhersage für die Zukunft abgeben. “Wir verstehen noch viel zu wenig, was Sonnenflecken auslöst, und so gehen Vorhersagen total daneben. Prognostizierte man für das vergangene Jahr 50 bis 100 Sonnenflecken, so waren es schließlich nur zehn”, so der Forscher. Außer einer “Normalphase” der Sonnenflecken könnte, wenn auch mit geringer Wahrscheinlichkeit, auch eine Phase mit noch stärkerer Aktivität oder auch ein “Grand Minimum” eintreten.
Allerdings bestimmt die Sonnenaktivität nicht alleine, wie kalt ein Winter wird. “Ein wichtiger Faktor ist mittlerweile die globale Erwärmung, die wir für die Studie herausgenommen haben. Da diese in den vergangenen 30 Jahren 0,4 Grad betrug, während die Sonne jedoch schwächer geworden ist, ist diese sicher zum Großteil nicht auf die Sonne zurückzuführen”, so Solanki. Umwälzung in den Ozeanen würden die Winter beeinflussen, wie auch Entwaltung oder sonstige Bodennutzung durch den Menschen. Schließlich würden auch große Vulkanausbrüche durch atmosphärische Partikel zur globalen Abkühlung führen.
Milde Atlantikwinde ausgebremst
Wie Sonne auf Europas Winter genau Einfluss nimmt, ist derzeit noch Spekulation. “Wir nehmen an, dass geringere Sonneneinstrahlung dazu führt, dass die warmen und feuchten Atlantikwinde aus dem Westen durch den Einfluss der Sonne abgeblockt werden. Dadurch haben die kalten Nordwinde freien Lauf”, so der Sonnenforscher.
Abstract zur Studie unter http://iopscience.iop.org/1748-9326/5/2/024001/fulltext (Ende)
Wie Sonne auf Europas Winter genau Einfluss nimmt, ist derzeit noch Spekulation. “Wir nehmen an, dass geringere Sonneneinstrahlung dazu führt, dass die warmen und feuchten Atlantikwinde aus dem Westen durch den Einfluss der Sonne abgeblockt werden. Dadurch haben die kalten Nordwinde freien Lauf”, so der Sonnenforscher.
Abstract zur Studie unter http://iopscience.iop.org/1748-9326/5/2/024001/fulltext (Ende)
Geschrieben in Pressebericht, Fachpublikation, Natur-Bio, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »