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Archive für 21.6.2010
Solidaritäts-Veranstaltung für Opfer sexuellen Missbrauchs
21.6.2010 von zaro.
SNAP-Direktor Peter Isely am Wochenende zu Vorträgen in Wien
Midwest/Wien - Peter Isely, der SNAP-Direktor aus den USA, wird sich am Wochenende zu diversen Veranstaltungen gegen Missbrauch einfinden. SNAP ist die größte und aktivste Unterstützungsgruppe von Menschen, die von religiösen Autoritätsfiguren (Priestern, Bischöfen, Diakonen, Nonnen und anderen) verletzt und missbraucht wurden.
Am Sonntag, den 13.06., findet eine Pressekonferenz im Café Prückel http://www.prueckel.at statt. Beginn 10:00, Ende 12:00.
“Wir freuen uns über Spenden, die unsere Unkosten abdecken. Vor allem hoffe ich aber auf sehr viele Teilnehmer, um den vielen Opfern sexueller Gewalt zu zeigen, dass sie nicht alleine sind”, so Sissy Kammerlander.
Solidaritäts-Mahnwachen für Missbrauchs-Opfer in 30 US-Städten - SNAP
Mit Plakaten, Fotos aus ihrer Kinderzeit und Kerzen standen viele Mitglieder des amerikanischen Netzwerks der Opfer von Missbrauch durch Priester (SNAP) am Wochenende 13./14. März vor Kirchen sowie dem deutschen Konsulat in Chicago und der deutschen Botschaft in Washington DC.
Die Opfer-Organisation macht damit darauf aufmerksam, dass in europäischen Ländern wie Deutschland gerade Hunderte von Missbrauchs-Opfern ihr Schweigen brechen. Die amerikanischen Opfer zeigen bei diesen Mahnwachen ihre Solidarität mit den Opfern in Deutschland und möchte diese unterstützen: “Das ist eine globale Krise, die eine säkulare Lösung fordert”, so SNAP-Präsidentin Barbara Blaine. Vor dem deutschen Konsulat in Chicago forderte sie von der Bundesregierung eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle. “Unser Ziel ist eine Reform der archaischen, willkürlichen, erbrecherfreundlichen Gesetze, welche die Pädophilen und ihre Vorgesetzten, die sie beschäftigen, verstecken und transferieren, schützen.”
Die Solidaritäts-Mahnwache wollen die Organisatoren verstanden wissen, als Zeichen der Trauer für die Schmerzen der Opfer in Deutschland, Österreich und anderen Ländern, als Ermutigung für die große Zahl von Opfer, die sich nun endlich trauen zu sprechen. Gleichzeitig fordert SNAP alle, die sexualisierte Gewalt und Missbrauch durch Priester, Ordensleute oder Kirchenmitarbeiter sahen, vermuten oder erlitten, auf, dies bei der Polizei (nicht bei den Bischöfen) anzuzeigen.
Über Snap
SNAP ist die größte und aktivste Unterstützungsgruppe von Menschen, die von religiösen Autoritätsfiguren (Priestern, Bischöfen, Diakonen, Nonnen und anderen) verletzt und missbraucht wurden. SNAP ist unabhängig und ist nicht mit der Kirche oder Kirchenautoritäten verbunden. SNAP ist für die Opfer eine Selbsthilfegruppe um einander zu heilen und zu helfen.
SNAP (Survivors Network of those Abused by Priests) ist das Netzwerk der Überlebenden von Missbrauch durch Priester.
Mehr unter http://www.snapnetwork.org (Ende)
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Banken schicken immer mehr Firmen in die Pleite
21.6.2010 von zaro.
Insolvenzen steigen wegen wachsender Finanzierungsprobleme
Berlin - Über die Wirtschaftskrise sind schon im Vorjahr Tausende Unternehmen gestolpert. 2010 verschärfen ihre Nachwehen die Situation noch weiter. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) http://www.inkasso.de rechnet mit einer deutlichen Zunahme an Firmenpleiten. Die betroffenen Betriebe hadern mit der Zurückhaltung auf dem Kapitalmarkt bei der Kreditvergabe. “Die Finanzierungssituation bei Banken lässt die Zahl an Insolvenzen steigen”, bestätigt Michael Bretz, Sprecher der Wirtschaftsauskunftei Creditreform http://www.creditreform.de, auf Nachfrage.
Mehr Pleiten trotz solider Aussichten
Dem Experten zufolge befindet sich Deutschland zwar in einer vergleichsweise guten Arbeitsmarktsituation und in der Wirtschaft herrschen “keine rosigen aber solide Aussichten”. “Zudem ist bei den Verbrauchern keine Verschlechterung des Zahlungsverhaltens festzustellen”, sagt Bretz. Trotzdem geht der BDIU von einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen auf bis zu 36.000 Fälle aus. Im Vorjahr waren 32.687 Pleiten verzeichnet worden.
Nach BDIU-Angaben sind besonders bereits von der Rezession betroffene Unternehmen gefährdet. Sie hätten Schwierigkeiten, auf dem Kapitalmarkt an Liquidität zu kommen. “Auf absehbare Zeit” bleibe die Insolvenzsituation daher angespannt. Das Statistische Bundesamt hatte die Entwicklung zuletzt bereits bestätigt. Im ersten Quartal war die Zahl der gemeldeten Firmeninsolvenzen um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8.230 geklettert. Angesichts der Überschuldung von Haushalten ist auch eine “Tendenz zu weiter steigenden Privatinsolvenzen” erkennbar, so Bretz im Gespräch. (Ende)
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Nutzlose Medikamente verstopfen den Markt
21.6.2010 von zaro.
Barmer GEK stellt aktuellen Arzneimittel-Report 2010 vor
Berlin - In den vergangenen zehn Jahren haben sich etwa 40 Prozent der als innovativ eingeführten Medikamente im Nachhinein als Präparate ohne Mehrwert für Patienten erwiesen. Zu dem Schluss kommt Gerd Glaeske, Professor am Zentrum für Sozialpolitik der Uni Bremen im heute, Mittwoch, in Berlin vorgestellten Barmer GEK Arzneimittel-Report 2010.
Unabhängiges Prüfverfahren gefordert
“Diese Arzneimittel verstopfen den Markt”, so Glaeske und kritisiert weiter. “Jeder hierfür ausgegebene Euro fehlt dann an anderer Stelle.” Er fordert ein herstellerunabhängiges Prüfverfahren. Dieses soll zuverlässige Aussagen über den Therapieerfolg gewährleisten.
“Die nachträgliche Kosten-Nutzen-Analyse muss Pflicht werden. Wenn sich langfristig kein Zusatznutzen feststellen lässt, muss man den Preis auch wieder absenken und die Kassen überbezahlte Beiträge zurückfordern können”, resümiert Glaeske.
Auch im Bereich der Preisregulierung bei neuen Arzneimitteln fordert die Barmer GEK vom Gesetzgeber Unterstützung. Gerade bei Spezialmedikamenten gegen Rheuma, Krebs und Multiple Sklerose sind die Kosten kräftig angestiegen. Sie liegen zwischen zwölf und 25 Prozent. Der durchschnittliche Ausgabenzuwachs lag dagegen bei sechs Prozent.
Unterschiedliche Arzneimittelpreise in der EU
Barmer GEK Vize-Vorstand Ulrich Schlenker warnte vor einer Überforderung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV): “Warum verlangen Pharmafirmen für das Krebsmittel Glivec in Großbritannien 1.800 Euro, bei uns aber 2.800 Euro?”
Ausdrücklich begrüßte er die Passage im Referentenentwurf zum Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG), dass in einem Schiedsverfahren - nach gescheiterten Verhandlungen - die Höhe des Abgabepreises in anderen europäischen Ländern zu berücksichtigen ist. “Das wäre der Durchbruch für faire Preise und gute Verträge.”
Das Arzneimittelneuordnungsgesetz soll so verabschiedet werden, wie es im Entwurf steht. Das ist im parlamentarischen Verfahren ja nicht garantiert”, so Schlenker gegenüber pressetext. “Es ist schon mal ein guter Schritt, dass wir als Krankenkasse bei der Preisregulierung nun mit ins Boot kommen”, fügte er abschließend hinzu. (Ende)
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