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Archive für 19.7.2010

Konsumenten kaufen nichts von Umweltzerstörern

Investitionen in Artenvielfalt zahlen sich für Unternehmen aus

London/Berlin - Etwa die Hälfte aller europäischen und US-amerikanischen Konsumenten lehnt Produkte von Unternehmen ab, die den Artenschutz ignorieren. Nach dem aktuellen Report “The Economics of Ecosystems and Biodiversity” (TEEB)http://www.teebweb.org können Unternehmen daher eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Verlust der Artenvielfalt spielen.

Doch auch seitens der führenden Wirtschaftsbosse gibt es klare Ansagen. Einer Umfrage des weltweit agierenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwc.de zufolge ist in manchen Regionen mehr als die Hälfte der CEOs der Meinung, dass der Artenverlust große Nachteile für die Wachstumschancen der Unternehmen darstellt. “Mit der Veröffentlichung des Reports heute, Dienstag, in London, wird sich die Prozentzahl noch weiter erhöhen”, so Kristina Jahn, PwC-Expertin für das Thema Biodiversität, gegenüber pressetext.

Biodiversitätsverlust tut sofort weh

“Bei einer Umfrage unter CEOs im Vorfeld des Wirtschaftsgipfels in Davos im Jänner 2010 schätzten 27 Prozent der 1.200 befragten Unternehmenslenker den Rückgang der Artenvielfalt als Risiko für das Wachstum ihres Unternehmens ein”, erklärt Jahn. “Doch seither hat sich ersten Schätzungen zufolge vieles geändert und die Zahl ist weiter angestiegen.” Im TEEB-Bericht wird beispielsweise deutlich, dass die Nachfrage nach zertifizierten Waren stark angestiegen ist.

Jahn sieht darin positive Signale. “Die Ölkatastrophe im Golf ist in dieser Bilanz noch nicht miteinbezogen. Diese wird nochmals zu einem Umdenken führen”, zeigt sich Jahn überzeugt. “Vielen Entscheidungsträgern in Unternehmen ist sehr schnell klar geworden, dass der Verlust der Artenvielfalt sehr rasch vor sich geht - wesentlich schneller als etwa die Auswirkungen der Klimaerwärmung.”

Zwei Billionen Dollar Schäden erwartet

“Die volkswirtschaftlichen Verluste aus dem Verlust Rückgang der Artenvielfalt liegen nach Schätzungen der TEEB-Studie zwischen zwei und viereinhalb Billionen US-Dollar jährlich”, erklärt Jahn. “Kluge Unternehmer verstehen, dass Biodiversität und Ökosystem-Dienstleistungen, wenn sie in der Wertschöpfung integriert sind, einerseits Kosten einsparen und andererseits neue Einnahmen generieren”, meint Joshua Bishop, Chef-Ökonom der Artenschutzkonvention IUCN und Koordinator des aktuellen TEEB-Reports.

Ehemalige Umweltsünder wie etwa das Bergbauunternehmen Rio Tinto, das in der Vergangenheit für zahlreiche Umweltschäden einen schlechten Ruf genoss, hat mit einem “Net Positive Impact”-Programm ein Bekenntnis zur Artenvielfalt abgelegt. In diesem Programm wird in einigen Gebieten der Abbau von Bodenschätzen ausgesetzt. Zudem gibt es ein Renaturierungsprogramme für Regionen, in denen der Bergbau Schäden verursacht hat.

Kalkulierter Wert von Ökosystemen

Forscher stehen Berechnungen zum ökonomischen Wert der Biodiversität häufig kritisch gegenüber, da sie eine solche Hochrechnung als problematisch erachten. “Solche Berechnungen des ökonomischen Wertes von komplexen Ökosystemen sind wohl aus der Schwierigkeit entstanden, Entscheidungsträgern in der Politik den ökologischen Wert eines Ökosystems zu vermitteln”, meint der Korallenexperte Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology Arbeitsgruppe am GeoBio-Center München http://www.palmuc.de/core gegenüber der Presse. (Ende)

Qwitter: Bittere Wahrheit über Twitter-Entfolger

Service listet täglich neu davongelaufene Verfolger auf

Houston - Twitter-Nutzer sind stets darum bemüht, ihre Follower-Zahlen zu steigern und mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Immer wieder laufen aber auch wieder Verfolger davon - die Gründe dafür sind so zahlreich wie jene, einen Account in die eigene Timeline zu holen. Kaum ein Entfolger verabschiedet sich mit großen Worten, die Entscheidung fällt zumeist im Verborgenen. Mit neuen Services wie Qwitter http://useqwitter.com oder Goodbye, Buddy! http://www.goodbyebuddy.com erhalten Twitter-Nutzer nun mehr Einblick.

Die Dienste zeigen täglich aktualisiert an, wer sich als Follower verabschiedet hat. Zur bitteren Wahrheit werden den mutigen Usern, die sich selbst diesen Einblick zutrauen, auch zusätzliche Infos geliefert - etwa für wie lange jemand gefolgt ist.

E-Mail-Benachrichtigung

Qwitter schickt den Usern täglich eine E-Mail mit dem Betreff “Your latest Twitter Qwitters!”. Darin steht dann geschrieben, wie viele und welche Follower sich innerhalb der vergangenen 24 Stunden verabschiedet haben. Die Entfolgerlisten rufen natürlich auch neue Fragen hervor. So wundern sich Nutzer darüber, wieso bestimmte Accounts ihnen überhaupt gefolgt sind. Noch brennender erscheint aber die Frage, was man denn gesagt haben könnte, dass das Entfolgen verursacht hat. Dazu geben die Dienste keinen Aufschluss.

Obwohl das Entfolgen in den seltensten Fällen auf persönlicher Ebene begründet ist, versetzt das digitale Verlassenwerden den meisten Nutzern dennoch immer wieder einen kleinen Stich. Niemand verliert gerne an Aufmerksamkeit. Zurückweisung schmerzt auch in der Onlinewelt. (Ende)
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::www.angstfreisein.de::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

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