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Archive für 20.7.2010
“Abnehmen ist leichter als zunehmen”
20.7.2010 von zaro.
Esssucht: Emotionale Bedeutung der Speisen ist großes Problem
Wien - Beim unkontrollierten Essen fehlt eine Bremse im Gehirn. Nun beleuchten drei Experten, die Frage, ob das große Fressen tatsächlich programmiert ist. In Anbetracht der Tatsache, dass die Menschen in Industrieländern und auch zunehmend auch in anderen Staaten immer dicker werden, ist das eine berechtigte Frage.
Abnehmen geht leichter als zunehmen, meint der Buchautor und Psychocoach Andreas Winter http://www.derpsychocoach.de im Interview. Der Grund, warum Menschen immer dicker werden, liegt am angelernten Verhalten, mit dem Essen Gefühle zu verbinden. Diese werden dann über die Speisen erzeugt, meint der Psycho-Coach.
“Meines Erachtens ist das kein Wunder, dass so viele Menschen zunehmen, weil es beim Essen nicht um die Speisen, sondern um deren Bedeutung geht”, meint Winter. “So ist der Grund Kartoffelchips zu essen, nicht die Aufnahme von Kartoffeln und Salz, sondern das Signal für einen verdienten Feierabend”, erklärt Winter. Chips sind keine Vollmahlzeit, sondern Partysnacks. Mit den Chips wird aber das Gefühl verknüpft “ich habe frei”.
Schokolade steht für Belohnung
Symbolwirkung erzeugt nicht das Essen, sondern die damit verbundene emotionale Verknüpfung. “Das gilt beispielsweise auch für Schokolade”, sagt Winter. “Auch hierbei geht es nicht um die Aufnahme von Zucker, sondern um die Botschaft ‘ich habe dich lieb’. Schokolade steht immer für Belohnung. Das haben wir als Kinder gelernt und darauf sind wir programmiert.” Im Prinzip könne man essen was man will, wenn das Gefühl, weswegen man isst, verspürt wird, verschwindet der Appetit augenblicklich, meint Winter.
“Übergewicht macht wirklich keine guten Gefühle”, meint der Mediziner, Buchautor und Ernährungsexperte Stefan Frädrich http://www.stefan-fraedrich.de gegenüber UNS. “Wer im Sommer unbedingt im Bikinifigur oder Waschbrettbauch vorweisen will, muss langfristig planen. Dabei gilt das Motto, den Brunnen vor dem Durst zu graben”, so Frädrich. “Diäten bringen nichts, weil wir uns einen Teil unserer gewohnten Ernährung versagen.” Das bedeutet, dass man einen Verzicht empfindet und zwar so lange, bis man nach der Diät wieder wie zuvor isst.
Schau mal, was du isst
“Neben den psychologischen Faktoren spielt natürlich auch die Frage eine Rolle, was man zu sich nimmt”, erklärt Frädrich. “Viele Menschen haben keine Ahnung davon, was die Dickmacher Zucker und Fett im Körper bewirken.” Mit relativ einfachen Mitteln kann man die Ernährung umstellen und gesünder machen und dabei Kalorien sparen. Das erklärt Frädrich in seinem Buch “Die einfachste Diät der Welt”.
“Falls man aber weniger Lust hat, für eine bessere Figur die Ernährung umzustellen, kann man auch an der ‘Sport-Schraube’ drehen”, sagt Frädrich. “Das geht einfach, in dem man Muskeln aufbaut, denn dort wird Fett verbrannt.” Die natürlichste Lösung dafür, ist mindestens zweimal pro Woche in einen Fitnessclub zu gehen und dort ein Krafttraining zu machen.
Exercising macht glücklich
Eine Möglichkeit körperlich fit zu werden und abzunehmen, bietet auch der regelmäßige Besuch eines Fitness-Studios. “Holmes Place ist mit seinem Programm Personal Trainings-Angebot Marktführer in Europa und sehr erfolgreich. Hier steht ein persönlicher Trainer zur Verfügung, der mit dem Kunden gemeinsam Ziele erarbeitet. Meist ist das eine Kombination von Abnehmen, Muskelaufbau und verbesserter Fitness”, sagt PR-Managerin Yasmin Markert von Holmes Place Health Clubs Europe http://www.holmesplace.de gegenüber pressetext.
“Ein neues Angebot, mit dem wir zunächst in der Schweiz begonnen haben und das demnächst auch auf Österreich und Deutschland ausgeweitet wird, ist ein Ernährungprogramm und heißt ‘Eat Well’”, erklärt Markert. Dabei gibt ein persönlicher Ernährungsberater Ratschläge für eine individuell abgestimmte Ernährung.” (Ende)
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Fettsüchtigen fehlt die Fress-Bremse
20.7.2010 von zaro.
Gerüche und Geschmack sind stärker als Sättigungssignal des Gehirns
Pittsburgh - Wer ohne Ende isst, dem fehlt eine Bremse im Gehirn. Übergewichts-Wissenschaftler fanden heraus: Einer der wichtigsten Faktoren der Fettsucht ist die fehlende Stopp-Taste bei Sättigung.
Derzeit tagen in Pittsburgh die Übergewichts-Wissenschaftler der “Society for the Study of Ingestive Behaviour” http://www.ssib.org. Psychiaterin Diana Small von der Yale University http://www.jbpierce.org scannte bei stark übergewichtigen und normalgewichtigen Menschen die Mandelkern-Region des Gehirns, die für das unkontrollierte Weiteressen eine Rolle spielt. “Für manche Menschen ist Sättigungsgefühl ein gute Bremse beim Essen”, sagt die Forscherin. “Bei anderen funktioniert dieser Schutz weniger, weshalb sie mehr ohne Hunger essen und auch entsprechend zunehmen.”
Bratenduft lockt Dicke auch ohne Hunger
Schon bisher wusste man, dass bei Starkbeleibten die Reaktion des Gehirns auf Gerüche und Geschmack von Essen weit größer ist als bei schlanken Menschen. Ein wichtiger Aspekt war dabei stets die Frage, warum viele Übergewichtige anscheinend nicht mit dem Essen aufhören können, wenn anderen bereits der Hunger vergangen ist. Leckerer Bratenduft beispielsweise ist für Fettsüchtige auch dann noch attraktiv, wenn sie satt sind. Das Gehirn sagt dem Esser: Friss weiter. Die Bremse fehlt.
Insgesamt beeinflussen Gefühle von Sättigung und Hunger bei dicken Menschen viel weniger die Gehirnreaktion als bei Normalgewichtigen, erklärt Small. Anhand der Mandelkern-Aktivierung ließ sich zudem sehr zuverlässig voraussagen, ob die Untersuchten ein Jahr später an Gewicht zunahmen oder nicht.
Fett verändert die Hormone
Zudem verändert häufiger Fettkonsum die Hormonproduktion. Die Forschergruppe um Mitchell Roitman von der University of Illinois http://illinois.edu zeigte - vorerst nur bei Mäusen - dass nach mehreren Wochen besonders fettreicher Ernährung der Ausstoß des Hormons Dopamin kleiner wird. Dieses auch durch Rauschmittel hervorgerufene Hormon macht kalorienreiche Nahrungsmittel zum Genuss - bei Fettleibigen allerdings in geringerem Ausmaß, wodurch sie noch mehr essen. (Ende)
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