Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Allgemein.
- Allgemein (1289)
- Beziehung (259)
- Fachpublikation (471)
- Familie (320)
- Gesundheitstipps (193)
- Kunst+Kultur (47)
- Marketing (114)
- Medizin (497)
- Natur-Bio (431)
- Politik (149)
- PR (495)
- Pressebericht (886)
- Sonstiges (397)
- Spirituell (151)
- Wirtschaft (274)
- 7.2.2012: Schule ist beste Medizin für Flüchtlinge
- 7.2.2012: Schwerer Vitamin-D-Mangel bei Senioren
- 7.2.2012: Diabetes vervierfacht Risiko von Geburtsfehlern
- 6.2.2012: Trauma kann Leben positiv verändern
- 6.2.2012: Hungerkrise klopft in Westafrika an
- 6.2.2012: Stillen schützt vor Asthma
- 6.2.2012: Multitasking fördert soziale Störungen
- 2.2.2012: Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen
- 1.2.2012: Alle Brustimplantate bergen Risiko
- 1.2.2012: Haut ohne Stammzellen in Gehirnzellen verwandelt
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
Archiv der Kategorie Allgemein
Schule ist beste Medizin für Flüchtlinge
7.2.2012 von zaro.
Positiver Effekt schon bei wenigen Wochenstunden Unterricht
Kopenhagen - Schon wenige Stunden Schulunterricht pro Woche bringen Flüchtlingskindern langfristige Vorteile für ihre Gesundheit, die bis ins Erwachsenenalter und in die nächste Generation reichen. Das haben Forscher der Universität Kopenhagen ermittelt. “Flüchtlingskinder leben in einer Welt voller Chaos und Unsicherheit. Bildung gibt Struktur und Hoffnung. Sie ermöglicht ihnen zudem, Erwachsene zu werden, die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen”, berichtet die Studienleiterin Tania Draebel von der Copenhagen School of Global Health http://globalhealth.ku.dk im Interview.
Mehr Selbstverantwortung
Draebel untersuchte 220 schwangere Frauen, die ihre Kindheit in sudanesischen Flüchtlingslagern verbracht hatten. Zu den größten Gesundheitsgefahren dieser Gruppe gehört Malaria, da sich werdende Mütter häufig mit bestimmten Formen der Krankheit infizieren und an die ungeborenen Babys weitergeben.
Auf der Suche nach Schutzfaktoren stieß Draebel unverhofft auf den Schulbesuch. “Gebildete und ungebildete Mütter verhalten sich völlig anders gegenüber Malaria. Wer als Kind in der Schule war, verwendet fünfmal eher Moskitonetze, nimmt 2,5-mal eher Malaria-Medikamente und geht bei Verdachtssymptomen dreimal eher zum Arzt.” Sozio-ökonomische Störfaktoren sind dabei schon berücksichtigt.
Positiv-Spirale
Dabei war die Schule der Frauen kaum mit jener in Europa vergleichbar, betont die Forscherin: “Die Klassenräumen waren bloß in Zelten oder Hütten improvisiert und der Unterricht fand nur sehr unregelmäßig und oft nur wenige Monate pro Jahr statt. So lückenhaft diese Bildung auch war, sie zeigte dennoch bereits große Vorteile. Mit sehr wenigen Ressourcen erreicht man erstaunlich viel.”
Draebel sieht das Ergebnis als “Positiv-Spirale” der Entwicklung, die in der Flüchtlingshilfe und der Unterstützung von internen Vertriebenen stärker berücksichtigt werden sollte. “Kinder reflektieren die Zuwendung des Lehrers, so schwierig auch die Umstände sind, und machen daraus etwas Positives. Sie treten dabei aus der Opferrolle und entdecken ihre Möglichkeiten, die Welt selbst mitzugestalten. Das stärkt sie mental im Leben”, so die Interpretation der Forscherin. (Ende)
Geschrieben in Sonstiges, Pressebericht, Politik, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Schwerer Vitamin-D-Mangel bei Senioren
7.2.2012 von zaro.
Erster Nachweis: Im Alter verschwindet Jahreszeiten-Fluktuation
Trier - Der überwiegende Teil der ältesten Menschen unserer Gesellschaft leidet an akutem Vitamin-D-Mangel. Es macht bei ihnen für die Konzentration des “Sonnenvitamins” kaum Unterschied, ob gerade Sommer oder Winter ist. Das berichten Gerontologen aus Trier im Deutschen Ärzteblatt International. “Alte Menschen kommen in unseren Breiten mit dem Vitamin D aus Nahrung und Sonnenexposition so gut wie nie aus. Eine orale Verabreichung von Vitamin D ist bei ihnen ganz besonders zu empfehlen”, so Studienautor Stefan Schilling im pressetext-Interview.
Deutliche Unterversorgung
Schilling erhob die Vitamin-D-Konzentration von 1.578 Patienten, die in seiner geriatrischen Reha-Klink seit 2009 in Behandlung waren, jeweils am Folgetag ihrer stationären Aufnahme. Das Durchschnittsalter der Probanden war 82 Jahre. Bei 89 Prozent von ihnen lag die Vitamin-D-Konzentration unter den derzeit empfohlenen 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml), 67 Prozent sogar unter zehn ng/ml, was unstrittig als Schwellenwert für schweren Vitamin-D-Mangel gilt. “Nimmt man die Empfehlung mancher Experten von 30 ng/ml als Richtwert, lagen sogar 96 Prozent darunter”, berichtet Schilling.
Wenngleich die grundsätzliche Vitamin-D-Unterversorgung der Bevölkerung bekannt ist, hatten die Experten nicht mit einer derartigen Verschärfung bei Senioren gerechnet. Zudem war die bei jüngeren Menschen übliche Fluktuation im Vitaminspiegel zwischen Sommer und Winter nicht festzustellen. Für Schilling ein Ergebnis gleich mehrerer Faktoren. “Hochbetagte Menschen sind weniger mobil und gehen seltener in die Sonne als Jüngere, bedecken meist die Haut und besuchen kaum das Freibad. Zudem sinkt die Fähigkeit ihrer Haut, aus dem Sonnenlicht das Vitamin D zu bilden”, so der Forscher.
Orale Gabe lässt schneller gehen
Doch gerade für Senioren ist die ausreichende Vitamin-D-Versorgung immens wichtig. “Vitamin D spielt neben vielen anderen Funktionen auch für den Kalzium- und Knochenstoffwechsel sowie für den Muskelaufbau eine entscheidende Rolle. Sein Mangel macht Stürze und Brüche wahrscheinlicher.” Umgekehrt zeigen Studien, dass eine Vitamin-D-Verabreichung bereits nach kurzer Zeit die Sturzhäufigkeit um 20 Prozent reduziert und auch die Schrittgeschwindigkeit messbar erhöht. (Ende)
Geschrieben in Fachpublikation, Gesundheitstipps, Medizin, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Diabetes vervierfacht Risiko von Geburtsfehlern
7.2.2012 von zaro.
Zuckerwerte-Kontrolle und Arzt-Besuche vor Schwangerschaft wichtig
Newcastle - Das Risiko von Geburtsfehlern vervierfacht sich, wenn die Mutter an Diabetes leidet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Newcastle University http://ncl.ac.uk . Das Team um Ruth Bell analysierte die Daten von mehr als 400.000 Schwangerschaften im Nordosten Englands. Das Risiko von Defekten, angeborenen Herzfehlern oder offenen Rücken war erhöht. Nationale Richtlinien empfehlen in Großbritannien, den Blutzucker schon vor dem Versuch, schwanger zu werden, zu überprüfen.
Typ-2-Diabetes mit Folgen
Typ-1- und Typ-2-Diabetes sind großteils die Folge der Ernährung und führen zu Problemen bei der Kontrolle der Zuckermenge im Blut. Es ist bekannt, dass es während der Schwangerschaft zu Problemen wie Geburtsfehlern, Fehlgeburten und Übergewicht beim Baby kommen kann. Befürchtet wird, dass die Zunahme der Diabeteserkrankungen, vor allem beim Typ 2, zu einer Verschlechterung der Situation führen könnte.
Für die aktuelle Studie wurden die Daten von 401.149 Schwangerschaften in den Jahren 1996 bis 2008 analysiert. 1.677 Teilnehmerinnen litten unter Diabetes. Das Risiko eines Geburtsfehlers erhöhte sich von 19 pro 1.000 Geburten bei Frauen ohne vorher bekannte Diabetes auf 72 bei Diabetikerinnen. Laut Bell treten viele dieser Anomalien in den ersten vier oder sechs Wochen ein.
Vorsorge besser als Nachsorge
Die Anzahl der Schwangerschaften, bei denen zu wenig auf Blutzucker geachtet wird, ist höher, als es sich die Wissenschaftler wünschen. “Es ist ein Problem, wenn die Schwangerschaft nicht geplant ist oder wenn den Menschen nicht bewusst ist, dass sie vor einer Schwangerschaft mit ihren Ärzten reden sollten”, zitiert die BBC die Expertin.
Die Richtlinien des National Institute of Health and Clinical Excellence http://nice.org.uk empfehlen, dass Frauen ihren Blutzuckerwert vor einer geplanten Schwangerschaft auf unter 6,1 Prozent senken sollten. Bei medizinischer Betreuung vor und während der Schwangerschaft bekommen die meisten Diabetikerinnen laut Bell gesunde Kinder. Details der Studie wurden in Diabetologia http://www.diabetologia-journal.org veröffentlicht. (Ende)
Geschrieben in Fachpublikation, Gesundheitstipps, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Trauma kann Leben positiv verändern
6.2.2012 von zaro.
Psychologe: Katastrophen ermöglichen neue Perspektiven
Nottingham - Todesfälle, Scheidungen, Krankheiten, Kriege, Terror und Katastrophen lösen bei Betroffenen oft schwere psychische Probleme aus. Doch langfristig können traumatische Ereignisse das Leben auch in positive Richtung steuern. “Vielen Opfern des Schicksals gelingt es, ihre Banden zu Familie oder Freunden zu stärken, sich selbst besser zu kennen, besser an anderen Anteil zu nehmen und neue Perspektiven zu finden”, berichtet der britische Psychologe Stephen Joseph von der Universität Nottingham http://nottingham.ac.uk im Interview.
Was uns nicht umbringt…
In seinem Buch “What doesn’t kill us” fasst Joseph 20 Jahre Erforschung des “posttraumatischen Wachstums” zusammen. Er untersuchte Überlebende eines 1987 versunkenen Fährschiffes, der “MS Herald of Free Enterprise”. Fast alle zeigten Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung, kamen mit ihrem Schicksal kaum zurecht und waren im Job und in ihren Beziehungen stark beeinträchtigt. Bei einer erneuten Untersuchung drei Jahre später bemerkte er jedoch mit Überraschung, dass viele auch Positives berichteten: 46 Prozent bezeichneten ihr Leben nach der Katastrophe als schlechter denn zuvor, fast ebensoviele (43 Prozent) jedoch als besser.
Ähnliches zeigten auch die Überlebenden der New Yorker Terroranschläge von 2001 oder jener von Madrid 2004. “Die meisten Menschen wissen, dass sie ihr Leben nicht so weise, verantwortungsvoll, mitfühlend und reif führen, wie sie könnten. Ein Trauma ist wie ein Weckruf zur Reflexion und erlaubt, neue Perspektiven zu sehen. Viele können nicht mehr dort weitermachen, wo sie zuvor waren - was auch gut sein kann”, erklärt Joseph. Der US-Radfahrer Lance Armstrong schrieb in seiner Autobiografie sogar “Krebs war das beste, was mir je passiert ist”: Nachdem er Hodentumor überlebt hatte, gewann er die Tour de France als bisher Einziger siebenmal in Folge.
Nur negativ ist zu wenig
Auf eigene Faust schafft man es allerdings kaum, durch posttraumatischen Stress zu wachsen. “Wer weinen muss, braucht einen, der daneben sitzt. Wer sprechen muss, einen Zuhörer und wer Hilfe sucht, Hilfeleistende”, so Joseph. Traumaopfern rät er, sich mit anderen auszutauschen. “Oft hilft es zu wissen, dass man mit der schlimmen Erfahrung nicht alleine ist.” Zweitens solle man Trauma als Reise verstehen, die trotz allem auch gut verlaufen kann, weshalb man die Augen auch für das Positive offen halten müsse. Freilich gelingt es vielen Traumatisierte nicht, im Sozialleben und Beruf wieder zu funktionieren. Hier sei es wichtig, ärztliche und psychologische Hilfe zu suchen und anzunehmen.
Der britische Psychologe würdigt es als großen Fortschritt, dass in den vergangenen 30 Jahren das Bewusstsein und Angebot für professionelle Traumabehandlung stark gewachsen ist. Dennoch übt er auch Kritik an der eigenen Zunft, die er als “posttraumatische Industrie” bezeichnet. “Wer nur nach der posttraumatischen Belastungsstörung sucht, hilft damit nicht, sondern schafft damit eher eine selbsterfüllende Prophezeiung. Ausgewogene Unterstützung muss auch der Möglichkeit Platz geben, dass am Ende des Tunnels Licht ist.”
Leben neu denken
Und für alle, die das Schicksal verschont hat: Fürs Leben lernen kann man auch ohne Tragödie, betont Joseph. “Man braucht kein Trauma als Weckruf, um sein Leben sinnvoller zu gestalten. So wie der Geizhals Ebenezer Scrooge in Dickens ‘A Christmas Carol’ nach dem Besuch nächtlicher Geister die Welt anders wahrnimmt und ein weiches Herz zeigt, kann schon die Vorstellung von Schicksalsschlägen und Verlusten sowie Anteilnahme zu besserer Reflexion verhelfen.” Leicht sei dieser Weg allerdings nicht - denken doch viele bei drohenden Gefahren bloß an den Abschluss einer Versicherung.
Link zum Buch: http://www.whatdoesntkillus.com
Geschrieben in Fachpublikation, Spirituell, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Hungerkrise klopft in Westafrika an
6.2.2012 von zaro.
Hilfsorganisationen fordern mehr Unterstützung für Prävention
Ouagadougou/Berlin - In Westafrika droht eine Hungerkrise ähnlichen Ausmaßes wie derzeit noch immer weiter östlich am Horn von Afrika. Dürre, Armut und hohe Getreidepreise lassen eine Wiederholung der Nahrungsmittelknappheiten aus den Jahren 2005, 2008 und 2010 in der Region befürchten. Fast sieben Mio. Menschen brauchen dringend Nahrungsmittelhilfe, 1,3 Mio. Kindern droht Unter- oder Mangelernährung. Hilfsorganisationen warnen, dass die betroffenen Länder - vor allem Niger, Mali, Mauretanien, Tschad und Burkina Faso - nicht nur Nothilfe, sondern auch Vorsorge dringend brauchen, um die Krisenanfälligkeit langfristig abzuwenden.
Kein Regen
Mehrere ungünstige Faktoren stehen hinter der Situation. Die wärmeren Meere um Westafrika führen zu häufigeren Trockenperioden und in Folge zu Ernteausfällen. Der Nahrungsbedarf steigt durch die boomende Bevölkerung und die Flüchtlinge aus den umliegenden Krisenregionen Libyen, Elfenbeinküste und Südsudan. Intensive Landnutzung und Rodungen lassen den Boden austrocknen und verstärken die Wüstenbildung. Dazu kommt die Verteuerung des Getreidepreises, der derzeit schon 50 Prozent über dem Vorjahreswert liegt.
“In Burkina Faso ist der Regen 2011 teils ausgefallen, teils hat er zu früh aufgehört. Das hat in manchen Regionen des Landes zu kompletten Ausfällen der Ernte geführt. Für die Mehrheit der Bauern, die allein Getreide anbaut, ist das eine Katastrophe”, berichtet Kristina Rauland-Yambré, in Ougadougou stationierte Regionalkoordinatorin für die Sahel-Zone bei Help http://help-ev.de , in pressetext-Interview. Vor Ort tätige Hilfsorganisationen haben im Dezember 2011 Notprogramme gestartet und verteilen dabei etwa Lebensmittel.
Geldgeber für Prävention nötig
Nachhaltige Hilfe und Vorsorge zur rechten Zeit wären jedoch wesentlich besser, betont die Expertin. “Möglich wären etwa Kampagnen, die die Bevölkerung informieren und gegen Krisen stärken, etwa durch Diversifizierung im Anbau, durch Viehzucht, Gartenbau, Getreidespeicher oder besseres Wassermanagement. Seit längerem versuchen wir, Präventionsprojekte umzusetzen, doch kommt Unterstützung immer erst dann, wenn die Krise schon da ist. Einiges der heutigen Situation wäre erspart geblieben, hätte man mit Vorkehrungen schon bei den ersten Anzeichen 2011 getroffen.”
Verständlich sei es, dass das Gros der Einzelspender nur auf dringende Spendenaufrufe mit drastischen Bildern im Fernsehen reagiere, so die Entwicklungshelferin. “Drastisch sind die Bilder vor Ort jedoch immer, da die Situation eine chronische ist. Projektideen für strukturelle Verbesserungen und Prävention gibt es genug, zur Umsetzung braucht es jedoch vor allem die EU und bilaterale Abkommen mit Ländern. Meist fehlt es jedoch an politischem Druck dazu”, so Rauland-Yambré. Die regionalen Vorbedingung für langfristigen Aufbau seien gut - zumindest politisch ist die Sahelzone stabil.
Schlimmeres verhindern
Auch das Bündnis der Hilfsprogramme “Aktion Deutschland Hilft” http://www.aktion-deutschland-hilft.de weist darauf hin, dass in Westafrika eine Hungersnot schlimmeren Ausmaßes noch verhindert werden kann. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass sich nationale und internationale Geldgeber besser koordinieren und mehr Augenmerk auf die Vorsorge legen. (Ende)
Geschrieben in Sonstiges, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Stillen schützt vor Asthma
6.2.2012 von zaro.
Muttermilch verhilft zu freiem Atmen und größerer Lunge
Bern - Schulkinder, die als Babys gestillt wurden, zeigen bessere Lungenfunktionswerte als jene, die keine Muttermilch erhalten haben. Das berichten Forscher der Universität Bern http://unibe.ch in einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds. US-Forscher hatten zuvor behauptet, dass asthmakranke Mütter mit dem Stillen das Asthma-Risiko des Kindes erhöhen. Das konnten die Forscher nun widerlegen. “Stillen kann guten Gewissens empfohlen werden - erst recht für Asthmatikerinnen”, betont Studienleiterin Claudia Kühni im Presse-Interview.
Lunge um 180 Milliliter größer
Die Forscher vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin analysierten umfangreiche Daten von 1.400 englischen Schulkindern. 273 davon waren Kinder einer Mutter mit Asthma. Die Auswertung zeigte, dass das frühe Gestilltwerden alle Kinder freier atmen ließ. Bei Kindern, deren Mütter Asthma hatten, fand sich auch ein positiver Einfluss auf die Lungengrösse, und zwar umso stärker, je länger sie gestillt wurden. Den Hinweis dafür lieferte die Auswertung des Atemzugsvolumens, schreiben die Forscher im “American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine”.
“Im Schnitt haben gestillte Kinder von Mütter mit Asthma im Schulalter um 180 Milliliter mehr Atemvolumen als Nichtgestillte. Zwar ist dieser Unterschied nicht groß, doch würde sich der Anteil von 20 Prozent der ungestillten Kindern mit der schlechtesten Lungenfunktion durch das Stillen auf zehn Prozent verringern”, erklärt Kühni. Dass US-Daten von 2001 und 2007 teils ein negatives Urteil gefällt hatten, dürfte in den Augen der Forscherin außer auf methodische Unterschiede eventuell auch auf andere Asthma-Behandlungsformen zurückzuführen sein.
Asthma-Medizin kein Hindernis
Für die Wirkung von Asthmamedikamenten auf ein gestilltes Kind gibt es bisher noch wenig Studien. Asthma zählt sicher nicht zu den wenigen Krankheiten, bei denen laut offiziellen Empfehlungen auf das Stillen verzichtet werden sollte. “Richtig dosiert haben Asthmamedikamente während Schwangerschaft und Stillzeit sicher keine negativen Auswirkungen auf das Kind haben. Beim Stillen sind die gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind eindeutig im Vordergrund.”
Ein Rätsel bleibt weiterhin, auf welche Weise Muttermilch die Lunge positiv beeinflusst. Zwar sind enthaltene Abwehrstoffe bekannt, die vor Atemwegsinfekten in den ersten Lebensjahren schützen und die Lungenfunktion stärken. Folgt man den Auswertungen, sind jedoch andere Hauptursachen wahrscheinlich. “Möglich wäre, dass hormonähnliche Substanzen in der Muttermilch die Lunge größer und widerstandsfähiger machen. Oder das Saugen an der Brust stimuliert das Lungenwachstum mechanisch”, vermutet Kühni. (Ende)
Geschrieben in Fachpublikation, Beziehung, Familie, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Multitasking fördert soziale Störungen
6.2.2012 von zaro.
Videochats können Face-to-Face-Kommunikation nicht ersetzen
Stanford - Das dauernde Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen digitalen Gerätschaften und Kommunikationsformen erhöht bei Teenagern die Wahrscheinlichkeit, in späterer Folge soziale Störungen zu entwickeln. Dies gilt zumindest für junge Mädchen im Teenageralter, wie aus einer aktuellen Studie der Universität Stanford http://www.stanford.edu hervorgeht. Demnach erhöht sich mit dem Ausmaß der “Multitasking-Verliebtheit” der Nutzerinnen auch gleichzeitig das Risikopotenzial in Hinblick auf soziale Störungen. Eine weitere wichtige Erkenntnis: Videochat-Programme wie Apples FaceTime können eine echte Interaktion mit Menschen nicht ersetzen.
“Kinder müssen Emotionen und Mitgefühl lernen, indem sie sehr aufmerksam auf andere Personen achten”, stellt Clifford Nass, Professor für Kommunikation an der Stanford University, gegenüber CNN klar. In diesem Zusammenhang sei es nicht ausreichend, sich auf digitale Kanäle wie Videochats zu verlassen. “Wer die direkte Face-to-Face-Kommunikation meidet, läuft Gefahr, kritische Dinge, die man lernen muss, nicht mitzubekommen”, betont Nass. Ein besonders wichtiger Aspekt hierbei sei etwa der Augenkontakt, der aber keinesfalls nur virtuell, sondern auch real erfolgen muss, so Nass.
Risikofaktor Multitasking
Bei seiner Untersuchung hat der Wissenschaftler und Kommunikationsexperte insgesamt 3.461 US-amerikanische Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Dabei zeigte sich, dass das Risiko für soziale Störungen bei den jungen weiblichen Nutzern durch besonders häufiges Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Kommunikationskanälen deutlich erhöht wird. Dies gilt sowohl für Multitasking mit mehreren Endgeräten wie TV, Computer oder Handy als auch für den Wechsel zwischen unterschiedlichen Webdiensten wie Facebook, Twitter oder YouTube.
“Schockierende” Ergebnisse
Die zu Tage geförderten Resultate bezeichnet Nass, der im Laufe seiner bisherigen Karriere bereits für viele namhafte IT-Unternehmen - unter anderem Google und Microsoft - als Berater tätig gewesen ist, als “schockierend” und “beunruhigend”. Obwohl die Studie nur mit Mädchen durchgeführt worden ist, sollen die gefundenen Ergebnisse auch für Jungen Gültigkeit haben. “Die emotionale Entwicklung von jungen Burschen ist schwieriger zu analysieren, weil sie in einem weitaus größeren Ausmaß und über einen längeren Zeitraum variiert”, merkt Nass an.
Für den Professor aus Stanford ist dies nicht die erste Analyse zum Thema Multitasking. Schon vor einigen Jahren sorgte er mit einer Studie für Aufregung, die das übermäßige Hin- und Herwechseln auch bei erwachsenen Usern mit der Entstehung von kognitiven Störungen in Verbindung brachte. (Ende)
Geschrieben in Pressebericht, Beziehung, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen
2.2.2012 von zaro.
Lernzentrum bei feinfühligen Eltern um ein Zehntel größer
St. Louis/Magdeburg - Wer sein Kind mit viel Hingabe umsorgt, fördert damit dessen Hirnreifung. Um ganze zehn Prozent größer ist das Lern- und Gedächtniszentrum im Gehirn bei Schulkindern, deren Mütter in frühen Jahren besonders feinfühligen Umgang gezeigt haben. Das berichten Forscher der Washington University School of Medicine http://medschool.wustl.edu in der Zeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences”.
Eltern steuern Entwicklung
Untersucht wurden 92 Kinder im Vorschulalter, denen man eine stressauslösende Aufgabe stellte: Sie sollten darauf warten, ein ersehntes Geschenk zu öffnen, wobei sie von einem Elternteil - meist die Mutter - unterstützt wurden. Die Szene wurde gefilmt und von unbeteiligten Experten analysiert. Jahre später, im Grundschulalter, erstellte man Gehirnscans der Kinder. Das Ergebnis: Kinder mit feinfühligen Müttern hatten einen um zehn Prozent größeren Hippocampus als Altersgenossen, deren Mütter wenig auf sie eingegangen waren.
Die Studienautorin Joan L. Luby sieht darin den “ersten Nachweis beim Menschen, dass Mutterliebe die kindliche Gehirnstruktur tatsächlich verändert”. Eine bessere Schulleistung habe man schon zuvor festgestellt. “Auch von Tieren, deren Elternverhalten man ja über längere Zeiträume beobachten kann, kennt man den Zusammenhang”, erklärt der Magdeburger Biologe Jörg Bock http://www.uni-magdeburg.de im Interview. So haben auch Rattenkinder, die von den Müttern besonders lange geleckt wurden, einen größeren Hippocampus.
Lernen und Stressregulierung
Der Hippocampus ist Teil des limbischen Systems des Gehirns, das bei Emotionen und der Lernleistung eine wichtige Rolle spielt. “Bei jedem neuen Dazulernen ist diese Region beteiligt. Ist er vergrößert, dürfte dies die Lernleistung verbessern”, erklärt Bock. Erklärbar sei das Wachstum vor allem dadurch, dass die Zuwendung die Neubildung der Nervenzellen-Synapsen stimuliert. Jedoch auch Stressreaktionen laufen über den Hippocampus und verschlechtern sich, wenn das zentral gelegene Hirnareal beschädigt ist.
Die US-Forscher interpretieren das Ergebnis als Zeichen, wie bedeutend die scheinbar rein intuitive Erziehung durch die Eltern für die menschliche Entwicklung ist. “Günstig wäre, den erzieherischen Fähigkeiten mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu geben. Denn die Umsorgung im frühen Alter bestimmt die spätere Entwicklung in sehr, sehr hohem Ausmaß”, schreibt Luby.
Geschrieben in Fachpublikation, Beziehung, Familie, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Alle Brustimplantate bergen Risiko
1.2.2012 von zaro.
Experte: “Silikonpads sind keine One-Time-Surgery”
Berlin - Silikonimplantate in der Brust stellen immer ein bestimmtes Gesundheitsrisiko dar - auch solche, die nicht von der Skandalfirma PIP und deren Abnehmer stammen. “Ideal wäre zwar, dass Brustimplantate nach dem Einsetzen 20 Jahre im Körper verbleiben können. Das ist jedoch meist nicht der Fall. Silikonimplantate sind keine One-Time-Surgery und Probleme eher Regel als Ausnahme. Patienten müssen mit einem Austausch nach 15 Jahren rechnen”, sagt Peter M. Vogt, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie DGPRÄC http://dgpraec.de , im Interview.
Häufig Austausch nötig
Seit im Dezember 2011 publik wurde, dass die französische Brustimplantate-Firma Poly Implant Prothese (PIP) ein für Menschen ungeeignetes, deutsches Industriesilikon verwendet hat, hat sich der Blick der Medizin auf Silikonkissen allgemein deutlich geschärft. Binnen zehn Jahren lassen bis zu 30 Prozent der Patientinnen ihre Implantate entfernen oder ersetzen, berichtet das US-Wissenschaftsportal “The Scientist”. Die Daten stammen aus einem Bericht zu Brustimplantaten der “Food and Drug Administration” (FDA) aus dem Jahr 2011.
Die Gründe des notwendigen Austauschs sind vielfältig. Entweder veränderte sich die Form des Kissens und infolge auch der Brust, oder es kam zu einer Ruptur, die das Silikon auslaufen lässt und dabei manchmal Schmerzen und Irritationen auslöst. Möglich ist jedoch auch eine Kapselfibrose, bei der die Kollagenschicht um die Prothese, die der Körper als Abwehrreaktion aufbaut, verdickt und hart wird und Spannung, Festigkeit bis hin zu Schmerzen fühlen lässt. Bei bis zu 20 Prozent der Frauen mit Silikonbrüsten ist Letzteres der Fall.
Jeder Wechsel erhöht Risiko
Die von Vogt vorgelegten deutschen Zahlen sind niedriger. “Drei Jahre nach der OP liegt die Austauschquote unter einem Prozent, sieben Jahre später bei acht Prozent. Insgesamt ist bei 15 Prozent der Patientinnen nach der Erstimplantation ein Auswechseln nötig - wobei man diese Zahlen aufgrund der aktuellen Vorfälle nochmals überprüfen wird müssen”, erklärt der plastische Chirurg. Nach dem Wechsel steigt ab dem zweiten Implantat das Risiko, da vorhandene Narben die Umgebung für Operation und Implantat verschlechtern.
Für erhöhtes Brustkrebs-Risiko durch Silikon gibt es laut Vogt bisher “keine Anhaltspunkte”, für einen Zusammenhang mit Lymphomen sammle man derzeit noch Daten. Die FDA hat hier bereits im Vorjahr eine minimale, jedoch eindeutige Erhöhung des Risikos festgestellt http://1.usa.gov/fu56Ok , allerdings bei noch nicht näher geklärten Ursachen und bei einem extrem kleinen Ausgangsrisiko.
Bald strengere Vorschriften
Konsequenzen wird es jedenfalls geben, kündigt der Berufsvertreter der plastischen Chirurgen an. “Symptome im Umfeld von Brustimplantaten, die man früher weit eher hingenommen hat - leichte Entzündungen, schmerzhafte Kapseln oder Ansammlung von Flüssigkeiten um die Kapsel - wird man künftig sicher weit genauer beobachten. Ziel muss es sein, gute Implantate und härtere Forderungen für die Nachsorge zu schaffen.” Auf EU-Ebene erarbeiten Experten derzeit neue Richtlinien, die laut Vogt bereits im Februar veröffentlicht werden sollen.
Silikon wird bei der Brustvergrößerung weiter verwendet, da auch die Alternativen ihre Tücken haben, so der Experte. “Fettinjektionen haben selbst bei genauer Platzierung Grenzen und Gesundheitsrisiken, ebenso Macrolane-Techniken, die zudem teils nur eine temporäre Lösung darstellen.” Kochsalz-Implantate werden wegen schlechter Materialeigenschaften kaum mehr verwendet, während Eigengewebsaufbau zumindest nach Krebs gute Erfolge erzielt - bei allerdings hohem Aufwand und neuen Narben etwa am Unterbauch. “Alternativ bleibt noch, dass die Frau mit ihrer Brustform leben kann”, betont Vogt. (Ende)
Geschrieben in Medizin, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Haut ohne Stammzellen in Gehirnzellen verwandelt
1.2.2012 von zaro.
Erste Tests mit Mäusen erfolgreich - Möglicher Einsatz in der Medizin
Stanford - Wisenschaftler der Stanford University School of Medicine http://med.stanford.edu haben bei Mäusen Hautzellen direkt in Zellen umgewandelt, die sich zu den Hauptbestandteilen des Gehirns entwickeln. Bei diesem Experiment wurde auf den Einsatz von Stammzellen in der Mitte dieses Vorgangs verzichtet. Das Team um Marius Wernig zeigt sich in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://pnas.org in Hinblick auf den möglichen Einsatz in der Medizin optimistisch. Dennoch seien noch weitere Tests nötig.
Ethische Bedenken
Der Einsatz von Stammzellen wurde immer wieder kontrovers diskutiert. Trotz ihres Potenzials für die Medizin bleibt eine der großen Fragen, wie sie gewonnen werden. Der Einsatz von embryonalen Stammzellen hat häufig zu ethischen Bedenken geführt. Zusätzlich müssten Patienten Immunsuppresiva einnehmen, da das so gewonnene Gewebe nicht ihrem eigenen entsprechen würde.
Ein anderer Ansatz hat versucht, Hautzellen wieder zu induzierten Stammzellen umzuprogrammieren. Sie könnten aus den Zellen eines Patienten gewonnen und dann zu den benötigten Zelltypen gemacht werden. Dieser Vorgang führt jedoch zur Aktivierung von Genen, die Krebs verursachen.
Neurale Vorläuferzellen wichtig
Für die aktuelle Studie wurde eine andere Option gewählt. Die Hautzellen eines Menschen sollten sich direkt in spezialisierte Zellen verwandeln. Es ist bereits gelungen, Hautzellen direkt in Neuronen umzuformen. Dabei entstanden neurale Vorläuferzellen, die sich zu drei Arten von Gehirnzellen entwickeln können: Neuronen, Astrozyten und Oligodendrozyten. Diese Vorläufer haben den Vorteil, dass sie im Labor in großen Mengen hergestellt werden können. Das könnte für den Einsatz bei jeder Art von Behandlung von großer Bedeutung sein.
Gehirnzellen und Hautzellen enthalten die gleichen genetischen Informationen. Der genetische Code wird jedoch jeweils leicht anders interpretiert. Dieser Vorgang wird durch Transkriptionsfaktoren kontrolliert. Die Forscher setzten einen Virus ein, um Hautzellen mit drei Transkriptionsfaktoren zu infizieren, die in neuralen Vorläuferzellen in großen Mengen enthalten sind.
Nach drei Wochen verwandelte sich eine von zehn Zellen in neurale Vorläuferzellen. Laut Wernig wurde nachgewiesen, dass sich diese Zellen in das Gehirn von Mäusen integrieren und ein fehlendes Protein herstellen können, das für die Übertragung von elektrischen Signalen durch die Neuronen wichtig ist. (Ende)
Geschrieben in Fachpublikation, Medizin, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Sozialkontakte halten Gehirn in Schwung
1.2.2012 von zaro.
Lernprozesse im Alter brauchen Austausch und Anregung
Bochum - Wer sich viel bewegt und unter die Leute geht, betreibt damit Fitness-Training für das Gehirn. Selbst im Alter bleibt die Lernfähigkeit unter diesen Voraussetzungen sowie bei anregender Umgebung auf hohem Niveau bestehen, berichten Gehirnforscher der Universität Bochum http://rub.de . Die Ergebnisse kommen aus der Mäuseforschung, vergleichbare Studien legen jedoch Zusammenhänge zum menschlichen Gehirn nahe.
Gruppe erhöht Lernleistung
Die Forscher um den Neurophysiologen Arne Buschler setzten Mäuse teils in Standardkäfige, teils in Boxen, die mit Röhren, Laufrädern, Bällen und anderem Spielzeug ausgestaltet waren - teils alleine, teils mit Artgenossen. Dazu beobachteten sie regelmäßig die Aktivität der Nervenzellen im Hippocampus, der für das Langzeit-Gedächtnis verantwortlichen Gehirnregion. Geprüft wurde, wie sehr sich diese Zellen an die Weitergabe kleiner elektrischer Signale anpassen konnten.
Bereits in den zwei Testwochen zeigte sich: Soziale Kontakte und Bewegung lassen die Nervenzellen besser kommunizieren. Diese “Langzeitpotenzierung” war dann besonders stark, wenn sich mehrere Tiere in einer anregenden Umgebung aufhielten. Laut Buschler decken sich die Ergebnisse mit Studien Bochumer Neuroinformatikern bei älteren Tanzkurs-Besuchern: Auch hier treffen die günstigen Faktoren Sozialkontakte und körperliche Bewegung zusammen.
Emotionen steuern mit
Göttinger Forscher sehen auch andere wichtige Faktoren für die Agilität des Gehirns: Der emotionale Bezug zu Lerninhalten - im günstigsten Fall Begeisterung - spielt eine wesentliche Rolle. Erst dadurch ist es etwa Taxifahrern möglich, sich zigtausend neue Straßennamen einer Stadt einzuprägen. Angst und Stress schädigen hingegen den Hippocampus und machen vergesslicher).
Originalartikel unter http://www.rub.de/rubin
(Ende)
Geschrieben in Pressebericht, Beziehung, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Schlafdefizit weckt Hunger auf Süßes
20.1.2012 von zaro.
Schichtarbeiter-Problem: Durchwachte Nächte sind Appetitanreger
Uppsala - Nach einer durchwachten Nacht meldet der Körper vor allem eines: Hunger. Er sucht dabei besonders energiereiche Nahrung und fühlt sich durch sie stärker belohnt als sonst. Das berichten Forscher aus Schweden, Deutschland und der Schweiz im “Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism”. “Die schlechten Schlafgewohnheiten der Bevölkerung dürften wesentlich zum Übergewichts-Problem beitragen”, sagt Studienleiter Christian Benedict von der Universität Uppsala http://uu.se/en/ im Presse-Interview.
Mehr Hüftspeck
Schon seit 2004 ist bekannt, dass fehlender Schlaf den Hunger erhöht. Im Vorjahr hat Benedict gezeigt, dass Schlafentzug auch den Stoffwechsel beeinflusst und zu einer vermehrten Umwandlung der Nahrung in Hüftspeck führt. Menschen, die zwei Wochen lang teilweisen Schlafentzug erleben, essen zwar mengenmäßig nicht mehr, haben jedoch andere Präferenzen und suchen stärker als sonst besonders kalorienreiche Nahrung.
Während Schlaf den Energieverbrauch von Gehirn und Körper senkt, sorgt das Fehlen der Ruhepause für Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Stress. “Gleichzeitig meldet das Gehirn ein Energiedefizit, ergreift Gegenmaßnahmen und sieht Nahrung als appetitanregender als sonst”, erklärt Benedict den Mechanismus dahinter.
Belohnung für Kalorien
Warum Schlaflose dabei besonders nach Süß und Pikant verlangen, konnte der Neurowissenschaftler nun durch eine weitere Untersuchung zeigen. Zwölf Versuchspersonen legten sich am Morgen nach einer Nacht mit normalem Schlaf sowie nach einer durchwachten Nacht in einen fMRI-Scanner, während sie Fotos von verschiedenen Speisen sahen. “Die Hirnaktivität stieg ohne Schlaf im anterioren cingulären Kortex, der ein wichtiger Bestandteil des Belohnungssystems ist”, berichtet Benedict.
Diese in Gang gesetzte Gehirnregion steuert unter anderem die Belohnung durch Essen als auch die Erwartung, wie erfreulich eine Nahrung ist, die man zu essen überlegt - was etwa bei der Wahl im Supermarkt oder auch am Büfett das Verhalten mitbestimmen kann. Als relevant sieht der Forscher das Ergebnis jedoch besonders für Schichtarbeiter. “Es erklärt, warum Schichtarbeiter so häufig an Übergewicht leiden - zusätzlich zu den problematischen Folgen, die der ständige Wechsel der inneren Uhr hat.”
Abstract der Studie unter http://jcem.endojournals.org/content/early/2012/01/12/jc.2011-2759.abstract (Ende)
_______________________________________
Zur ZARO Biotec - Fanseite: www.facebook.de/zarobiotec
Geschrieben in Sonstiges, Fachpublikation, Gesundheitstipps, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Forscher warnen: Erde hat zweites Ozonloch
20.1.2012 von zaro.
Tiefe Temperaturen verstärken Ozonabbau über der Arktis
Karlsruhe - Im vergangenen Winter haben Forscher die massivste Zerstörung der Ozonschicht festgestellt. “Seither kann man von einem Ozonloch über der Arktis sprechen. Auch Kollegen von der NASA haben gesagt, dass man unter den vorherrschenden Bedingungen von einem Ozonloch sprechen kann”, sagt Björn-Martin Sinnhuber, Forscher am Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) http://klima-umwelt.kit.edu , gegenüber zaronews.
Stratosphäre wird kälter
Sinnhuber und sein Team haben die Mechanismen untersucht, die zum ersten Ozonloch über dem Nordpol geführt haben. Ungewöhnlich kalte Temperaturen in der Stratosphäre verursachten die Zerstörung der Ozonschicht über der Arktis. Eine weitere Abkühlung der Ozonschicht kann den Einfluss ozonzerstörender Stoffe wie etwa der Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) verstärken.
Deshalb rechnen die Forscher mit einem wiederholten Auftreten eines Ozonlochs über der Arktis. In der Stratosphäre werden bei Temperaturen unter minus 78 Grad Celsius Chlorverbindungen, die beispielsweise aus FCKW stammen, chemisch so umgewandelt, dass sie die Ozonschicht zerstören.
Ozonloch verfestigt sich
Setzt sich der Trend zu immer kälteren Temperaturen in der Stratosphäre fort, ist für die Zukunft wiederholt mit dem Auftreten eines arktischen Ozonlochs zu rechnen, so eine der Kernaussagen der Studie. “Wir haben dabei herausgefunden, dass ein weiteres Sinken der Temperatur um nur ein Grad ausreichen würde, um zu einer fast vollständigen Zerstörung in einzelnen Bereichen der arktischen Ozonschicht zu führen”, sagt Sinnhuber.
Beobachtungen über die vergangenen 30 Jahre deuten darauf hin, dass die Stratosphäre in kalten arktischen Wintern im Mittel um etwa ein Grad pro Jahrzehnt kälter geworden ist. Die weitere Entwicklung der Ozonschicht wird auch wesentlich vom Klimawandel beeinflusst, so Sinnhuber.
Denn während die Zunahme von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen zwar zu einer Erwärmung in den unteren Luftschichten am Erdboden führt, bewirkt dies gleichzeitig eine Abkühlung der darüber liegenden Luftschichten der Stratosphäre, in denen sich die Ozonschicht befindet. (Ende)
Geschrieben in Fachpublikation, Natur-Bio, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Indien: Killer-Tuberkulose nicht behandelbar
20.1.2012 von zaro.
Bakterienstämme völlig resistent gegen Standard-Antibiotika
Mumbai (pte008/18.01.2012/10:00) - Eine aggressive Form der Tuberkulose (TB), die völlig resistent gegen die Behandlung mit Antibiotika ist, haben jetzt erstmals Ärzte des Hinduja National Hospital http://hindujahospital.com gemeldet. Zwölf Patienten erkrankten an einer vollständig resistenten Form der Infektion. Die Patienten verstarben daraufhin. Das indische Gesundheitsministerium untersucht die Fälle und hat Experten nach Mumbai entsandt.
Die Beunruhigung über Tuberkulosestämme, die gegen Medikamente resistent sind, nimmt zu. Ähnliche Fälle wurden bereits in Italien und im Iran bekannt. TB gilt weltweit als eine der häufigsten Todesursachen. Übertroffen wird sie bei den Infektionskrankheiten nur noch durch HIV, schreibt die BBC.
Armenviertel betroffen
Normalerweise erhalten Patienten für die Dauer von sechs bis neun Monaten Antibiotika. Neue Bakterienstämme erweisen sich jedoch als zunehmend resistent gegen die am häufigsten eingesetzten Medikamente. Teilweise Resistenzen sind derzeit weltweit aus mehreren Ländern bekannt. Resistenzen gegen mehrere Medikamente treten in Russland und China auf. Die aktuellen Berichte aus Indien verstärken die Beunruhigung darüber, ob die Medizin in Zukunft in der Lage sein wird, diese Krankheit zu kontrollieren.
Die Ärzte des Hinduja National Hospital berichten, dass sie Patienten bis zu zwei Jahre lang erfolglos mit einer Vielzahl von Medikamenten behandelt hatten. Die Betroffenen stammten aus den Armenvierteln der Stadt. Die dort herrschende Enge mache eine weitere Ausbreitung wahrscheinlich. Die Centers for Disease Control (CDC) haben unterdessen bestätigt, dass der in Indien verbreitete Bakterienstamm vollständig resistent zu sein scheint. Laut Kenneth Castro ist ein rasches Handeln entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Pharmaindustrie wurde bereits mehrfach aufgefordert, mehr in die Entwicklung neuer Antibiotika zu investieren.
Längst kein Indien-Problem mehr
Ruth Mcnerney von der London School of Hygiene and Tropical Medicine http://www.lshtm.ac.uk betont, dass das Auftreten dieser Erkrankungen eine erste Bedrohung für die weltweiten Anstrengungen zur Bekämpfung dieser Krankheit bedeuten. “Wir sehen wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges. Wir wissen nicht, wie weit verbreitet diese Resistenzen bereits sind. Nur wenige Menschen werden auf die Resistenz gegen Medikamente getestet.” Die Wissenschaftlerin geht davon aus, dass es massiver Anstrengungen bedürfen wird, um dieses Problem zu lösen. “Das ist ein weltweites Problem und längst kein Problem, das nur Indien betrifft.” (Ende)
Geschrieben in Fachpublikation, Medizin, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Leckere Bilder erzeugen Hunger
20.1.2012 von zaro.
Auch äußere Reize steuern Essverhalten
München - Forscher haben erstmals nachgewiesen, dass schon der Anblick von Köstlichkeiten Appetit macht. Eine Studie an gesunden jungen Männern belegt, dass sich die Menge am neurosekretorischen Eiweißhormon Ghrelin im Blut durch die optische Stimulation mit Bildern von Nahrungsmitteln erhöht. “Normalerweise misst der Körper permanent, wie hoch der Blutzuckerspiegel ist - so entsteht Hungergefühl”, sagt Barbara Meyer vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie http://mpipsykl.mpg.de gegenüber zaronews.
Werbung beeinflusst Gewicht
Als Hauptregulator steuert das Hormon Ghrelin das Essverhalten und die Verdauung. Der Erhebung nach nehmen sowohl physiologische Mechanismen als auch Umweltfaktoren Einfluss auf die Nahrungsaufnahme. Allgegenwärtige Bilder von appetitanregenden Lebensmitteln in Werbung und Medien könnten zur Gewichtszunahme in der westlichen Bevölkerung beitragen, vermuten die Forscher.
Die Arbeitsgruppe um Axel Steiger ging den molekularen Prozessen zur Steuerung der Nahrungsaufnahme auf den Grund. Untersucht wurde die körperliche Reaktion auf das Bildbetrachten. Auf einem Teil der Bilder waren gut schmeckende Speisen dargestellt, auf einem anderen Teil der Bilder nicht essbare Dinge. Gemessen wurden die Konzentrationen verschiedener Hormone im Blut, die an der Regulation der Nahrungsaufnahme beteiligt sind, wie Ghrelin, Leptin und Insulin. Ein Anstieg der Ghrelin-Konzentration auf optische Reize wurde gemessen.
Mehr Ghrelin bei Köstlichkeiten
“Unsere Studienergebnisse zeigen erstmalig, dass die Ausschüttung von Ghrelin ins Blut zur Regulation der Nahrungsaufnahme auch durch äußere Faktoren gesteuert wird. Unser Gehirn verarbeitet also diese optischen Reize, und ohne willentliche Kontrolle werden die körperlichen Prozesse gestartet, die unser Appetitempfinden steuern”, sagt Petra Schüssler, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut.
Dieser Mechanismus könnte Menschen dazu verleiten, bereits zwei Stunden nach dem Frühstück ein Stück Kuchen zu verzehren. Sie empfiehlt daher Menschen mit Gewichtsproblemen, den Anblick von Bildern appetitlicher Lebensmittel möglichst zu vermeiden.
(Ende)
Geschrieben in Pressebericht, Marketing, PR, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »