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Archiv der Kategorie Beziehung
Stillen schützt vor Asthma
6.2.2012 von zaro.
Muttermilch verhilft zu freiem Atmen und größerer Lunge
Bern - Schulkinder, die als Babys gestillt wurden, zeigen bessere Lungenfunktionswerte als jene, die keine Muttermilch erhalten haben. Das berichten Forscher der Universität Bern http://unibe.ch in einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds. US-Forscher hatten zuvor behauptet, dass asthmakranke Mütter mit dem Stillen das Asthma-Risiko des Kindes erhöhen. Das konnten die Forscher nun widerlegen. “Stillen kann guten Gewissens empfohlen werden - erst recht für Asthmatikerinnen”, betont Studienleiterin Claudia Kühni im Presse-Interview.
Lunge um 180 Milliliter größer
Die Forscher vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin analysierten umfangreiche Daten von 1.400 englischen Schulkindern. 273 davon waren Kinder einer Mutter mit Asthma. Die Auswertung zeigte, dass das frühe Gestilltwerden alle Kinder freier atmen ließ. Bei Kindern, deren Mütter Asthma hatten, fand sich auch ein positiver Einfluss auf die Lungengrösse, und zwar umso stärker, je länger sie gestillt wurden. Den Hinweis dafür lieferte die Auswertung des Atemzugsvolumens, schreiben die Forscher im “American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine”.
“Im Schnitt haben gestillte Kinder von Mütter mit Asthma im Schulalter um 180 Milliliter mehr Atemvolumen als Nichtgestillte. Zwar ist dieser Unterschied nicht groß, doch würde sich der Anteil von 20 Prozent der ungestillten Kindern mit der schlechtesten Lungenfunktion durch das Stillen auf zehn Prozent verringern”, erklärt Kühni. Dass US-Daten von 2001 und 2007 teils ein negatives Urteil gefällt hatten, dürfte in den Augen der Forscherin außer auf methodische Unterschiede eventuell auch auf andere Asthma-Behandlungsformen zurückzuführen sein.
Asthma-Medizin kein Hindernis
Für die Wirkung von Asthmamedikamenten auf ein gestilltes Kind gibt es bisher noch wenig Studien. Asthma zählt sicher nicht zu den wenigen Krankheiten, bei denen laut offiziellen Empfehlungen auf das Stillen verzichtet werden sollte. “Richtig dosiert haben Asthmamedikamente während Schwangerschaft und Stillzeit sicher keine negativen Auswirkungen auf das Kind haben. Beim Stillen sind die gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind eindeutig im Vordergrund.”
Ein Rätsel bleibt weiterhin, auf welche Weise Muttermilch die Lunge positiv beeinflusst. Zwar sind enthaltene Abwehrstoffe bekannt, die vor Atemwegsinfekten in den ersten Lebensjahren schützen und die Lungenfunktion stärken. Folgt man den Auswertungen, sind jedoch andere Hauptursachen wahrscheinlich. “Möglich wäre, dass hormonähnliche Substanzen in der Muttermilch die Lunge größer und widerstandsfähiger machen. Oder das Saugen an der Brust stimuliert das Lungenwachstum mechanisch”, vermutet Kühni. (Ende)
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Multitasking fördert soziale Störungen
6.2.2012 von zaro.
Videochats können Face-to-Face-Kommunikation nicht ersetzen
Stanford - Das dauernde Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen digitalen Gerätschaften und Kommunikationsformen erhöht bei Teenagern die Wahrscheinlichkeit, in späterer Folge soziale Störungen zu entwickeln. Dies gilt zumindest für junge Mädchen im Teenageralter, wie aus einer aktuellen Studie der Universität Stanford http://www.stanford.edu hervorgeht. Demnach erhöht sich mit dem Ausmaß der “Multitasking-Verliebtheit” der Nutzerinnen auch gleichzeitig das Risikopotenzial in Hinblick auf soziale Störungen. Eine weitere wichtige Erkenntnis: Videochat-Programme wie Apples FaceTime können eine echte Interaktion mit Menschen nicht ersetzen.
“Kinder müssen Emotionen und Mitgefühl lernen, indem sie sehr aufmerksam auf andere Personen achten”, stellt Clifford Nass, Professor für Kommunikation an der Stanford University, gegenüber CNN klar. In diesem Zusammenhang sei es nicht ausreichend, sich auf digitale Kanäle wie Videochats zu verlassen. “Wer die direkte Face-to-Face-Kommunikation meidet, läuft Gefahr, kritische Dinge, die man lernen muss, nicht mitzubekommen”, betont Nass. Ein besonders wichtiger Aspekt hierbei sei etwa der Augenkontakt, der aber keinesfalls nur virtuell, sondern auch real erfolgen muss, so Nass.
Risikofaktor Multitasking
Bei seiner Untersuchung hat der Wissenschaftler und Kommunikationsexperte insgesamt 3.461 US-amerikanische Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Dabei zeigte sich, dass das Risiko für soziale Störungen bei den jungen weiblichen Nutzern durch besonders häufiges Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Kommunikationskanälen deutlich erhöht wird. Dies gilt sowohl für Multitasking mit mehreren Endgeräten wie TV, Computer oder Handy als auch für den Wechsel zwischen unterschiedlichen Webdiensten wie Facebook, Twitter oder YouTube.
“Schockierende” Ergebnisse
Die zu Tage geförderten Resultate bezeichnet Nass, der im Laufe seiner bisherigen Karriere bereits für viele namhafte IT-Unternehmen - unter anderem Google und Microsoft - als Berater tätig gewesen ist, als “schockierend” und “beunruhigend”. Obwohl die Studie nur mit Mädchen durchgeführt worden ist, sollen die gefundenen Ergebnisse auch für Jungen Gültigkeit haben. “Die emotionale Entwicklung von jungen Burschen ist schwieriger zu analysieren, weil sie in einem weitaus größeren Ausmaß und über einen längeren Zeitraum variiert”, merkt Nass an.
Für den Professor aus Stanford ist dies nicht die erste Analyse zum Thema Multitasking. Schon vor einigen Jahren sorgte er mit einer Studie für Aufregung, die das übermäßige Hin- und Herwechseln auch bei erwachsenen Usern mit der Entstehung von kognitiven Störungen in Verbindung brachte. (Ende)
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Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen
2.2.2012 von zaro.
Lernzentrum bei feinfühligen Eltern um ein Zehntel größer
St. Louis/Magdeburg - Wer sein Kind mit viel Hingabe umsorgt, fördert damit dessen Hirnreifung. Um ganze zehn Prozent größer ist das Lern- und Gedächtniszentrum im Gehirn bei Schulkindern, deren Mütter in frühen Jahren besonders feinfühligen Umgang gezeigt haben. Das berichten Forscher der Washington University School of Medicine http://medschool.wustl.edu in der Zeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences”.
Eltern steuern Entwicklung
Untersucht wurden 92 Kinder im Vorschulalter, denen man eine stressauslösende Aufgabe stellte: Sie sollten darauf warten, ein ersehntes Geschenk zu öffnen, wobei sie von einem Elternteil - meist die Mutter - unterstützt wurden. Die Szene wurde gefilmt und von unbeteiligten Experten analysiert. Jahre später, im Grundschulalter, erstellte man Gehirnscans der Kinder. Das Ergebnis: Kinder mit feinfühligen Müttern hatten einen um zehn Prozent größeren Hippocampus als Altersgenossen, deren Mütter wenig auf sie eingegangen waren.
Die Studienautorin Joan L. Luby sieht darin den “ersten Nachweis beim Menschen, dass Mutterliebe die kindliche Gehirnstruktur tatsächlich verändert”. Eine bessere Schulleistung habe man schon zuvor festgestellt. “Auch von Tieren, deren Elternverhalten man ja über längere Zeiträume beobachten kann, kennt man den Zusammenhang”, erklärt der Magdeburger Biologe Jörg Bock http://www.uni-magdeburg.de im Interview. So haben auch Rattenkinder, die von den Müttern besonders lange geleckt wurden, einen größeren Hippocampus.
Lernen und Stressregulierung
Der Hippocampus ist Teil des limbischen Systems des Gehirns, das bei Emotionen und der Lernleistung eine wichtige Rolle spielt. “Bei jedem neuen Dazulernen ist diese Region beteiligt. Ist er vergrößert, dürfte dies die Lernleistung verbessern”, erklärt Bock. Erklärbar sei das Wachstum vor allem dadurch, dass die Zuwendung die Neubildung der Nervenzellen-Synapsen stimuliert. Jedoch auch Stressreaktionen laufen über den Hippocampus und verschlechtern sich, wenn das zentral gelegene Hirnareal beschädigt ist.
Die US-Forscher interpretieren das Ergebnis als Zeichen, wie bedeutend die scheinbar rein intuitive Erziehung durch die Eltern für die menschliche Entwicklung ist. “Günstig wäre, den erzieherischen Fähigkeiten mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu geben. Denn die Umsorgung im frühen Alter bestimmt die spätere Entwicklung in sehr, sehr hohem Ausmaß”, schreibt Luby.
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Sozialkontakte halten Gehirn in Schwung
1.2.2012 von zaro.
Lernprozesse im Alter brauchen Austausch und Anregung
Bochum - Wer sich viel bewegt und unter die Leute geht, betreibt damit Fitness-Training für das Gehirn. Selbst im Alter bleibt die Lernfähigkeit unter diesen Voraussetzungen sowie bei anregender Umgebung auf hohem Niveau bestehen, berichten Gehirnforscher der Universität Bochum http://rub.de . Die Ergebnisse kommen aus der Mäuseforschung, vergleichbare Studien legen jedoch Zusammenhänge zum menschlichen Gehirn nahe.
Gruppe erhöht Lernleistung
Die Forscher um den Neurophysiologen Arne Buschler setzten Mäuse teils in Standardkäfige, teils in Boxen, die mit Röhren, Laufrädern, Bällen und anderem Spielzeug ausgestaltet waren - teils alleine, teils mit Artgenossen. Dazu beobachteten sie regelmäßig die Aktivität der Nervenzellen im Hippocampus, der für das Langzeit-Gedächtnis verantwortlichen Gehirnregion. Geprüft wurde, wie sehr sich diese Zellen an die Weitergabe kleiner elektrischer Signale anpassen konnten.
Bereits in den zwei Testwochen zeigte sich: Soziale Kontakte und Bewegung lassen die Nervenzellen besser kommunizieren. Diese “Langzeitpotenzierung” war dann besonders stark, wenn sich mehrere Tiere in einer anregenden Umgebung aufhielten. Laut Buschler decken sich die Ergebnisse mit Studien Bochumer Neuroinformatikern bei älteren Tanzkurs-Besuchern: Auch hier treffen die günstigen Faktoren Sozialkontakte und körperliche Bewegung zusammen.
Emotionen steuern mit
Göttinger Forscher sehen auch andere wichtige Faktoren für die Agilität des Gehirns: Der emotionale Bezug zu Lerninhalten - im günstigsten Fall Begeisterung - spielt eine wesentliche Rolle. Erst dadurch ist es etwa Taxifahrern möglich, sich zigtausend neue Straßennamen einer Stadt einzuprägen. Angst und Stress schädigen hingegen den Hippocampus und machen vergesslicher).
Originalartikel unter http://www.rub.de/rubin
(Ende)
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Mobbing ist ein Gruppenphänomen
5.1.2012 von zaro.
Wahrnehmung gründet nicht auf Einschätzung einzelner Personen
Mannheim - Mobbing ist ein Gruppenphänomen. Das ergab eine Studie von Organisationspsychologen der Freien Universität Berlin http://fu-berlin.de . Die Psychologen Jens Eisermann und Elisabetta De Costanzo konnten belegen, dass die Wahrnehmung von Mobbing nicht allein auf der subjektiven Einschätzung einzelner Personen beruht. Im Arbeitsleben tritt es in betroffenen Abteilungen objektivierbar gehäuft auf. “Man ist teilweise früher davon ausgegangen, dass Mobbing eine subjektive Empfindung ist - heute gibt es Definitionen und Kriterien für Mobbing”, sagt Ingrid Sälzler, die schon seit Jahren als Therapeutin Mobbingopfer berät, gegenüber der Presse.
Gruppe sucht Sündenbock
Eine Gruppe suche häufig einen Sündenbock. “Das ist ein Schutzmechanismus für die anderen. Dadurch werden tatsächliche Konflikte überlagert”, sagt Sälzler. Wo starke Mobbingstrukturen vorliegen, sucht sich die Gruppe immer neue Mobbingopfer. Viele Mitarbeiter haben Angst sich einzumischen, sie könnten das nächste Opfer sein. Wenn die Vorgesetzten hinschauen würden und für ein gutes Arbeitsklima sorgen würden, sei auch für Mobbing kein Werkzeug mehr.
“Mobbing gedeiht dort nicht, wo gute Führungsstrukturen vorliegen”, sagt die Therapeutin. Auch die Forscher in Berlin haben den Führungsstil des Vorgesetzen als wichtiges Element bei der Entstehung von Mobbing identifiziert. So trete das Phänomen seltener in Abteilungen auf, in denen sich die Führungskräfte gesprächsbereit zeigten. Auch wenn Mitarbeiter bei relevanten Mitspracherecht haben, ist kein Platz für Mobbing. In diesen Abteilungen sei zudem die allgemeine Arbeitszufriedenheit höher.
Zwölf Mio. Menschen betroffen
In Europa sind nach Schätzungen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz etwa zwölf Mio. Menschen von Mobbing betroffen. Trotz seines Ausmaßes wird Mobbing in der wissenschaftlichen Literatur bisher noch nicht eindeutig definiert. Probleme ergeben sich auch in der betrieblichen und juristischen Praxis, wenn Mobbing als solches erkannt und dabei beispielsweise die Glaubwürdigkeit Betroffener beurteilt werden muss. (Ende)
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Gendefekt: Ältere Väter stellen Risiko dar
3.1.2012 von zaro.
Hohes Alter hat massive Auswirkungen auf Gesundheit des Kindes
New York/Dänemark - In Deutschland sind fünf Prozent der Väter bei der Geburt ihres Kindes älter als 50. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass das fortgeschrittene Alter des Vaters mehr Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes hat als bislang angenommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Während Frauen nur bis zu einem gewissen Alter schwanger werden können, sind Männer prinzipiell im Stande ihr ganzes Leben lang Kinder zu zeugen. Mit steigendem Alter der Mutter häufen sich auch Krankheiten wie Trisomie 21. Während das Risiko bei Müttern im Alter von 25 bei eins zu 1.000 liegt, ist im Alter von 40 jedes hundertste und im Alter von 48 bereits jedes zehnte Kind gefährdet.
Samenspender über 40 nicht erlaubt
Ab Mitte 30 sinkt auch die Qualität der Spermien bei Männern. Laut Aussagen von Experten steigt die Gefahr einer Fehlbildung im Erbgut mit jeder weiteren Zellteilung. Ein 50 Jahre alter Mann hat bereits 600 Zellteilungen hinter sich. Während es in Deutschland jährlich rund 35.000 Väter über 50 gibt, hat in den USA bereits jedes zehnte Kind einen 50plus-Vater. Dennoch geben 85 Prozent der Männer als optimales Alter die Zeitspanne zwischen 25 und 35 an, welches medizinisch gesehen auch das perfekte Zeugungsalter ist.
Immer mehr Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Gendefekte der Kinder von 50plus-Vätern. Krankheiten wie Autismus, Kleinwüchsigkeit oder Missbildungen häufen sich im Alter. Deswegen gibt es auch bei Samenspendern in vielen Ländern strenge Auflagen und eine Altersbeschränkung von 40 Jahren.
Auch für die Mütter erhöhtes Risiko
Forscher der New York Medical School http://med.nyu.edu haben herausgefunden, dass die Schwangerschaft auch für die Mutter zum Risiko werden kann, wenn der Vater älter ist. Frauen mit älteren Männern neigen - unabhängig von ihrem Alter - zu Schwangerschafts-Bluthochdruck. Ist das der Fall, muss die werdende Mutter unter Beobachtung bleiben, da es zu Nierenversagen und inneren Blutungen kommen kann.
Frühgeburten in der 32. Woche sind bei Vätern über 50 Jahren doppelt so hoch als bei 25-jährigen Vätern. Die Gefahr, das erste Jahr nicht zu überstehen, ist doppelt so hoch. Zu dieser Erkenntnis kamen dänische Mediziner. Zudem leiden Frühlinge häufig an Atemwegserkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Hirnblutungen. (Ende)
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Single sein zur Weihnachtszeit: Freiheit oder Frust?
30.11.2011 von zaro.
Zum Jahresende ist die beste Zeit, um über persönliche Werte Bilanz zu ziehen
Wien - Sich als Single wohlzufühlen ist für viele gar nicht so einfach - besonders wenn das Jahr zu Ende geht. Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie, doch gerade damit haben sie allzu schlechte Erfahrungen gemacht. Unfreiwillige Singles können die Zeit des Alleinseins jedoch für sich nutzen und die Vorteile des Single-Daseins genießen lernen.
Die Single-Spezies
Paarbeziehungen haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Singles, die außerhalb der Norm der Zweisamkeit stehen, haben es daher oft nicht leicht; sie gelten als Mangel-Spezies und sind Zielscheibe vieler Vorurteile. Für viele Singles ist das Alleinsein eine schwierige Prüfung, die sie so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen. Mag. Christa Fasch und Mag. Angelika Kail, Autorinnen von “Zwischen Beziehungswunsch und Wunschbeziehung” empfehlen allerdings, sich der Singlephase mutig zu stellen, anstatt an ausgedienten Strukturen einer unbefriedigten Partnerschaft festzuhalten: “Jetzt ist die beste Zeit, um Bilanz über vergangene Beziehungen zu ziehen, Altes und Überkommenes loszulassen und sich mit sich selbst und den eigenen Werten und Hoffnungen auseinanderzusetzen. Das macht frei für einen gelungenen Neustart - ins neue Jahr und in eine neue Beziehung.”
Wie soll es weitergehen?
Gleich, ob wir verlassen wurden oder die Trennung aktiv herbeigeführt haben, immer fragen wir uns, welche Beziehungserfahrungen wir wohl als nächste und wie wir es besser machen können. Vielen Singles wird früher oder später bewusst, dass sie sich nicht nur eine Beziehung wünschen, sondern auch eine klare Vorstellung davon, wie eine geglückte Beziehung überhaupt aussehen kann. Auch die Frage, weshalb sie immer wieder an den “falschen” Partner geraten, beschäftigt sie jetzt. Hinter jedem Beziehungsverhalten stecken bestimmte Verhaltensmuster, die aufgedeckt werden müssen, um nicht immer wieder die gleichen Enttäuschungen zu erleben. Das Verarbeiten der Trennung und das Loslassen, sich mit dem eigenen Selbstwert und der persönlichen Lebensvision auseinanderzusetzen, sind die ersten Schritte in Richtung Wunschbeziehung.
Wege zur Wunschbeziehung
Selbsterkenntnis ist somit der erste Weg zur Wunschbeziehung: Wir müssen unsere Bedürfnisse und Ideale kennen und uns selbst lieben, um Beziehungen bewusster angehen und selbstverantwortlicher gestalten zu können. “Zwischen Beziehungswunsch und Wunschbeziehung” ist Sachbuch, Ratgeber und Arbeitsbuch zugleich. Um die Leserinnen und Leser auf ihrem Weg zu unterstützen, bieten die Autorinnen Tipps, Übungen und konkrete Anleitungen zum Selbstcoaching sowie Fallbeispiele und Erfahrungen von Betroffenen - Singles wie in einer Partnerschaft lebenden Personen -, die sie zum Thema befragt haben. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie man die partnerlose Zeit als Herausforderung für die Selbstentwicklung nutzen und sein Single-Sein mit Lebensfreude füllen kann. “Das ist die ideale Voraussetzung, um sich frei und ohne Schatten der Vergangenheit auf eine neue, erfüllende Beziehung einlassen zu können. Auch Paare, die ihre Beziehungen reflektieren wollen, finden hier viel Wertvolles”, so die Autorinnen.
Die Autorinnen stehen für Interviews zur Verfügung.
Mag. Christa Fasch ist als Trainerin, Coach und Unternehmensberaterin tätig. Sie widmet sich den Themenschwerpunkten Life Balance, Burnout-Prävention und Selbstmanagement. http://www.christa-fasch.at
Mag. Angelika Kail ist selbstständige Trainerin und diplomierte Lebensberaterin. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die Selbstfindung, die Bewusstseinsbildung und die Klärung von Sinnfragen. http://www.angelika-kail.at
Zwischen Beziehungswunsch und Wunschbeziehung
Christa Fasch/Angelika Kail
ISBN 978-3-902729-34-7
Flexicover, 247 Seiten
Eur 22,00 [A]/21,40 [D]/28,10 CHF UVP
Erschienen im November 2011 im Goldegg Verlag
Presserückfragen, Rezensionsexemplare, Interviewanfragen:
Goldegg Verlag GmbH
Mommsengasse 4, 1040 Wien
Mag. Maria Schlager
Tel. +43 1 505 43 76-46 Fax -20
Mobil +43 699 1440 4445
maria.schlager@goldegg-verlag.at
http://www.goldegg-verlag.at
(Ende)
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Krisen sind auch Chancen
22.11.2011 von zaro.
Buch übersetzt Viktor Frankls Thesen in die Praxis
Wien - Leben gelingt dort, wo sinnvolle Antworten auf zentrale Fragen gegeben werden. Krisen stellen derartige Fragen und sind deshalb eine Chance des sinnvollen Antwortens, lautet die Botschaft von Johanna Schechner und Heidemarie Zürner im bei Braumüller erschienenen Buch “Krisen bewältigen. Viktor Frankls Thesen in der Praxis”. Die beiden Leiterinnen des Viktor Frankl Zentrum Wien http://franklzentrum.org illustrieren zentrale Aussagen des Begründers der Logotherapie durch Fallbeispiele. Im Presse-Interview schildert Schechner, wie man durch Sinnerfahrung Leid und Frustration bewältigen und sogar Streit und Gewalt konstruktiv begegnen kann.
Suche nach der besten Antwort
“Krisen entstehen häufig dort, wo ein egozentrischer Blick auf Macht und Habenwollen den Blick aufs Ganze verdrängt”, erklärt Schechner. Wenn Menschen in einer Krise resignieren, verkennen sie das Potenzial der geistigen Stellungnahme, zu der die Krise herausfordert. Denn der auf geistiger Ebene kann der Mensch ganz verschieden Stellung beziehen: “Er kann flüchten, sich betäuben, alles verdrängen - oder er kann nach eigenen Ressourcen suchen und diese mobilisieren. Je nachdem, wie er sich entscheidet, mehrt er das Leid oder die Hoffnung”, so die Expertin.
Ressourcen und Möglichkeiten der Bewältigung besitzt jeder, hat Viktor Frankl überzeugend in seinen zehn Thesen zur Person dargelegt. “Entscheidend ist, dass in jeder Person ein Gewissen wohnt. Dieses lässt sie spüren, was gerade Not tut, was sinnvoll ist und was nicht.” Jede Person sei prinzipiell frei, dieser inneren Stimme zu folgen. Mitunter kann die Wahrnehmung der Gewissensstimme verschüttet sein und muss frei gelegt werden. “Das geschieht zum Beispiel durch Stille, durch Meditation oder durch gezielte Fragen eines Therapeuten oder eines guten Freundes, die den Menschen auf seine eigene Spur bringen”, erklärt die Wiener Logotherapeutin.
Jeder kann zum Wohle aller beitragen
Frankl war nicht nur Arzt, sondern auch Philosoph, der das Bild menschlicher Würde entscheidend geprägt hat. Die “geistige Wesenheit” des Menschen kann Frankl zufolge nicht erkranken und steht für die Einzigartigkeit und Einmaligkeit jeder Person. “Es ist eine pädagogische Aufgabe, schon bei Kindern die geistige Entfaltung zu fördern”, so Schechner. Erziehung zur Hellhörigkeit des Gewissens sei wichtiger als Erziehung zum blinden Gehorsam und liefere zudem die “beste Krisenprävention”.
Was man nicht unterschätzen dürfe, ist die Wirkkraft des Einzelnen. “Wer mitten in einer Krise nach bestem Wissen und Gewissen handelt, trägt zum eigenen Wohle und zum Wohle aller Beteiligten bei”, zitiert Schechner Frankl. Vorbildliche Persönlichkeiten haben infolge von Krisen ihre persönliche Aufgabe entdeckt, wie etwa Mikrokredit-Erfinder Muhammad Yunus. Ein Vorbild könne jedoch jeder sein. “Auch die Kassierin im Supermarkt, verantwortungsvolle Führungskräfte, engagierte Lehrer, die Schüler für das Leben vorbereiten, gewissenhafte Eltern sowie Ärzte und Pflegende, die Patienten respektvoll und feinfühlig in ihrer geistigen Suche begegnen und ebenso Menschen, die Krankheit und unabänderliches Leid tapfer tragen.” (Ende)
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Demenzkranke leiden oft unbemerkt
8.11.2011 von zaro.
Kuratorium Deutsche Altershilfe setzt sich für Sterbebegleitung ein
Köln - Die Schmerzen Demenzkranker bleiben oft unbemerkt. “Viele Bedürfnisse und Probleme von Menschen mit Demenz bleiben zu oft unentdeckt. Bestimmte Aspekte wie Schmerz bedürfen bei dieser Gruppe einer besonderen Aufmerksamkeit”, erklärt Peter Michell-Auli, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) http://kda.de . Es handelt sich durchaus jedoch um eine Forderung, der in der Praxis nicht nachgekommen wird, fügt KDA-Sprecherin Simone Helck im Presse-Gespräch hinzu.
Fehlende Artikulation als Problem
Zur schwierigen Situation in den Kliniken kommt für die Fachleute noch erschwerend hinzu, dass sich Demenzkranke nicht mehr verbal artikulieren können. So ist es ihnen auch nicht möglich, auf ihre Schmerzen hinzuweisen. Vor diesem Hintergrund beschreibt das KDA in der neuen Ausgabe seines Fachmagazins “ProAlter” daher, wie man sterbende Menschen mit Demenz an ihrem Lebensende professionell begleitet. Auch Angehörigen können diese Informationen helfen.
Ein besonders wichtiges Thema bei der Begleitung Demenzkranker ist Kommunikation: “Menschen mit Demenz können ihre Wünsche und Bedürfnisse nur schwer mitteilen. Trotzdem ist es wichtig, dass wir als Begleitende und Pflegende erfassen, was sie brauchen und wünschen”, sagt Gerlinde Strunk-Richter, Leiterin des Bereichs Demenz im KDA. “Das können schmerzlindernde Maßnahmen sein, aber auch andere körperliche Grundbedürfnisse wie Wärme oder der Wunsch nach Vertrautem und menschlicher Zuwendung.”(Ende)
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Schon Kleinkinder beugen sich der Mehrheit
28.10.2011 von zaro.
Angst um die Akzeptanz lässt gegen Überzeugung handeln
Leipzig - Bereits mit vier Jahren orientieren Kinder ihre öffentliche Äußerungen an der Mehrheitsmeinung der Gleichaltrigen. Das zeigt eine Forschergruppe vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie http://cocoa.eva.mpg.de mit holländischen Kollegen in der Fachzeitschrift “Child Development”. “Menschen passen nicht nur das Äußere an die Mode an, sondern orientieren auch ihre Meinung im Zweifelsfall an jener der Mehrheit. Diese Fähigkeit, die für das Erlernen kulturspezifischen Verhaltens wichtig ist, erwirbt man schon als Kleinkind durch das Nachahmen des Verhaltens anderer”, erklärt Studienleiter Daniel Haun.
Falsche Tierbilder
Die Wissenschaftler untersuchten dazu 96 vierjährige Kinder aus 24 verschiedenen Kindergartengruppen. Jeweils in Vierergruppen erhielt jedes Kind ein Buch mit 30 Doppelseiten, die links eine Tierfamilie, rechts bloß ein Mitglied davon abbildeten. Die Kinder sollten angeben, ob es sich beim Tier rechts um Vater, Mutter oder Kind handelte. Die Bücher waren jedoch nur scheinbar identisch: Jeweils bei einem der vier Kinder wich das Bild rechts von jenem der anderen ab und war deshalb mit aus seiner Sicht falschen Einschätzungen der andern konfrontiert.
Anpassung nur bei lautem Aussprechen
“Von 24 Kindern passten sich 18 Kinder in einem oder mehreren Fällen der Einschätzung der Mehrheit an, obwohl sie es eigentlich besser wussten”, berichtet Haun. Warum diese Anpassung an die Mehrheit erfolgte, zeigte ein zweites Experiment. Abhängig vom Aufleuchten einer Lampe, sollten die Kinder dabei die Lösung laut aussprechen oder still auf das entsprechende Tier zeigen. Beim öffentlichen Aussprechen übernahmen die Kinder falsche Aussagen der anderen viel öfter als beim stillen Deuten, weshalb die Forscher auf die Sorge um die Akzeptanz der anderen als Gruppenzwang-Auslöser tippen. (Ende)
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Kindern fehlt artgerechte Umgebung
25.10.2011 von zaro.
Buch “Menschenkinder” erklärt Erziehungsmythen den Kampf
Ravensburg - Es gibt keinen Gebärstreik der Eltern, sondern die Gesellschaft bestreikt die Kinder: Diese These liefert Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und Wissenschaftler am Mannheimer Institut für Public Health http://www.miph.de , im bei Kösel erschienenen Buch “Menschenkinder. Plädoyer für eine artgerechte Erziehung”. “Die Bedingungen für das Aufziehen von Kindern sind denkbar schlecht. Zudem macht den Eltern eine Unzahl von widersprüchlicher und überflüssiger Erziehungstheorien das Leben schwer”, so der Autor im pressetext-Interview.
Nähe schadet nicht
Viel “dummes Geschwätz” ist laut Renz-Polster im Umlauf - etwa, dass Säuglinge durch Tragen einen krummen Rücken bekommen, dass sich Kleinkinder nur mit viel Gemüse gesund entwickeln oder dass zu viel Nähe verwöhnt. Der Blick auf die Evolution des Menschen enttarne dies als Luftnummer: “Viel emotionale und körperliche Nähe war zu 99 Prozent der menschlichen Geschichte eine nicht verhandelbare Voraussetzung fürs Überleben - warum sollte das heute die Entwicklung hemmen?”, fragt der Autor.
Ebenso wenig kindgerecht sei die Vorstellung, Kinder könnten durch mehr Disziplin und Grenzen gut erzogen werden. “Erziehung, die sich auf ein Machtgefälle begründet, erzeugt schwache und ängstliche Kinder.” Die Kritik gilt auch der pädagogischen Aufrüstung der Kinderzimmer: “Babys lernen ihren Körper auch ohne Babyschwimmen kennen und sie kommunizieren auch wunderbar, wenn wir ihnen keine Zeichensprache beibringen”, so Renz-Polster.
Stärken der Kinder sehen
Besser sei es, Bildung und Entwicklung gemeinsam zu denken. “Kinder brauchen vor allem Beziehungen und genügend eigenes, freies Spiel fernab der Klingeltonreichweite der Eltern. Unter diesen Bedingungen können sie sich am ehesten zu kreativen, widerstandsfähigen und kompetenten Persönlichkeiten entwickeln. Denn jedes Kind besitzt den Trieb zur Selbsttätigkeit und Selbstwirksamkeit. Bei diesen Stärken muss man ansetzen, statt in jedem Kind einen Tyrannen oder ein Förderprojekt zu sehen”, betont der Experte.
Ansetzen müsse man jedoch auch bei den Rahmenbedingungen. Denn dass Kinder heute oft nicht in die Welt passen, geht für Renz-Polster auf die “brutale Entscheidung” zurück, in die potenzielle Eltern oft gedrängt werden. “So radikal wie nie müssen Frauen zwischen Beruf oder Familie wählen. Zweiteres bedeutet oft genug, auf Status und soziale Anerkennung zu verzichten.”
Verlorenes Dorf braucht Ersatz
Dieser große Spagat zwischen den Ansprüchen sei in der Geschichte der Menschheit absolutes Novum. “Mütter konnten in der Erziehung stets mit der Hilfe ihres Stammes oder Dorfes rechnen oder das Kind bei der Arbeit weiter betreuen - Mutter sein und für den Unterhalt der Familie sorgen war kein Widerspruch.”
Heute sind die Helfer im Alltag rar geworden - kein Wunder also, dass Eltern überfordert sind. “Aber anstatt bessere Krippen und mehr Kinderbetreuung im Betrieb oder in Betriebsnähe zu verlangen, fordern wir einen Elternführerschein. Oder glauben uns als Gesellschaft mit Kindergeldzahlungen aus der Affäre ziehen zu können. Da läuft die Diskussion auf der falschen Ebene”, betont der Autor. (Ende)
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Enzym bestimmt Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburt
22.10.2011 von zaro.
Niedrige SGK1-Werte machen anfälliger für zellularen Stress
London - Wissenschaftler des Imperial College London http://imperial.ac.uk haben ein Protein identifiziert, das als eine Art von “Fruchtbarkeits-Schalter” arbeitet. Sind die Werte zu hoch, erhöht sich die Unfruchtbarkeit, sind sie zu niedrig, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt. Das Team um Jan Brosens vom Institute of Reproductive and Developmental Biology entnahm bei mehr als 100 Frauen Proben der Gebärmutterschleimhaut. Die Forscher schreiben in Nature Medicine http://nature.com , dass Frauen mit Unfruchtbarkeit über hohe Werte des Enzyms SGK1 verfügen, während diese nach einer Fehlgeburt niedrig waren.
SGK1-Werte entscheidend
Fruchtbarkeitsexperten wie Richard Fleming vom Glasgow Centre for Reproductive Medicine betonten, dass diese Untersuchungsergebnisse neue Wege für die Forschung eröffnen könnten, wie die BBC berichtet. Zum Hintergrund: Eine von sechs Frauen hat Schwierigkeiten dabei schwanger zu werden. Eine von 100 Frauen erleidet immer wieder Fehlgeburten. Drei oder mehr aufeinander folgende Schwangerschaften enden nicht mit der Geburt eines Kindes.
Die Wissenschaftler führten neben den Untersuchungen am Menschen zusätzlich Tests an Mäusen durch. Diese ergaben, dass die SGK1-Werte in der Gebärmutterschleimhaut in dem Zeitraum, in dem eine Schwangerschaft möglich ist, sinken. Wurden zusätzliche Kopien des SGK1-Gens implantiert, war eine Schwangerschaft nicht mehr möglich. Daher scheint das Sinken der Werte für die Empfänglichkeit der Gebärmutter für Embryos von entscheidender Bedeutung zu sein.
Medikamentöses Blockieren
Die Forscher kommen zu folgendem Schluss: Bleiben die Werte auch während der Schwangerschaft niedrig, scheint das zu ganz anderen Problemen zu führen. Wurde das SGK1-Gen blockiert, wurden die Mäuse problemlos schwanger. Sie verfügten jedoch über kleinere Würfe und zeigten Symptome von Blutungen. Das legt nahe, dass ein Mangel an SGK1 eine Fehlgeburt wahrscheinlicher macht.
Laut Brosens zeigen die Experimente bei Mäusen, dass ein kurzfristiges Absinken der SGK1-Werte für die Schwangerschaft von entscheidender Bedeutung ist. Proben menschlichen Gewebes zeigten jedoch auch, dass sie bei Frauen hoch blieben, die nur schwer schwanger werden. “Ich kann mir vorstellen, dass wir in Zukunft die Gebärmutterschleimhaut vor einer künstlichen Befruchtung mit Medikamenten behandeln, die SGK1 blockieren.”
Nachdem ein Embryo implantiert ist, verwandelt sich die Gebärmutterschleimhaut in die so genannte Schwangerschaftsschleimhaut. Labortests haben bisher gezeigt, dass geringe Werte des Enzyms die Fähigkeit von Zellen in der Schwangerschaftsschleimhaut beeinträchtigen können, sich gegen oxidativen Stress zu schützen. Dabei kommt es zu einer zu großen Menge von reaktiven Chemikalien in den Zellen. Es sei nachgewiesen, dass niedrige SGK1-Werte die Gebärmutterschleimhaut anfälliger für zellularen Stress machen. (Ende)
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Kinderärzte: Kein Fernsehen für Kleinkinder!
22.10.2011 von zaro.
Schädigung der Entwicklung statt pädagogischer Effekt
Washington/München/Berlin - Fernsehen hemmt die Entwicklung von Kleinkindern statt sie zu fördern. Mit dieser Warnung lässt die Amerikanische Akademie für Pädiatrie (AAP) http://www.aap.org aufhorchen. Ihre Analyse von 50 Studien zum Thema, die am heutigen Dienstag im Fachblatt “Pediatrics” veröffentlicht wurde, zeigt: Der Fernseher verzögert die Sprachentwicklung, lässt Kinder schlechter schlafen und behindert die Eltern-Kind-Kommunikation. Grund genug für die Experten, um bisherige Warnungen vor elektronischen Medien noch zu verschärfen.
Fernseher fehlt Feingefühl
“Je kleiner Kinder sind, umso schlechter wirkt Fernsehen auf sie”, bestätigt Fabienne Becker-Stoll, Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik http://www.ifp.bayern.de , im Presse-Interview. Extrem sei dies bei Säuglingen, die noch in der Babyschale vor den Fernseher gestellt werden und sich nicht selbst wegbewegen können. Statt Lerneffekte gebe es hier nur Schäden. “Das Gehirn eines Babys braucht sofortige Rückkoppelung. Damit es lernen kann, müssen Eltern nicht nur feinfühlig, sondern auch sofort auf das Kind eingehen, wenn es etwa schreit oder weint. Ein Fernseher reagiert jedoch nie”, erklärt die Psychologin.
Doch selbst Babysendungen und -DVDs bieten keine Lerneffekte, konnte mittlerweile gezeigt werden. Vielmehr besitzen Kinder einen umso kleineren Wortschatz, je länger sie als Babys fern gesehen haben. “Kinder ab dem zweiten Lebensjahr sind zwar fasziniert von den schnell wechselnden Bildern, können diese bei schnellen Schnitte jedoch oft nicht verarbeiten und werden dadurch überreizt”, so Becker-Stoll. Die US-Autoren betonen, dass eine Kindersendung nur dann Qualität bringt, wenn Kinder Inhalt und Kontext verstehen, was frühestens mit zwei Jahren gelingt.
Realität: TV ist Babysitter
Während die Kinderärzte zum TV-Verzicht unter zwei Jahren mahnen und den Fernseher aus dem Kinderzimmer verbannen wollen, sieht die Realität freilich anders aus. In US-Erhebungen gaben 90 Prozent der Eltern von Babys unter zwei Jahren an, dass sie ihre Kinder häufig vor das TV-Gerät setzen - Zweijährige durchschnittlich ein bis zwei Stunden pro Tag. Ab drei Jahren steht in jedem dritten US-Kinderzimmer ein Fernseher.
In Deutschland werden entsprechende Daten zu dieser Altersgruppe erst in der laufenden Kiggs-Studie http://www.kiggs.de erhoben. Anlass dazu gab eine Untersuchung von Robert Schlack bei 10.000 Schulanfängern in Köln aus dem Jahr 2005. “Bei drei Stunden Fernsehkonsum pro Tag erhöht sich die Quote der Sprachstörungen bei Schuleintritt um 50 Prozent. Bei über vier Stunden verdoppeln sich die grobmotorischen Auffälligkeiten sowie auch die visumotorischen Probleme”, berichtet Schlack, der am Robert-Koch-Institut http://rki.de tätig ist, gegenüber ZAROnews.
Selbstbeschäftigung muss gelernt werden
Eltern sind somit in einer Zwickmühle. “Keine Familie verzichtet auf den Fernseher, sobald Kinder kommen. Man muss deshalb den Schaden begrenzen”, rät Becker-Stoll. Für die Expertin bedeutet das ein gemeinsames Fernsehen auf dem Schoß der Eltern mit Erklären des Gesehenen sowie die Auswahl eines Programms nach Kindgerechtigkeit. “Diese besteht nie, wenn 20-Minuten-Werbeblöcke bloß von wenigen Programmminuten unterbrochen werden, denn Kinderwerbung ist immer hochsuggestiv. Selbst Fünfjährigen sollte man deshalb nie die Fernbedienung überlassen.”
Als weitaus bessere Alternative empfiehlt die Münchner Psychologin das Vorlesen, das sogar im Alter von wenigen Monaten bereits beginnen kann. Die US-Kindermediziner raten zum freien Spiel, bei dem Kinder auf eigene Faust lernen, kreativ zu denken, Probleme zu lösen, ihre Motorik zu entwickeln und sich selbst zu beschäftigen. “Kinder lernen am besten von Menschen, nicht von Bildschirmen”, so ihr Resümee. (Ende)
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Online-Flirts: Mehr als 200.000 betrogene User
5.10.2011 von zaro.
Finanzieller Schaden von 57 bis zu 276.000 Euro
London - Das Suchen und Finden von Liebespartnern auf Dating-Portalen im Internet wird zunehmend zur Normalität. Wie eine aktuelle Untersuchung der britischen Regierungsbehörde Serious Organised Crime Agency (Soca) http://www.soca.gov.uk zeigt, werden User aber gerade in diesem bommenden Bereich immer öfter Opfer von skrupellosen Cyber-Kriminellen. Alleine in Großbritannien sollen demnach bereits mehr als 200.000 Menschen durch bewusst fingierte Online-Flirts hinters Licht geführt worden sein. Dabei entstand bei den Betroffenen nicht nur ein großer emotionaler, sondern in vielen Fällen auch ein beträchtlicher finanzieller Schaden, den die Soca mit 50 (57 Euro) bis 240.000 Pfund (rund 276.000 Euro) beziffert.
“Cyber-Kriminalität ist generell ein Thema, mit dem sich jeder Anbieter einer Online-Kontaktbörse auseinandersetzen muss”, stellt Anna Kalisch, Pressesprecherin der Online-Partnervermittlung ElitePartner http://www.elitepartner.de , im Gespräch mit der Presse klar. Um etwaige Betrugsversuche zu verhindern, setze man auf ein breites Maßnahmenbündel. “Wir verwenden ein sehr ausführliches und genaues Anmeldeverfahren und informieren unsere Mitglieder umfassend über die wichtigsten Sicherheitstipps. Zusätzlich unterhalten wir ein eigenes Kundenbetreuungsteam, das sich mit dem Thema Romance Scamming beschäftigt und sich über neue Tricks der Betrüger informiert”, fasst Kalisch zusammen.
Gefälschte Soldaten-Accounts
Wie die Analyse aus Großbritannien zu Tage gefördert hat, erschleichen sich die Online-Betrüger zumeist über gefälschte User-Accounts die Zuneigung von vermeintlichen Liebeskontakten. Um einer persönlichen Konfrontation im realen Leben, die den Schwindel wohl auffliegen lassen würde, aus dem Weg zu gehen, wird dabei zumeist die Identität von Soldaten im aktiven Auslandseinsatz angenommen. “Diese Praxis ist auch in Deutschland bekannt. Hinter den gefälschten Konten verbergen sich häufig IP-Adressen aus Ghana oder Nigeria”, ergänzt Kalisch.
Um das Einschleichen unter falschem Angaben schon im Vorfeld zu erschweren, setzt man bei ElitePartner auf ein umfangreiches Aufnahmeverfahren. “Bei uns wird jedes neue Profil von Hand geprüft”, schildert Kalisch. Eine hundertprozentige Sicherheit vor betrügerischen Machenschaften könne es aber nicht geben. “Da auch die Strategien der Kriminellen immer ausgefeilter werden, müssen auch die Anbieter kontinuierlich am Ball bleiben und mit Gegenstrategien reagieren”, betont die Pressesprecherin.
Auskundschaften und zuschlagen
“Die Täter verbringen viel Zeit damit, ihre Opfer auszukundschaften und ihre Schwachstellen zu finden. Wenn die Zeit reif ist, fragen sie dann nach etwas Geld”, beschreibt Colin Woodcock, Senior Manager der Fraud Crime Techniques Unit der Soca, gegenüber dem Guardian das übliche Vorgehen. Der Betrugsexperte geht davon aus, dass die oben angeführte Zahl von 200.000 Opfern in der Realität noch weit übertroffen wird. “Vielen Menschen ist es einfach zu peinlich zuzugeben, dass sie auf diese Art betrogen worden sind. Andere kommen gar nicht erst dahinter”, so Woodcock. (Ende)
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Fernsehen lähmt Eltern-Kind-Interaktion
17.9.2011 von zaro.
Folgewirkung für Lesefähigkeit und sprachlichen Ausdruck
Columbus/Charlottesville - Das Fernsehen lässt Eltern und Kinder weniger miteinander reden und behindert auch die Entwicklung von Lesen und Sprache. Das berichten Forscher der Ohio State University http://osu.edu in der Zeitschrift “Human Communication Research”. Sie zeigten, dass Mütter ihren Kindern vor laufendem Bildschirm weniger Antworten und Beschreibungen liefern und weniger auf neue Worte reagieren als beim Büchervorlesen. Die Empfehlung der Experten: Weniger TV-Konsum bei Kindern - der Eltern-Kind-Beziehung und auch dem Lesen zuliebe.
Eltern werden unaufmerksam
Die Forscher beobachteten, wie 73 Kinder zwischen anderthalb und sechs Jahren gemeinsam mit ihren Müttern ein Kinder-Fernsehprogramm schauten, Kinderbücher sahen oder mit Spielzeug spielten. Die Interaktion zwischen Mutter und Kind war beim Büchervorlesen qualitativ und quantitativ viel besser als beim Fernsehen, zeigte sich. Die Spielzeug-Interaktion schnitt hingegen mittelmäßig ab. In weiteren Tests lagen die Kinder umso besser in ihrer altersgemäßen Sprache und Lesefähigkeit, je weniger sie täglich TV schauten.
Als entscheidenden Punkt sehen die Forscher jedoch, dass die Zeit vor dem Bildschirm die Eltern-Kind-Kommunikation verschlechtert. “Eltern gehen beim Fernsehen weniger auf Kinderfragen ein als bei anderen Tätigkeiten. Fehlt diese Aufmerksamkeit und Nähe, so verstärkt dies im Kind Ängste sowie auch die Auffassung, dass die Welt unvorhersehbar und unveränderbar ist”, glaubt Studienleiterin Amy Nathanson. Gerade weil Kinder sich in einer entscheidenden Entwicklungsphase befinden, sollten Eltern sie nicht vor dem Fernseher alleine lassen und möglichst oft positive Alternativen suchen.
Auch Kinderfernsehen ungeeignet
Ein ähnliche Warnung vor dem Fernseher liefern Forscher der University of Virginia http://virginia.edu in der Zeitschrift “Pediatrics”. Kinder-Cartoons wie etwa “SpongeBob” überlasten aufgrund der häufigen Schnitte und der Bilderfülle das Gehirn von Vierjährigen und beeinträchtigen damit schon nach zehn Minuten das Lernen und die Konzentration. Ruhigere Serien wie etwa “Caillou” sind günstiger, können im Ergebnis aber dennoch nicht mit Aktivitäten abseits des TV-Gerätes mithalten - Malen mit Buntstiften etwa.
“Noch immer hegen viele Eltern den Irrglauben, das Fernsehen nütze dem Gehirn ihrer Kleinkinder”, kritisiert Dimitri Christakis von der University of Washington http://washington.edu . Der US-Pädiater hat vielfach gezeigt, wie das Fernsehen der Sprache, den kognitiven Fähigkeiten und der Aufmerksamkeit von Kindern schadet. Für jede TV-Stunde sinkt die Kommunikation zwischen Eltern und Kleinkind laut seinen Ergebnissen um 770 Wörter - da Kinder vor der Glotze geparkt oder die Eltern selbst durch den Bildschirm abgelenkt werden. (Ende)
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