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Archiv der Kategorie Familie
Stillen schützt vor Asthma
6.2.2012 von zaro.
Muttermilch verhilft zu freiem Atmen und größerer Lunge
Bern - Schulkinder, die als Babys gestillt wurden, zeigen bessere Lungenfunktionswerte als jene, die keine Muttermilch erhalten haben. Das berichten Forscher der Universität Bern http://unibe.ch in einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds. US-Forscher hatten zuvor behauptet, dass asthmakranke Mütter mit dem Stillen das Asthma-Risiko des Kindes erhöhen. Das konnten die Forscher nun widerlegen. “Stillen kann guten Gewissens empfohlen werden - erst recht für Asthmatikerinnen”, betont Studienleiterin Claudia Kühni im Presse-Interview.
Lunge um 180 Milliliter größer
Die Forscher vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin analysierten umfangreiche Daten von 1.400 englischen Schulkindern. 273 davon waren Kinder einer Mutter mit Asthma. Die Auswertung zeigte, dass das frühe Gestilltwerden alle Kinder freier atmen ließ. Bei Kindern, deren Mütter Asthma hatten, fand sich auch ein positiver Einfluss auf die Lungengrösse, und zwar umso stärker, je länger sie gestillt wurden. Den Hinweis dafür lieferte die Auswertung des Atemzugsvolumens, schreiben die Forscher im “American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine”.
“Im Schnitt haben gestillte Kinder von Mütter mit Asthma im Schulalter um 180 Milliliter mehr Atemvolumen als Nichtgestillte. Zwar ist dieser Unterschied nicht groß, doch würde sich der Anteil von 20 Prozent der ungestillten Kindern mit der schlechtesten Lungenfunktion durch das Stillen auf zehn Prozent verringern”, erklärt Kühni. Dass US-Daten von 2001 und 2007 teils ein negatives Urteil gefällt hatten, dürfte in den Augen der Forscherin außer auf methodische Unterschiede eventuell auch auf andere Asthma-Behandlungsformen zurückzuführen sein.
Asthma-Medizin kein Hindernis
Für die Wirkung von Asthmamedikamenten auf ein gestilltes Kind gibt es bisher noch wenig Studien. Asthma zählt sicher nicht zu den wenigen Krankheiten, bei denen laut offiziellen Empfehlungen auf das Stillen verzichtet werden sollte. “Richtig dosiert haben Asthmamedikamente während Schwangerschaft und Stillzeit sicher keine negativen Auswirkungen auf das Kind haben. Beim Stillen sind die gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind eindeutig im Vordergrund.”
Ein Rätsel bleibt weiterhin, auf welche Weise Muttermilch die Lunge positiv beeinflusst. Zwar sind enthaltene Abwehrstoffe bekannt, die vor Atemwegsinfekten in den ersten Lebensjahren schützen und die Lungenfunktion stärken. Folgt man den Auswertungen, sind jedoch andere Hauptursachen wahrscheinlich. “Möglich wäre, dass hormonähnliche Substanzen in der Muttermilch die Lunge größer und widerstandsfähiger machen. Oder das Saugen an der Brust stimuliert das Lungenwachstum mechanisch”, vermutet Kühni. (Ende)
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Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen
2.2.2012 von zaro.
Lernzentrum bei feinfühligen Eltern um ein Zehntel größer
St. Louis/Magdeburg - Wer sein Kind mit viel Hingabe umsorgt, fördert damit dessen Hirnreifung. Um ganze zehn Prozent größer ist das Lern- und Gedächtniszentrum im Gehirn bei Schulkindern, deren Mütter in frühen Jahren besonders feinfühligen Umgang gezeigt haben. Das berichten Forscher der Washington University School of Medicine http://medschool.wustl.edu in der Zeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences”.
Eltern steuern Entwicklung
Untersucht wurden 92 Kinder im Vorschulalter, denen man eine stressauslösende Aufgabe stellte: Sie sollten darauf warten, ein ersehntes Geschenk zu öffnen, wobei sie von einem Elternteil - meist die Mutter - unterstützt wurden. Die Szene wurde gefilmt und von unbeteiligten Experten analysiert. Jahre später, im Grundschulalter, erstellte man Gehirnscans der Kinder. Das Ergebnis: Kinder mit feinfühligen Müttern hatten einen um zehn Prozent größeren Hippocampus als Altersgenossen, deren Mütter wenig auf sie eingegangen waren.
Die Studienautorin Joan L. Luby sieht darin den “ersten Nachweis beim Menschen, dass Mutterliebe die kindliche Gehirnstruktur tatsächlich verändert”. Eine bessere Schulleistung habe man schon zuvor festgestellt. “Auch von Tieren, deren Elternverhalten man ja über längere Zeiträume beobachten kann, kennt man den Zusammenhang”, erklärt der Magdeburger Biologe Jörg Bock http://www.uni-magdeburg.de im Interview. So haben auch Rattenkinder, die von den Müttern besonders lange geleckt wurden, einen größeren Hippocampus.
Lernen und Stressregulierung
Der Hippocampus ist Teil des limbischen Systems des Gehirns, das bei Emotionen und der Lernleistung eine wichtige Rolle spielt. “Bei jedem neuen Dazulernen ist diese Region beteiligt. Ist er vergrößert, dürfte dies die Lernleistung verbessern”, erklärt Bock. Erklärbar sei das Wachstum vor allem dadurch, dass die Zuwendung die Neubildung der Nervenzellen-Synapsen stimuliert. Jedoch auch Stressreaktionen laufen über den Hippocampus und verschlechtern sich, wenn das zentral gelegene Hirnareal beschädigt ist.
Die US-Forscher interpretieren das Ergebnis als Zeichen, wie bedeutend die scheinbar rein intuitive Erziehung durch die Eltern für die menschliche Entwicklung ist. “Günstig wäre, den erzieherischen Fähigkeiten mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu geben. Denn die Umsorgung im frühen Alter bestimmt die spätere Entwicklung in sehr, sehr hohem Ausmaß”, schreibt Luby.
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Mythos über Fette aufgeklärt
7.1.2012 von zaro.
Schwangerschaft: Verzehr guter Fette kein Garant für schlankes Kind
München - Wenn eine Schwangere Omega-3-Fettsäuren in Form von Fisch oder Fischölkapseln verzehrt, hat das keinen Einfluss auf das künftige Gewicht des menschlichen Nachwuchses. Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass sich Gewicht des Nachwuchses bereits im Mutterleib festgelegt. Die Lehrmeinung war: Die Aufnahme “schlechter” Fette in der Schwangerschaft erhöhe die Bildung kindlicher Fettzellen und dass “gute” Omega-3-Fettsäuren vor Übergewicht schützten. Eine Studie an der Technischen Universität München (TUM) http://portal.mytum.de konnte eine solche fötale Programmierung aber nicht bestätigen.
Keinen Unterschied in der Fettgewebsentwicklung
Eine Gruppe nahm während Schwangerschaft und Stillzeit gezielt mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich. Eine andere Gruppe ernährte sich wie gewohnt. “Es gab keinen Unterschied in der Fettgewebsentwicklung der Kinder”, sagt Hans Hauner, Leiter des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der TUM, gegenüber der Presse.
Im Alter von zwölf Monaten sind die Kinder, deren Mütter “gutes” Fett zu sich genommen haben, genauso rund oder schlank wie die Kinder der Kontrollgruppe. “Was wir nicht ausschließen können ist, dass erst nach dem ersten Lebensjahr ein Effekt zum Vorschein kommt. Wir gehen aber davon aus, dass die Hypothese falsch ist”, sagt Hauner. Die Forscher überprüfen die Kinder noch weitere vier Jahre. Die Hypothese, dass Omega-3-Fettsäuren positive Effekte auf die Fettgewebsentwicklung haben, kommt aus Tierexperimenten. Bei anderen Säugetieren wurde sie bestätigt. Allerdings habe man bei den Tierexperimenten große Mengen an Fischöl verabreicht, erklärt Hauner.
Daher galt eine erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren in der mütterlichen Ernährung als vielversprechend für die Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas. Fettleibigkeit im Kindesalter ist eine Ursache von Typ-2-Diabetes und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Ernährungsmediziner sind deshalb auf der Suche nach wirksamen Präventionsmaßnahmen. “Die Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas sollte so früh wie möglich erfolgen”, betont der Wissenschaftler. Aber eine Prävention von kindlichem Übergewicht durch die Einnahme von Fischöl-Präparaten in der Schwangerschaft konnte in der Studie nicht nachgewiesen werden.
Kritisch hinterfragen
“Vieles, was Nahrungsergänzungsmittel versprechen, muss kritisch hinterfragt werden”, sagt Hauner. “Die Entwicklung im Mutterleib ist ein komplexer Prozess und lässt sich nicht auf einen einfachen Zusammenhang zwischen Nährstoffzufuhr und Fettgewebsentwicklung reduzieren. Zudem kommen zum Beispiel im Kindergarten und in der Schule weitere Umweltfaktoren hinzu, die sich auf das Körpergewicht auswirken”, ergänzt der Forscher. Die Kinder werden deshalb im Rahmen der Studie bis zu ihrem fünften Lebensjahr in regelmäßigen Abständen untersucht. Auch weitere Annahmen über die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren sollen noch geprüft werden, beispielsweise der mögliche Schutz vor Asthma oder Neurodermitis. (Ende)
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Armut beeinflusst Größe von Kindern
7.1.2012 von zaro.
Sozialer Status der Eltern wirkt sich auf die Gesundheit aus
Tübingen - Der soziale Status der Eltern wirkt sich auf die Gesundheit und schließlich auch auf die Körpergröße von Kindern aus, wie die Forscher Jörg Baten von der Universität Tübingen http://www.uni-tuebingen.de und Andreas Böhm vom Landesgesundheitsamt Brandenburg http://www.lasv.brandenburg.de in einem Forschungsprojekt zeigen. Dass die Körpergröße ein Indikator für die Qualität der medizinischen Versorgung und Ernährung sein kann, ist bekannt. Betrachtet man die großen Hungersnöte und Versorgungsengpässe ausgelöst durch Kriege und Naturkatastrophen in den vergangenen Jahrhunderten, so ist zu beobachten, dass die davon betroffenen Menschen deutlich kleiner sind als Menschen aus Regionen, in denen eine normale Versorgung besteht.
Breite genetische Streuung
“In den Entwicklungsländern sind die Unterschiede von Körpergröße und sozialer Stellung gravierender - dass dieses Phänomen eine wohlhabende Gesellschaft betrifft, ist jedoch neu”, sagt Baten im Presse-Gespräch. Die Forscher zeigen, dass es keiner großen Kriege bedarf, dass Menschen unterversorgt sind und damit auch weniger wachsen als andere. Dabei ist zu beachten, dass diese Körpergröße als Indikator nur für Durchschnitte einer großen Anzahl von Körpergrößen gilt. Die geringe Körpergröße eines einzelnen Menschen sagt nichts über das Wohlergehen aus, weil es eine breite genetische Streuung gibt. “Auf der individuellen Ebene sagen die Ergebnisse nicht viel aus. Eltern mit kleinen Kindern sollen nicht beunruhigt sein”, betont Baten.
Untersucht wurde das Wachstum von Kindern aus dem Bundesland Brandenburg. Die Wissenschaftler ermittelten, inwiefern etwa Arbeitslosigkeit das Wachstum von Kindern in dem Zeitraum 1994 bis 2006 beeinflusst. Die Daten im Zuge der Einschulung von Erstklässlern erhoben. Dabei konnte die Körpergröße, das Alter und das Geschlecht von über 250.000 Kindern dokumentiert werden. Es wurden auch sozioökonomische Daten erfasst, wie der berufliche Status der Eltern, deren Ausbildungsniveau sowie die Anzahl der Kinder und Erwachsenen, die im Haushalt leben. Baten und Böhm konnten zeigen, dass die Arbeitslosigkeit der Eltern einen signifikant negativen Einfluss auf die Körpergröße ihrer Kinder hat.
Rolle der Abwanderungsrate
Dabei scheint ein geringeres Einkommen eine weniger bedeutende Rolle zu spielen als der psychologische Stress und die Frustration der Eltern durch ihre Arbeitslosigkeit. Diese Faktoren könnten zu einer Vernachlässigung der Kinder bezüglich ihrer Versorgung führen. Auch die Abwanderungsrate aus dem Bundesland wurde als Maß für die wirtschaftlichen Bedingungen eines bestimmten Gebiets gerechnet und steht in einem negativen Zusammenhang mit der Körpergröße der Kinder.
Die gebildetere Bevölkerungsschicht verlässt die Region wegen der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen. Zurück bleiben die weniger Gebildeten. Da gerade Familien mit gebildeten Eltern in der Regel mehr Wert auf eine gesunde Ernährung und medizinische Versorgung der Kinder legen, entwickeln sich diese besser und werden größer.
Von besonderer Bedeutung scheint insbesondere das Ausbildungsniveau der Mutter zu sein. Die Autoren stellten auch fest, dass Kinder von Alleinerziehenden bezüglich ihrer Körpergröße keinen Nachteil gegenüber Kindern aus Familien mit zwei Elternteilen aufweisen. Allerdings zeigt sich ein positiver Einfluss auf die Größe der Kinder, sobald drei oder mehr Erwachsene im gleichen Haushalt leben - wenn also Großeltern vor Ort sind, die die Versorgung der Kinder mit unterstützen. Insgesamt wurde die Körpergröße von Kindern aus Brandenburg in dem Zeitraum 1994 bis 2006 negativ durch die hohe Arbeitslosigkeit der Eltern beeinflusst. (Ende)
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Gendefekt: Ältere Väter stellen Risiko dar
3.1.2012 von zaro.
Hohes Alter hat massive Auswirkungen auf Gesundheit des Kindes
New York/Dänemark - In Deutschland sind fünf Prozent der Väter bei der Geburt ihres Kindes älter als 50. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass das fortgeschrittene Alter des Vaters mehr Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes hat als bislang angenommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Während Frauen nur bis zu einem gewissen Alter schwanger werden können, sind Männer prinzipiell im Stande ihr ganzes Leben lang Kinder zu zeugen. Mit steigendem Alter der Mutter häufen sich auch Krankheiten wie Trisomie 21. Während das Risiko bei Müttern im Alter von 25 bei eins zu 1.000 liegt, ist im Alter von 40 jedes hundertste und im Alter von 48 bereits jedes zehnte Kind gefährdet.
Samenspender über 40 nicht erlaubt
Ab Mitte 30 sinkt auch die Qualität der Spermien bei Männern. Laut Aussagen von Experten steigt die Gefahr einer Fehlbildung im Erbgut mit jeder weiteren Zellteilung. Ein 50 Jahre alter Mann hat bereits 600 Zellteilungen hinter sich. Während es in Deutschland jährlich rund 35.000 Väter über 50 gibt, hat in den USA bereits jedes zehnte Kind einen 50plus-Vater. Dennoch geben 85 Prozent der Männer als optimales Alter die Zeitspanne zwischen 25 und 35 an, welches medizinisch gesehen auch das perfekte Zeugungsalter ist.
Immer mehr Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Gendefekte der Kinder von 50plus-Vätern. Krankheiten wie Autismus, Kleinwüchsigkeit oder Missbildungen häufen sich im Alter. Deswegen gibt es auch bei Samenspendern in vielen Ländern strenge Auflagen und eine Altersbeschränkung von 40 Jahren.
Auch für die Mütter erhöhtes Risiko
Forscher der New York Medical School http://med.nyu.edu haben herausgefunden, dass die Schwangerschaft auch für die Mutter zum Risiko werden kann, wenn der Vater älter ist. Frauen mit älteren Männern neigen - unabhängig von ihrem Alter - zu Schwangerschafts-Bluthochdruck. Ist das der Fall, muss die werdende Mutter unter Beobachtung bleiben, da es zu Nierenversagen und inneren Blutungen kommen kann.
Frühgeburten in der 32. Woche sind bei Vätern über 50 Jahren doppelt so hoch als bei 25-jährigen Vätern. Die Gefahr, das erste Jahr nicht zu überstehen, ist doppelt so hoch. Zu dieser Erkenntnis kamen dänische Mediziner. Zudem leiden Frühlinge häufig an Atemwegserkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Hirnblutungen. (Ende)
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Single sein zur Weihnachtszeit: Freiheit oder Frust?
30.11.2011 von zaro.
Zum Jahresende ist die beste Zeit, um über persönliche Werte Bilanz zu ziehen
Wien - Sich als Single wohlzufühlen ist für viele gar nicht so einfach - besonders wenn das Jahr zu Ende geht. Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie, doch gerade damit haben sie allzu schlechte Erfahrungen gemacht. Unfreiwillige Singles können die Zeit des Alleinseins jedoch für sich nutzen und die Vorteile des Single-Daseins genießen lernen.
Die Single-Spezies
Paarbeziehungen haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Singles, die außerhalb der Norm der Zweisamkeit stehen, haben es daher oft nicht leicht; sie gelten als Mangel-Spezies und sind Zielscheibe vieler Vorurteile. Für viele Singles ist das Alleinsein eine schwierige Prüfung, die sie so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen. Mag. Christa Fasch und Mag. Angelika Kail, Autorinnen von “Zwischen Beziehungswunsch und Wunschbeziehung” empfehlen allerdings, sich der Singlephase mutig zu stellen, anstatt an ausgedienten Strukturen einer unbefriedigten Partnerschaft festzuhalten: “Jetzt ist die beste Zeit, um Bilanz über vergangene Beziehungen zu ziehen, Altes und Überkommenes loszulassen und sich mit sich selbst und den eigenen Werten und Hoffnungen auseinanderzusetzen. Das macht frei für einen gelungenen Neustart - ins neue Jahr und in eine neue Beziehung.”
Wie soll es weitergehen?
Gleich, ob wir verlassen wurden oder die Trennung aktiv herbeigeführt haben, immer fragen wir uns, welche Beziehungserfahrungen wir wohl als nächste und wie wir es besser machen können. Vielen Singles wird früher oder später bewusst, dass sie sich nicht nur eine Beziehung wünschen, sondern auch eine klare Vorstellung davon, wie eine geglückte Beziehung überhaupt aussehen kann. Auch die Frage, weshalb sie immer wieder an den “falschen” Partner geraten, beschäftigt sie jetzt. Hinter jedem Beziehungsverhalten stecken bestimmte Verhaltensmuster, die aufgedeckt werden müssen, um nicht immer wieder die gleichen Enttäuschungen zu erleben. Das Verarbeiten der Trennung und das Loslassen, sich mit dem eigenen Selbstwert und der persönlichen Lebensvision auseinanderzusetzen, sind die ersten Schritte in Richtung Wunschbeziehung.
Wege zur Wunschbeziehung
Selbsterkenntnis ist somit der erste Weg zur Wunschbeziehung: Wir müssen unsere Bedürfnisse und Ideale kennen und uns selbst lieben, um Beziehungen bewusster angehen und selbstverantwortlicher gestalten zu können. “Zwischen Beziehungswunsch und Wunschbeziehung” ist Sachbuch, Ratgeber und Arbeitsbuch zugleich. Um die Leserinnen und Leser auf ihrem Weg zu unterstützen, bieten die Autorinnen Tipps, Übungen und konkrete Anleitungen zum Selbstcoaching sowie Fallbeispiele und Erfahrungen von Betroffenen - Singles wie in einer Partnerschaft lebenden Personen -, die sie zum Thema befragt haben. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie man die partnerlose Zeit als Herausforderung für die Selbstentwicklung nutzen und sein Single-Sein mit Lebensfreude füllen kann. “Das ist die ideale Voraussetzung, um sich frei und ohne Schatten der Vergangenheit auf eine neue, erfüllende Beziehung einlassen zu können. Auch Paare, die ihre Beziehungen reflektieren wollen, finden hier viel Wertvolles”, so die Autorinnen.
Die Autorinnen stehen für Interviews zur Verfügung.
Mag. Christa Fasch ist als Trainerin, Coach und Unternehmensberaterin tätig. Sie widmet sich den Themenschwerpunkten Life Balance, Burnout-Prävention und Selbstmanagement. http://www.christa-fasch.at
Mag. Angelika Kail ist selbstständige Trainerin und diplomierte Lebensberaterin. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die Selbstfindung, die Bewusstseinsbildung und die Klärung von Sinnfragen. http://www.angelika-kail.at
Zwischen Beziehungswunsch und Wunschbeziehung
Christa Fasch/Angelika Kail
ISBN 978-3-902729-34-7
Flexicover, 247 Seiten
Eur 22,00 [A]/21,40 [D]/28,10 CHF UVP
Erschienen im November 2011 im Goldegg Verlag
Presserückfragen, Rezensionsexemplare, Interviewanfragen:
Goldegg Verlag GmbH
Mommsengasse 4, 1040 Wien
Mag. Maria Schlager
Tel. +43 1 505 43 76-46 Fax -20
Mobil +43 699 1440 4445
maria.schlager@goldegg-verlag.at
http://www.goldegg-verlag.at
(Ende)
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Krisen sind auch Chancen
22.11.2011 von zaro.
Buch übersetzt Viktor Frankls Thesen in die Praxis
Wien - Leben gelingt dort, wo sinnvolle Antworten auf zentrale Fragen gegeben werden. Krisen stellen derartige Fragen und sind deshalb eine Chance des sinnvollen Antwortens, lautet die Botschaft von Johanna Schechner und Heidemarie Zürner im bei Braumüller erschienenen Buch “Krisen bewältigen. Viktor Frankls Thesen in der Praxis”. Die beiden Leiterinnen des Viktor Frankl Zentrum Wien http://franklzentrum.org illustrieren zentrale Aussagen des Begründers der Logotherapie durch Fallbeispiele. Im Presse-Interview schildert Schechner, wie man durch Sinnerfahrung Leid und Frustration bewältigen und sogar Streit und Gewalt konstruktiv begegnen kann.
Suche nach der besten Antwort
“Krisen entstehen häufig dort, wo ein egozentrischer Blick auf Macht und Habenwollen den Blick aufs Ganze verdrängt”, erklärt Schechner. Wenn Menschen in einer Krise resignieren, verkennen sie das Potenzial der geistigen Stellungnahme, zu der die Krise herausfordert. Denn der auf geistiger Ebene kann der Mensch ganz verschieden Stellung beziehen: “Er kann flüchten, sich betäuben, alles verdrängen - oder er kann nach eigenen Ressourcen suchen und diese mobilisieren. Je nachdem, wie er sich entscheidet, mehrt er das Leid oder die Hoffnung”, so die Expertin.
Ressourcen und Möglichkeiten der Bewältigung besitzt jeder, hat Viktor Frankl überzeugend in seinen zehn Thesen zur Person dargelegt. “Entscheidend ist, dass in jeder Person ein Gewissen wohnt. Dieses lässt sie spüren, was gerade Not tut, was sinnvoll ist und was nicht.” Jede Person sei prinzipiell frei, dieser inneren Stimme zu folgen. Mitunter kann die Wahrnehmung der Gewissensstimme verschüttet sein und muss frei gelegt werden. “Das geschieht zum Beispiel durch Stille, durch Meditation oder durch gezielte Fragen eines Therapeuten oder eines guten Freundes, die den Menschen auf seine eigene Spur bringen”, erklärt die Wiener Logotherapeutin.
Jeder kann zum Wohle aller beitragen
Frankl war nicht nur Arzt, sondern auch Philosoph, der das Bild menschlicher Würde entscheidend geprägt hat. Die “geistige Wesenheit” des Menschen kann Frankl zufolge nicht erkranken und steht für die Einzigartigkeit und Einmaligkeit jeder Person. “Es ist eine pädagogische Aufgabe, schon bei Kindern die geistige Entfaltung zu fördern”, so Schechner. Erziehung zur Hellhörigkeit des Gewissens sei wichtiger als Erziehung zum blinden Gehorsam und liefere zudem die “beste Krisenprävention”.
Was man nicht unterschätzen dürfe, ist die Wirkkraft des Einzelnen. “Wer mitten in einer Krise nach bestem Wissen und Gewissen handelt, trägt zum eigenen Wohle und zum Wohle aller Beteiligten bei”, zitiert Schechner Frankl. Vorbildliche Persönlichkeiten haben infolge von Krisen ihre persönliche Aufgabe entdeckt, wie etwa Mikrokredit-Erfinder Muhammad Yunus. Ein Vorbild könne jedoch jeder sein. “Auch die Kassierin im Supermarkt, verantwortungsvolle Führungskräfte, engagierte Lehrer, die Schüler für das Leben vorbereiten, gewissenhafte Eltern sowie Ärzte und Pflegende, die Patienten respektvoll und feinfühlig in ihrer geistigen Suche begegnen und ebenso Menschen, die Krankheit und unabänderliches Leid tapfer tragen.” (Ende)
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Schule in psychischen Nöten
21.11.2011 von zaro.
Experten: “Sechs Monate Wartezeit für dringende Behandlung”
Wien - Das psychologische Angebot an Schulen liegt in Österreich und Deutschland im Argen. Wie ein aktueller Vergleich zeigt, sind beide Länder mit einem Schulpsychologen auf 5.000 bzw. sogar 12.000 Schüler absolute Schlusslichter in Europa. Da psychische und gesundheitliche Probleme bei Kindern und Jugendlichen drastisch steigen, ist mehr Prävention dringend nötig, erspart viel Leid und langfristig auch Kosten. Das betont der Berufsverband Österreichischer Psychologen http://boep.eu am heutigen Donnerstag zum “Tag der Psychologie”, der diesmal unter dem Motto “Auf die Kinder schauen” steht.
Eskalation droht
Viele Probleme bei Kindern und Jugendlichen spitzen sich zu: Verhaltensauffälligkeiten, Gewalt an den Schulen, ADHS, hoher und früher Nikotin- und Alkoholkonsum bei Jugendlichen sowie immer mehr dicke Kinder. “Süchte im Jugendalter haben fast immer eine Vorgeschichte von Verhaltensproblemen in der Kindheit. Übergewicht geht meist mit einer Kombination mehrerer ungünstiger Verhaltensmuster einher, wie suchtartiges Binge-Essen, fehlende Bewegung und exzessiver TV- und Internetkonsum”, berichtet Gabriele Fischer, Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und Suchttherapie an der Meduni Wien.
Aus anderer Perspektive analysiert Jesuitenpater Georg Sporschill, Leiter der CONCORDIA-Straßenkinderprojekte http://concordia.or.at , die Situation. “Straßenkinder zeigen auf der Großleinwand Probleme, die Kinder und Jugendliche auch bei uns haben: Vereinsamung, zu wenig Selbstbewusstsein und Stress. Hierzulande machen oft zu viele positive Freizeitangebote Druck.” Der Priester fordert ein “psychisches Fitnessprogramm” für Kinder, das Kommunikation, Vertrauen, Widerstandskraft und Selbstbewusstsein trainiert. “Heilt ein psychisches Problem, so lösen sich Leistungsprobleme von selbst.” Nur in der Schule könnten heute alle Kinder dazu erreicht werden, Lehrer seien mit dieser Aufgabe jedoch überfordert.
Coach der Schule
Die Prävention und Verringerung vieler Probleme würde in den Augen der Experten gelingen, wenn klinische Psychologen an den Schulen verankert sind. “Psychologen können Risikofaktoren wie verzögerte Entwicklung, Sucht oder Stress frühzeitig sehen und Spätfolgen sowie Entwicklungsprobleme minimieren”, betont Verbandspräsidentin Ulla Konrad. Lehrer würden somit entlastet, jedoch auch die Eltern profitieren, da Berufs-, Gesundheits- und Finanzprobleme daheim oft zur Problematik beitragen. “Elterncoaching durch den Schulpsychologen versetzt die Eltern selbst in die Lage, familiäre Probleme und Erziehungsnöte rechtzeitig zu erkennen und konstruktiv zu lösen.”
Auch die Neurologin und Psychiaterin Fischer bezeichnet die Psychologie als wesentlichen und integrativen Teil psychischer Versorgung. Kinder sollten mit ihrem Schulpsychologen ähnlich vertraut sein wie mit den Schularzt, so die Expertin gegenüber der Presse. Der Psychologe sollte verfügbar sein und in der Sprechstunde vertraulich-anonym Hilfe geben. “Nicht erst, wenn etwa bei versuchtem Suizid oder Magersucht niemand mehr weiter weiß. Wünschenswert wären auch zumindest jährliche Aktivitäten im Klassenzimmer wie etwa Workshops zur Kommunikation und Konfliktbewältigung.”
Potenzial umsetzen nötig
Diese Vorstellungen sind freilich derzeit ein fernes Idealbild - und die extreme Unterversorgung Realität. Professionelle psychologische Betreuung an Schulen ist die Ausnahme, die Zusammenarbeit mit der Medizin funktioniert schlecht und Wartezeiten auf kassenfinanzierte Behandlung sind extrem lange. “Es dauert somit oft ein halbes Jahr, bis dringende psychologische Maßnahmen umgesetzt werden können”, berichtet Konrad. Wichtig wäre, dass die Politik das Potenzial der Psychologie stärker sieht und die Einbindung in Sozial- und Gesundheitswesen verbessert. Ein soeben veröffentlichtes Bilderbuch http://bit.ly/saCD3R erklärt Kindern, wer ein Psychologe ist, um Berührungsängste abzubauen.
Tag der Psychologie: http://www.boep.or.at/Tag-der-Psychologie-2011.935.0.html (Ende)
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Arme Kinder bekommen kein Frühstück
16.11.2011 von zaro.
Sozialer Status ausschlaggebend für Mahlzeit vor der Schule
Bielefeld - Nur zwei von drei Elf- bis 15-Jährigen in Deutschland frühstücken täglich. Das ergab eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). “Immer mehr Studien zeigen, dass Kinder, die das Frühstück auslassen, zu Übergewicht neigen”, sagt Jens Bucksch, Leiter der WHO Collaborating Center for Child and Adolescent Health Promotion http://www.uni-bielefeld.de , im Presse-Gespräch. Andere Studien zeigen dagegen einen positiven Zusammenhang zwischen einem ausgewogenen Frühstück und Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen im Schulalltag.
Einkommen entscheidet
Die Forscher können zwischen dem Frühstücksverhalten und der sozialen Lage eine Wechselwirkung feststellen: Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen gehen häufiger ohne Frühstück aus dem Haus. “Dieses Phänomen berichten Lehrer aus Schulen aus sogenannten sozialen Brennpunkten häufig, dass gerade diese Kinder - besonders zum Monatsende - häufig ohne Frühstück aus dem Haus geschickt werden, weil das Geld dafür nicht reicht”, sagt Studienleiterin Petra Kolip gegenüber pressetext.
“Je wohlhabender Familien sind, desto ausgewogener ist die Ernährung”, ergänzt Bucksch. Für die jüngste Erhebungswelle der Studie wurden im Schuljahr 2009/2010 über 20.000 Kinder und Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren an fast 300 Schulen bundesweit befragt. Grundlage war ein Fragebogen. untersucht wurde, wie Schüler selbst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität einschätzen. Erhoben wurden auch das gesundheitsrelevante Verhalten und soziale Einflussfaktoren auf die Gesundheit wie Schulklima, familiärer Wohlstand sowie die Beziehung zu Eltern und Freunden.
Viele Geringverdiener-Familien
“Die Studie bietet die einmalige Chance, die sozialen Einflussfaktoren auf die Gesundheit zu analysieren”, sagt Kolip. “Für viele Bereiche zeigt sich noch immer der Einfluss des familialen Wohlstandes als Indikator für die soziale Lage: Kinder und Jugendliche aus Geringverdiener-Familien bewegen sich weniger, essen seltener Obst und geben häufiger einen schlechteren Gesundheitszustand an.”
Dies sei jedoch relevant, wenn man zielgruppengerechte Präventionsmaßnahmen entwickeln möchte. In Deutschland wurde die WHO-Studie bereits zum fünften Mal durchgeführt. Die Ergebnisse der Erhebung sollen für die Gesundheitsförderung und Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung genutzt werden. (Ende)
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Demenzkranke leiden oft unbemerkt
8.11.2011 von zaro.
Kuratorium Deutsche Altershilfe setzt sich für Sterbebegleitung ein
Köln - Die Schmerzen Demenzkranker bleiben oft unbemerkt. “Viele Bedürfnisse und Probleme von Menschen mit Demenz bleiben zu oft unentdeckt. Bestimmte Aspekte wie Schmerz bedürfen bei dieser Gruppe einer besonderen Aufmerksamkeit”, erklärt Peter Michell-Auli, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) http://kda.de . Es handelt sich durchaus jedoch um eine Forderung, der in der Praxis nicht nachgekommen wird, fügt KDA-Sprecherin Simone Helck im Presse-Gespräch hinzu.
Fehlende Artikulation als Problem
Zur schwierigen Situation in den Kliniken kommt für die Fachleute noch erschwerend hinzu, dass sich Demenzkranke nicht mehr verbal artikulieren können. So ist es ihnen auch nicht möglich, auf ihre Schmerzen hinzuweisen. Vor diesem Hintergrund beschreibt das KDA in der neuen Ausgabe seines Fachmagazins “ProAlter” daher, wie man sterbende Menschen mit Demenz an ihrem Lebensende professionell begleitet. Auch Angehörigen können diese Informationen helfen.
Ein besonders wichtiges Thema bei der Begleitung Demenzkranker ist Kommunikation: “Menschen mit Demenz können ihre Wünsche und Bedürfnisse nur schwer mitteilen. Trotzdem ist es wichtig, dass wir als Begleitende und Pflegende erfassen, was sie brauchen und wünschen”, sagt Gerlinde Strunk-Richter, Leiterin des Bereichs Demenz im KDA. “Das können schmerzlindernde Maßnahmen sein, aber auch andere körperliche Grundbedürfnisse wie Wärme oder der Wunsch nach Vertrautem und menschlicher Zuwendung.”(Ende)
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Schon Kleinkinder beugen sich der Mehrheit
28.10.2011 von zaro.
Angst um die Akzeptanz lässt gegen Überzeugung handeln
Leipzig - Bereits mit vier Jahren orientieren Kinder ihre öffentliche Äußerungen an der Mehrheitsmeinung der Gleichaltrigen. Das zeigt eine Forschergruppe vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie http://cocoa.eva.mpg.de mit holländischen Kollegen in der Fachzeitschrift “Child Development”. “Menschen passen nicht nur das Äußere an die Mode an, sondern orientieren auch ihre Meinung im Zweifelsfall an jener der Mehrheit. Diese Fähigkeit, die für das Erlernen kulturspezifischen Verhaltens wichtig ist, erwirbt man schon als Kleinkind durch das Nachahmen des Verhaltens anderer”, erklärt Studienleiter Daniel Haun.
Falsche Tierbilder
Die Wissenschaftler untersuchten dazu 96 vierjährige Kinder aus 24 verschiedenen Kindergartengruppen. Jeweils in Vierergruppen erhielt jedes Kind ein Buch mit 30 Doppelseiten, die links eine Tierfamilie, rechts bloß ein Mitglied davon abbildeten. Die Kinder sollten angeben, ob es sich beim Tier rechts um Vater, Mutter oder Kind handelte. Die Bücher waren jedoch nur scheinbar identisch: Jeweils bei einem der vier Kinder wich das Bild rechts von jenem der anderen ab und war deshalb mit aus seiner Sicht falschen Einschätzungen der andern konfrontiert.
Anpassung nur bei lautem Aussprechen
“Von 24 Kindern passten sich 18 Kinder in einem oder mehreren Fällen der Einschätzung der Mehrheit an, obwohl sie es eigentlich besser wussten”, berichtet Haun. Warum diese Anpassung an die Mehrheit erfolgte, zeigte ein zweites Experiment. Abhängig vom Aufleuchten einer Lampe, sollten die Kinder dabei die Lösung laut aussprechen oder still auf das entsprechende Tier zeigen. Beim öffentlichen Aussprechen übernahmen die Kinder falsche Aussagen der anderen viel öfter als beim stillen Deuten, weshalb die Forscher auf die Sorge um die Akzeptanz der anderen als Gruppenzwang-Auslöser tippen. (Ende)
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Kindern fehlt artgerechte Umgebung
25.10.2011 von zaro.
Buch “Menschenkinder” erklärt Erziehungsmythen den Kampf
Ravensburg - Es gibt keinen Gebärstreik der Eltern, sondern die Gesellschaft bestreikt die Kinder: Diese These liefert Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und Wissenschaftler am Mannheimer Institut für Public Health http://www.miph.de , im bei Kösel erschienenen Buch “Menschenkinder. Plädoyer für eine artgerechte Erziehung”. “Die Bedingungen für das Aufziehen von Kindern sind denkbar schlecht. Zudem macht den Eltern eine Unzahl von widersprüchlicher und überflüssiger Erziehungstheorien das Leben schwer”, so der Autor im pressetext-Interview.
Nähe schadet nicht
Viel “dummes Geschwätz” ist laut Renz-Polster im Umlauf - etwa, dass Säuglinge durch Tragen einen krummen Rücken bekommen, dass sich Kleinkinder nur mit viel Gemüse gesund entwickeln oder dass zu viel Nähe verwöhnt. Der Blick auf die Evolution des Menschen enttarne dies als Luftnummer: “Viel emotionale und körperliche Nähe war zu 99 Prozent der menschlichen Geschichte eine nicht verhandelbare Voraussetzung fürs Überleben - warum sollte das heute die Entwicklung hemmen?”, fragt der Autor.
Ebenso wenig kindgerecht sei die Vorstellung, Kinder könnten durch mehr Disziplin und Grenzen gut erzogen werden. “Erziehung, die sich auf ein Machtgefälle begründet, erzeugt schwache und ängstliche Kinder.” Die Kritik gilt auch der pädagogischen Aufrüstung der Kinderzimmer: “Babys lernen ihren Körper auch ohne Babyschwimmen kennen und sie kommunizieren auch wunderbar, wenn wir ihnen keine Zeichensprache beibringen”, so Renz-Polster.
Stärken der Kinder sehen
Besser sei es, Bildung und Entwicklung gemeinsam zu denken. “Kinder brauchen vor allem Beziehungen und genügend eigenes, freies Spiel fernab der Klingeltonreichweite der Eltern. Unter diesen Bedingungen können sie sich am ehesten zu kreativen, widerstandsfähigen und kompetenten Persönlichkeiten entwickeln. Denn jedes Kind besitzt den Trieb zur Selbsttätigkeit und Selbstwirksamkeit. Bei diesen Stärken muss man ansetzen, statt in jedem Kind einen Tyrannen oder ein Förderprojekt zu sehen”, betont der Experte.
Ansetzen müsse man jedoch auch bei den Rahmenbedingungen. Denn dass Kinder heute oft nicht in die Welt passen, geht für Renz-Polster auf die “brutale Entscheidung” zurück, in die potenzielle Eltern oft gedrängt werden. “So radikal wie nie müssen Frauen zwischen Beruf oder Familie wählen. Zweiteres bedeutet oft genug, auf Status und soziale Anerkennung zu verzichten.”
Verlorenes Dorf braucht Ersatz
Dieser große Spagat zwischen den Ansprüchen sei in der Geschichte der Menschheit absolutes Novum. “Mütter konnten in der Erziehung stets mit der Hilfe ihres Stammes oder Dorfes rechnen oder das Kind bei der Arbeit weiter betreuen - Mutter sein und für den Unterhalt der Familie sorgen war kein Widerspruch.”
Heute sind die Helfer im Alltag rar geworden - kein Wunder also, dass Eltern überfordert sind. “Aber anstatt bessere Krippen und mehr Kinderbetreuung im Betrieb oder in Betriebsnähe zu verlangen, fordern wir einen Elternführerschein. Oder glauben uns als Gesellschaft mit Kindergeldzahlungen aus der Affäre ziehen zu können. Da läuft die Diskussion auf der falschen Ebene”, betont der Autor. (Ende)
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Enzym bestimmt Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburt
22.10.2011 von zaro.
Niedrige SGK1-Werte machen anfälliger für zellularen Stress
London - Wissenschaftler des Imperial College London http://imperial.ac.uk haben ein Protein identifiziert, das als eine Art von “Fruchtbarkeits-Schalter” arbeitet. Sind die Werte zu hoch, erhöht sich die Unfruchtbarkeit, sind sie zu niedrig, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt. Das Team um Jan Brosens vom Institute of Reproductive and Developmental Biology entnahm bei mehr als 100 Frauen Proben der Gebärmutterschleimhaut. Die Forscher schreiben in Nature Medicine http://nature.com , dass Frauen mit Unfruchtbarkeit über hohe Werte des Enzyms SGK1 verfügen, während diese nach einer Fehlgeburt niedrig waren.
SGK1-Werte entscheidend
Fruchtbarkeitsexperten wie Richard Fleming vom Glasgow Centre for Reproductive Medicine betonten, dass diese Untersuchungsergebnisse neue Wege für die Forschung eröffnen könnten, wie die BBC berichtet. Zum Hintergrund: Eine von sechs Frauen hat Schwierigkeiten dabei schwanger zu werden. Eine von 100 Frauen erleidet immer wieder Fehlgeburten. Drei oder mehr aufeinander folgende Schwangerschaften enden nicht mit der Geburt eines Kindes.
Die Wissenschaftler führten neben den Untersuchungen am Menschen zusätzlich Tests an Mäusen durch. Diese ergaben, dass die SGK1-Werte in der Gebärmutterschleimhaut in dem Zeitraum, in dem eine Schwangerschaft möglich ist, sinken. Wurden zusätzliche Kopien des SGK1-Gens implantiert, war eine Schwangerschaft nicht mehr möglich. Daher scheint das Sinken der Werte für die Empfänglichkeit der Gebärmutter für Embryos von entscheidender Bedeutung zu sein.
Medikamentöses Blockieren
Die Forscher kommen zu folgendem Schluss: Bleiben die Werte auch während der Schwangerschaft niedrig, scheint das zu ganz anderen Problemen zu führen. Wurde das SGK1-Gen blockiert, wurden die Mäuse problemlos schwanger. Sie verfügten jedoch über kleinere Würfe und zeigten Symptome von Blutungen. Das legt nahe, dass ein Mangel an SGK1 eine Fehlgeburt wahrscheinlicher macht.
Laut Brosens zeigen die Experimente bei Mäusen, dass ein kurzfristiges Absinken der SGK1-Werte für die Schwangerschaft von entscheidender Bedeutung ist. Proben menschlichen Gewebes zeigten jedoch auch, dass sie bei Frauen hoch blieben, die nur schwer schwanger werden. “Ich kann mir vorstellen, dass wir in Zukunft die Gebärmutterschleimhaut vor einer künstlichen Befruchtung mit Medikamenten behandeln, die SGK1 blockieren.”
Nachdem ein Embryo implantiert ist, verwandelt sich die Gebärmutterschleimhaut in die so genannte Schwangerschaftsschleimhaut. Labortests haben bisher gezeigt, dass geringe Werte des Enzyms die Fähigkeit von Zellen in der Schwangerschaftsschleimhaut beeinträchtigen können, sich gegen oxidativen Stress zu schützen. Dabei kommt es zu einer zu großen Menge von reaktiven Chemikalien in den Zellen. Es sei nachgewiesen, dass niedrige SGK1-Werte die Gebärmutterschleimhaut anfälliger für zellularen Stress machen. (Ende)
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Kinderärzte: Kein Fernsehen für Kleinkinder!
22.10.2011 von zaro.
Schädigung der Entwicklung statt pädagogischer Effekt
Washington/München/Berlin - Fernsehen hemmt die Entwicklung von Kleinkindern statt sie zu fördern. Mit dieser Warnung lässt die Amerikanische Akademie für Pädiatrie (AAP) http://www.aap.org aufhorchen. Ihre Analyse von 50 Studien zum Thema, die am heutigen Dienstag im Fachblatt “Pediatrics” veröffentlicht wurde, zeigt: Der Fernseher verzögert die Sprachentwicklung, lässt Kinder schlechter schlafen und behindert die Eltern-Kind-Kommunikation. Grund genug für die Experten, um bisherige Warnungen vor elektronischen Medien noch zu verschärfen.
Fernseher fehlt Feingefühl
“Je kleiner Kinder sind, umso schlechter wirkt Fernsehen auf sie”, bestätigt Fabienne Becker-Stoll, Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik http://www.ifp.bayern.de , im Presse-Interview. Extrem sei dies bei Säuglingen, die noch in der Babyschale vor den Fernseher gestellt werden und sich nicht selbst wegbewegen können. Statt Lerneffekte gebe es hier nur Schäden. “Das Gehirn eines Babys braucht sofortige Rückkoppelung. Damit es lernen kann, müssen Eltern nicht nur feinfühlig, sondern auch sofort auf das Kind eingehen, wenn es etwa schreit oder weint. Ein Fernseher reagiert jedoch nie”, erklärt die Psychologin.
Doch selbst Babysendungen und -DVDs bieten keine Lerneffekte, konnte mittlerweile gezeigt werden. Vielmehr besitzen Kinder einen umso kleineren Wortschatz, je länger sie als Babys fern gesehen haben. “Kinder ab dem zweiten Lebensjahr sind zwar fasziniert von den schnell wechselnden Bildern, können diese bei schnellen Schnitte jedoch oft nicht verarbeiten und werden dadurch überreizt”, so Becker-Stoll. Die US-Autoren betonen, dass eine Kindersendung nur dann Qualität bringt, wenn Kinder Inhalt und Kontext verstehen, was frühestens mit zwei Jahren gelingt.
Realität: TV ist Babysitter
Während die Kinderärzte zum TV-Verzicht unter zwei Jahren mahnen und den Fernseher aus dem Kinderzimmer verbannen wollen, sieht die Realität freilich anders aus. In US-Erhebungen gaben 90 Prozent der Eltern von Babys unter zwei Jahren an, dass sie ihre Kinder häufig vor das TV-Gerät setzen - Zweijährige durchschnittlich ein bis zwei Stunden pro Tag. Ab drei Jahren steht in jedem dritten US-Kinderzimmer ein Fernseher.
In Deutschland werden entsprechende Daten zu dieser Altersgruppe erst in der laufenden Kiggs-Studie http://www.kiggs.de erhoben. Anlass dazu gab eine Untersuchung von Robert Schlack bei 10.000 Schulanfängern in Köln aus dem Jahr 2005. “Bei drei Stunden Fernsehkonsum pro Tag erhöht sich die Quote der Sprachstörungen bei Schuleintritt um 50 Prozent. Bei über vier Stunden verdoppeln sich die grobmotorischen Auffälligkeiten sowie auch die visumotorischen Probleme”, berichtet Schlack, der am Robert-Koch-Institut http://rki.de tätig ist, gegenüber ZAROnews.
Selbstbeschäftigung muss gelernt werden
Eltern sind somit in einer Zwickmühle. “Keine Familie verzichtet auf den Fernseher, sobald Kinder kommen. Man muss deshalb den Schaden begrenzen”, rät Becker-Stoll. Für die Expertin bedeutet das ein gemeinsames Fernsehen auf dem Schoß der Eltern mit Erklären des Gesehenen sowie die Auswahl eines Programms nach Kindgerechtigkeit. “Diese besteht nie, wenn 20-Minuten-Werbeblöcke bloß von wenigen Programmminuten unterbrochen werden, denn Kinderwerbung ist immer hochsuggestiv. Selbst Fünfjährigen sollte man deshalb nie die Fernbedienung überlassen.”
Als weitaus bessere Alternative empfiehlt die Münchner Psychologin das Vorlesen, das sogar im Alter von wenigen Monaten bereits beginnen kann. Die US-Kindermediziner raten zum freien Spiel, bei dem Kinder auf eigene Faust lernen, kreativ zu denken, Probleme zu lösen, ihre Motorik zu entwickeln und sich selbst zu beschäftigen. “Kinder lernen am besten von Menschen, nicht von Bildschirmen”, so ihr Resümee. (Ende)
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Alte Menschen hungern sich zu Tode
22.10.2011 von zaro.
Gerontologe: Blick in den Kühlschrank verrät Ernährungssituation
Brüssel - Mangelernährung gibt es auch in Europa: 30 Mio. sind davon betroffen, und der Großteil von ihnen sind alte Menschen. In Zeiten der alternden Gesellschaft muss dem Thema Ernährung im Alter mehr Bedeutung zugemessen werden, fordern Experten. “Jeder sechste Senior isst zu wenig, doch wird Mangelernährung zu wenig erkannt und behandelt. Dabei verringert ausreichende Ernährung nachweislich die Zahl und Dauer der Spitalseinlieferungen”, erklärt Jean-Pierre Baeyens, Past Präsident der Europäischen Gesellschaft für Past President der Europäischen Gesellschaft für Gerontologie http://eugms.org , im Presse-Interview.
Gewichtsverlust nicht normal
Gewichtsverlust im Alter wird viel zu oft als normal angesehen, doch sei es vielmehr ein Zeichen fehlender Ernährung, betont der Experte. “Ganz im Gegenteil zu Jüngeren gilt bei alten Menschen die Regel, dass Wohlbeleibte länger leben als Dünne. Wer zu wenig isst, wird öfter krank, reagiert zudem auch schlechter auf Medikamente und hat eine höhere Sterblichkeit.” Der Körper alter Menschen nimmt Kalorien aus dem Essen weit schlechter auf als bei Jungen. Aus zahlreichen Gründen essen Senioren dennoch meist viel weniger.
Da wären zunächst die körperlichen Ursachen. “Senioren haben oft Probleme mit Zähnen und Kiefern, zudem ist ihr Geruchs- und Geschmackssinn stark eingeschränkt. Mit 80 Jahren hat man bereits 70 Prozent der Sensorik für Zucker und Salz verloren, weshalb es normal ist, dass der Großvater mehr Würze und Süße im Essen braucht und das Essen im Pflegeheim als langweilig empfindet”, erklärt Baeyens. Große Probleme sind auch fehlende Beweglichkeit, kognitive Probleme - Alzheimer-Patienten vergessen leicht zu essen - sowie die oft übersehene Altersdepression.
Hunger im Heim
Besonders entscheidend sind für den Experten jedoch die sozialen Faktoren. “Nicht nur, dass Senioren nach dem Verschwinden des Tante-Emma-Ladens um die Ecke Probleme haben, die Einkaufstasche vom Supermarkt nach Hause zu tragen. Auch Armut spielt mit, da sich immer mehr Menschen im Alter finanziell zwischen Ernährung, Heizung oder Clubbesuch entscheiden müssen und nur eine Option wählen können. Sind 85-Jährige dann plötzlich alleine, hören sie nach ein paar Wochen auf zu kochen und ernähren sich nur noch von Milch, Brot und Käse. Nach einigen Monaten landen sie im Spital.”
Dabei geht es Senioren, die zuhause leben, vergleichsweise gut. 15 bis 25 Prozent von ihnen sind mangelernährt, während das Problem in Spitälern 25 bis 40 Prozent und in Pflegeheimen sogar 30 bis 70 Prozent betrifft. Als Ursache erkennt Baeyens hier das knappe Essensbudget und die Personalknappheit. “Das gesamte Essen muss auf einem Tablett serviert werden. Ideal wäre es, jeden Gang des Menüs zu zelebrieren wie bei einem Buffet. Ohne freiwillige Mitarbeiter ist das in keinem Heim möglich.”
Überlebenschance im Kühlschrank
Der belgische Altenmediziner betont, dass die Diagnose von Mangelernährung sehr einfach, ihre Behandlung vergleichsweise billig und deren Wirkung für die Gesundheit deutlich zu sehen sind. Dennoch würde das Problem selbst von Ärzten oft übersehen oder bagatellisiert. “Auch Angehörige müssen daher wachsam sein. Ein Blick in den Kühlschrank alter Menschen reicht dazu: Findet man dort nichts oder bloß abgelaufene Nahrung, ist dies ein deutlicher Hinweis für Unterernährung und auch für höhere Sterblichkeit, wie eine Genfer Studie zeigt.”
Spitäler und Pflegeeinrichtungen sollten mehr auf die Ernährung achten und auch die Medizin ist gefordert, verdeutlicht Baeyens. So sei es für die Ernährung vorteilhaft, wenn Medikamente - alte Menschen nehmen davon im Schnitt sieben pro Tag zu sich - möglichst gebündelt zu wenigen Tageszeiten eingenommen werden, sofern dies möglich ist. “Unsere Lebenserwartung ist innerhalb von 200 Jahren von 40 auf 80 Jahre gestiegen. Statt die Lebensjahre sollten wir künftig lieber die gesunden Lebensjahre erhöhen. Die Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle”, so der Experte. (Ende)
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